Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 32 (10.8.1928)
- Date
- 1928-08-10
- Page
- Seite 504 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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504 Das Jüdische Echo Nr. 32 2 Tafeln Schokolade essen Ihre Kinder mindestens in der Woche; für die gleiche Ausgabe erhalten Sie ein Vierteljahr lang das „Zelt“ und Ihre Kinder behalten gute Zähne. Bitte gleich bestellen. Der Verfasser weist auf Grund von autoritativen Interpretierungen des Mandates nach, daß zwischen dem Palästina-Mandat und dem Völkerbundsstatut dennoch kein Widerspruch besteht. Er zitiert die auf den Aufbau des Jüdischen Nationalheims Bezug habenden Bestimmungen und meint, sowohl die Administration wie auch das jüdische Volk müßten viel Klugheit, Takt und Billigkeitsgefühl bei der Verwirklichung des Jüdischen Nationalheims in einem heute überwiegend arabischen Lande an den Tag legen. Der Verfasser schließt: „Wenn auch anfangs mancherlei Reibungen bestanden, so ist es dank dem Takt und der Voraussicht der Administration sowie der friedfertigen Haltung und bewundernswerten Aufopferung der Juden möglich geworden, eine Aktivität zu entfalten, die die friedliche und endgültige Lösung eines großen politischen und sozialen Problems, des jüdischen Aufbaus in Palästina vorbereitet, eines Unternehmens, dessen Wichtigkeit von niemandem, der das Werk in Palästina kennt, unterschätzt werden wird.“ Palästina-Jugendfahrt 1928 Das Programm der Jugendfahrt in Palästina ist nunmehr festgelegt. Bei einem insgesamt zweiwöchigem Aufenthalt lautet es folgendermaßen: Donnerstag, 4. Oktober: Ankunft in Jaffa, Ausbootung, Weg nach Tel-Awiw, Begrüßung, Freier Aufenthalt in Tel-Awiw. Freitag, 5. Oktober: Fahrt per Autobus nach Ben Schemen, Besichtigung Ben Schemens, von dort Weiterfahrt über Dilb, Mozah nach Jerusalem. Erste Besichtigung Jerusalems, abends Klagemauer. Sonnabend, 6. Oktober: Besichtigung der Altstadt Jerusalems, soweit es der Sabbat erlaubt. Sonntag, 7. Oktober: Simchat-Thora-Feier, restliche Besichtigung Jerusalems, soweit es der Feiertag erlaubt. Montag, 8. Oktober: Autofahrt über Jericho ans Tote Meer und zurück. Nachmittags letzte Besichtigung Jerusalems. Dienstag, 9. Oktober: Autobusfahrt über Sichern, Sebastije nach Afule. Nach dem Mittagessen dort Weiterfahrt nach Balfouriah, Merchavia, und Kwuzath Zrifim. Dort Aufenthalt bis zum Abend, Rückweg nach Afule. Mittwoch, 10. Oktober: Von Afule nach Ain Cahrod, Aufenthalt dort bis zum Mittagessen, Weiterfahrt nach Daganiah, dort Aufenthalt bis zum Abend, am Tiberias-See entlang nach Tiberias. Donnerstag, 11. Oktober: Besichtigung von Tiberias, Fahrt im Autobus über Saffed, Auco nach Haifa. Freitag, 12. Oktober: Karmel-Wanderung (Fakultativ). Sonnabend, 13. Oktober: Rabbat-Ruhetag, abends Turnfest. Sonntag, 14. Oktober: Fahrt nach Nahalal, Mittagessen dort, Rückfahrt nach Haifa, Besichtigung der industriellen Anlagen, Technikum usw. Montag, 15. Oktober: Eisenbahnfahrt Haifa—Petach—Tikvah, Besichtigung Petach—Tikvah, zu Fuß von Petach-Tikvah nach Tel-Awiw. Dienstag, 16. Oktober: Mit der Eisenbahn nach Rechobot, Besichtigung Rechobots, von dort zu Fuß nach Rischon-Le-Zion, Besichtigung von Rischon-Le-Zion, von dort zu Fuß nach Tel- Awiw. Mittwoch, 17. Oktober: Letzte Besichtigung Tel- Awiws, eventuell Ausflug nach Mikveh Israel, Abschiedsfeier in Mikveh Israel oder in Tel- Awiw. Donnerstag, 18. Oktober: Einschiffung. Im Rahmen dieses Programms sind Veranstaltungen der zionistischen Institutionen sowie der Arbeiter-Institutionen und Sportveranstaltungen vorgesehen. Die Zahl der Fußwanderungen ist außerordentlich beschränkt, zum Teil freiwillig. Die Zahl der Teilnehmer bleibt endgültig auf 100 beschränkt, obwohl die Anmeldungen bereits sehr zahlreich sind. Anmeldeschluß ist, falls die Teilnehmerzahl nicht vorher erreicht wird, der 15. August 1928. Aus der jüdischen Welt Der Verfassungstag und die deutschen Juden Breslau, 3. August. (JTA.) In der Breslauer „Jüdischen Zeitung“ veröffentlicht Dr. Felix Heimann (Ratibor) einen Aufsatz „Für Frieden, Freiheit, Republik“, in welchem er mit Bezug auf den am 11. August zum neunten Male wiederkehrenden Tag der Unterzeichnung der Weimarer Verfassung ausführt: „Am Tage, an dem vor neun Jahren die Verfassung der Deutschen Republik unterzeichnet wurde, bekennt sich die jüdische Bevölkerung Deutschlands erneut und ohne Vorbehalt zu den Gedanken, die das große Werk von Weimar bestimmen, zum Frieden der Völker untereinander, zur Befriedung des deutschen Volkes, zur freiheitlichen Ausgestaltung des Reiches und der Länder, zu den in der Urkunde vom 11. August verbrieften Grund- und Freiheitsrechten und -pflichten aller Deutschen ohne Unterschied der religiösen, politischen, wirtschaftlichen Einstellung der Abstammung und des Standes — und fordert, daß die republikanischen Regierungen des Reiches und der Länder dafür sorgen, daß der Widerspruch, der zwischen den Worten der Ver- PACKARD 6 und 8 Zylinder in Linie wesentlich niedrigere Preise bei gleicher Qualitäts-Berühmtheit Gene ralve rtreter: GEBR. BEISSBARTH / KOHLSTR. 2 beim Deutschen Museum