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Das jüdische Echo · 1928-08-17 · 33 (17.8.1928) · p. Seite 518

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
33 (17.8.1928)
Date
1928-08-17
Page
Seite 518 (sequence 6)
Language
German
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518 Das Jüdische Echo Nr. 33 ^^berpollinger Das Münchener Kaufhaus Neuhauser Straße 44 am Karlstor Bekleidung / Mode / Sport Wohnungsausstattung Die Kolonien-Resolution des Kongresses der Internationale und Palästina Brüssel, 12. August. (JTA.) Lord Olivier, der vor dem Kongreß der Zweiten Internationale den Bericht der Kolonienkommission erstattete und die Resolution zugunsten der Kolonialländer und Völker einbrachte, erklärte in einem Referat, Palästina sei in die Resolution betreffend die Kolonien nicht eingeschlossen, weil Palästina nicht Kolonialland ist. Es bestehe mit Bezug auf dieses Land ein Mandat, welches genügende Garantien zum Schutz für die Rechte der Bevölkerung bietet. Der zweite Kongreß des Weltverbandes der jüdischen Jugend Straßburg, 8. August. (JTA.) Im Hause des staatlichen Konservatoriums wurde am 5. August der zweite Kongreß des Weltverbandes der jüdischen Jugend eröffnet. Die Präsidentschaftstribüne nahmen ein der Präsident des Weltverbandes, Aime Palliere, Frau Yvonne Netter, Großrabbiner Schwarz, der Präsident der jüdischen Gemeinde, Lazare Blum, der Präsident der Straßburger Zionistischen Organisation, Robert Levy-Dreyfus. Anwesend waren der Präfekt des Niederrheins, Kuntz, der zweite Bürgermeister von Straßburg, Maegeln, u, v. a. Aime Palliere führt in seiner Eröffnungsrede aus: Zur Zeit des. ersten Kongresses des Verbandes, der 1926 stattfand, befand sich unsere Organisation noch in der ersten Entwicklung, heute zählen wir bereits 23 Gruppen und 12 assoziierte Vereine. Wir haben unseren zweiten Kongreß nach Straßburg einberufen, weil die starke jüdische Gemeinde dieser Stadt für uns das Fenster nach Mittel- und Osteuropa ist. Unser Bestreben ist es, auch in diese Länder einzudringen und die Jugend für den Dienst an der jüdischen Wiedergeburt zu gewinnen. Unser Verband ist die einzige jüdische Vereinigung, die dem Weltbund der Jugend, der sich um den Weltvölkerbund gruppiert, angeschlossen ist. Wir sind eingeladen worden, Delegierte zum Friedensweltkongreß der Jugend, der in einigen Tagen in Eerde (Holland) stattfinden wird, zu entsenden. Unser Verband sieht in dem Judentum nicht allein eine Konfession, sondern er stützt sich auf das Grundprinzip der Einheit des jüdischen Volkes. Die große Geschichte des Judentums ist nie unterbrochen worden,-sondern setzt sich als Volksgeschichte bis in unsere Tage fort. Wir wollen dieser Geschichte neue gehaltvolle Seiten hinzufügen. Während des Kongresses von 1926 wurde hauptsächlich über unsere Stellung zum Zionismus debattiert. Aber ebenso wie man das Judentum nicht erschöpft, wenn man es als nur religiöse Gemeinschaft anspricht, ebensowenig wird man ihm gerecht, wenn man es mit Zionismus identifiziert; die hundertjährigen Aspirationen des Judentums auf Wiedererrichtung seines Nationalheims auf dem Boden seiner Väter sind mehr als eine parteiisch gebundene Aspiration. Unsere Organisation ist etwas von der zionistischen Organisation ganz Verschiedenes; unsere Mitglieder sind auch keineswegs verpflichtet, der zionistischen Organisation anzugehören. Was aber den Aufbau des jüdischen Nationalheims in Palästina betrifft, so machen es uns unsere Auffassung vom Judentum und unsere Einstellung zu den gegenwärtigen jüdischen Problemen zu einer Pflicht des Gewissens, diesem Wiederaufbau unsere Kräfte zu weihen. Deshalb haben wir die Arbeit für den Keren Kajemeth in den Kreis unserer Tätigkeiten gezogen. Das Zentralkomitee lädt in diesem Sinne den Kongreß ein, über Mittel zu beraten, wie sich der Verband aktiv und fruchtbar für den Aufbau Palästinas betätigen könne. Unsere Union wird die Gründung eines Jüdischen Hauses in Jerusalem ins Auge fassen und damit unsere Verbundenheit mit dem Boden unserer Väter dokumentieren. Am Montag, dem 6. August, begann die Sitzung des Kongresess mit einem Tätigkeitsbericht von Aime Palliere. Es folgten Berichte der Jungmänner- und Jungmädchen-Sektionen. S. Steinberg erstattete den Finanzbericht, der Generalsekretär Charles Nehama gab ein ausführliches Expose über die organisatorische Arbeit und teilte mit, daß die Staatsbehörden von Marokko die Legalisierung einer Abteilung des Verbandes der jüdischen Jugend in diesem Lande verweigert haben. Herr Meyerkey berichtete über das Organ des W'eltverbandes, Chalom“, das in französischer Sprache erscheint und mehr als 2000 Abonnenten hat. In der Nachmittagssitzung vom Montag, die unter dem Vorsitz von Jean Schramek stattfand, wurden verschiedene Kommissionen gewählt. Yvonne Netter, Mitglied der Advokatenkammer, hielt einen vielbeachteten Vortrag über „Die Stellung des jungen Mädchens im jüdischen Leben und die Aufgaben der jüdischen Mutter in der Erziehung der neuen Generation“. Der kanadische Delegierte Guellbert begrüßte den Kongreß im Namen seiner Gruppe. Alphonse Paccifizi hielt sodann einen Vortrag über „Die Aufgabe der jüdischen Jugend in der heutigen Renaissancebewegung im Judentum“. Zusammenarbeit mit dem Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands Die Stadt Straßburg gab zu Ehren der Delegierten des Kongresses des Weltverbandes der jüdischen Jugend einen Empfang, der glänzend verlief. ING. G. AIGNER’S PRIVATE KRAFTFAHRKURSE gegründet 1913 Gabelsbergerstr. 62 / Telephon 51314 Straßenbahnhaltestelle: Kreuzung Augusten-Gabelsbergerstraße der Linien 2, 7, 17; — garantieren als alteingeführtes Unternehmen mit besten Referenzen für vollkommene Qualitäts-Ausbildung

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