Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 32 (10.8.1928)
- Date
- 1928-08-10
- Page
- Seite 505 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 32 Das Jüdische Echo 503 fassung und den tatsächlichen Verhältnissen in Deutschland in Hinsicht auf die jüdische Bevölkerung in vielem noch besteht, sobald wie möglich, so restlos wie möglich beseitigt wird. Deutschlands Juden werden, wie bisher, so auch in Zukunft in vollem Maße dem Staate geben, was des Staates ist, sie erheben aber die selbstverständliche Forderung, daß derselbe Staat sich für ihren Schutz, für ihre Ehre, für ihre politische, religiöse und wirtschaftliche Freiheit im Einklang mit der Reichsverfassung weit mehr einsetzt denn bisher. Und sie wünschen das nicht nur um ihretwillen. Das Ansehen ihres Vaterlandes, das Bestreben, ihm zu dienen, seine Achtung im Rate der Völker zu mehren, ist mitbestimmend für diese Forderung der deutschen Judenheit.“ Der Weltverband für liberales Judentum Gast der Berliner Jüdischen Gemeinde Berlin, 26 Juli. (JTA.) Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin hat dem Weltverband für religiös-liberales Judentum eine Einladung zugehen lassen. Der Vorstand teilt mit, daß er beschlossen hat, am Sonnabend, dem 18. August, nach dem Festgottesdienst in der Synagoge Oranienburger Straße, für die Delegierten einen Empfang mit einem Frühstück zu veranstalten. Die Veranstaltung findet um 12.30 Uhr im Hotel „Der Kaiserhof“ statt. Arbeitsgemeinschaft „Jüdische Gefährdetenfürsorge“ Berlin, 29. Juli. (JTA.) Zu einer zahlreich besuchten Sitzung waren die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Jüdische Gefährdetenfiirsorge“ im Anschluß an die letzte Sitzung des Wohlfahrtsausschusses des Preußischen Landesverbandes zusammengekommen. Von dem Vorsitzenden, San.-Rat Dr. Seeligsohn wurde über den Stand der Erziehungsberatung für schwer erziehbare und psychopathische Kinder in den einzelnen jüdischen Gemeinden und über die weiteren Pläne zum Ausbau derselben berichtet. Eine rege Aussprache entspann sich über die Mitarbeit der jüdischen Wohlfahrtspflege bei der Sozialen Gerichtshilfe. Anzustreben ist, daß jüdische Fälle grundsätzlich den jüdischen Wohlfahrtsstellen sowohl zum Zwecke der Ermittlung als auch der Übernahme der Schutzaufsichten überwiesen werden. Mit besonderem Interesse wurde der Bericht des Hilfsvereins der deutschen Juden über die Überwachung der Auswanderung entgegegengenommen. — Wie aus einem weiteren Bericht über den Stand der Zufluchts- und Bewahrungsheime hervorging, bestehen im Augenblick Zufluchtsheime bzw. Einzelzimmer für vorübergehende Aufnahme von Frauen und Mädchen in Berlin, Breslau, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, Leipzig, Ludwigshafen, München, Neustadt a d. H. Die Schaffung von Zufluchtsheimen für männliche Jugendliche wird als eine der nächsten und wichtigsten Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft in Angriff genommen werden. Der Reichsfinanzminister bewilligt eine Zollermäßigung für Palmen und Myrten für das Laubhüttentest Halberstadt, 29. Juli. (JTA.) Auf die gemeinsame Eingabe des Preußischen Landesverberpollinger Das Münchener Kaufhaus Neuhauser am Karlstor Bekleidung / Mode / Sport Wohnungsausstattung bandes gesetzestreuer Synagogen-Gemeinden, Halberstadt, und der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums, Frankfurt a. M., hat der Reichsfinanzminister wie in den letzten Jahren eine Zollermäßigung eintreten lassen. Die Landesfinanzämter sind dahingehend von ihm ermächtigt worden, und die Zollbehörden erhalten Kenntnis von dem Wunsche, zur Vermeidung von Beschädigungen die in Rohrkörben verpackten Palmzweige möglichst nicht auspacken zu lassen. Der Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten gründet eine Siedlungs-Gesellschaft m. b. H. Berlin, 5. August. (JTA.) In der Sitzung eines engeren Gremiums des Siedlungsausschusses des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten vom 24. Juli 1928 wurde nach eingehender Aussprache über die konkretere Ausgestaltung der Siedlungsaktion die Gründung einer Siedlungs-Gesellschaft m. b. H. beschlossen. Als Gründungskapital wurde der gesetzlich zulässige Mindestbetrag von RM. 20 000.— festgesetzt, der vorhanden ist. Zu Geschäftsführern wurden Rittergutsbesitzer Rud. S. Mosse (Stangenhagen) und Güterdirektor S. Dyk (Berlin) bestellt; die Bestellung eines Aufsichtsrates ist vorgesehen, zu dem die Wahlen später erfolgen. Die Geschäftsführer erklären, schon in den allernächsten Wochen ein praktisches Projekt zum Erwerb eines Siedlungsgutes vorlegen zu können. — Der Gründungsakt der Gesellschaft wird allerschnellstens erfolgen. Außerdem soll ein besonderer Propagandaverein gegründet werden, dem, unter Führung des R. J. F., möglichst alle deutschen Juden angehören. Aufgabe dieses Vereins wird es sein, für weiteste Verbreitung der Idee und die Beschaffung der materiellen Mittel in allen Kreisen des deutschen Judentums zu sorgen. Jüdischen Kurgästen wird die Waldluft vorenthalten Wien, 2. August. (JTA.) Die Verwaltung der Stiftswälder um die Stadt Krems an der Donau hat den jüdischen Kurgästen der benachbarten Sommerfrischen das Betreten der Wälder untersagt. Die christlichen Sommerfrischler erhielten MAGIRUS IN ASHI PHÄNOMEN i «cvw« acu nun AuuiDiitf c ■ r:;uneui\r tun tu«»irr ■ . ....___ Auto-METZGIR MÜNCHEN Seidlstr. 30. f,