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Das jüdische Echo · 1928-08-03 · 31 (3.8.1928) · p. Seite 472

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
31 (3.8.1928)
Date
1928-08-03
Page
Seite 472 (sequence 8)
Language
German
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488 Das Jüdische Echo Nr. 31 müsse einstimmig die Priorität der zentralen Fonds aussprechen. Man müsse die Tendenz der Kongreßbeschlüsse in Betracht ziehen, denn von dieser hänge es ab, ob man die eingebrachten Resolutionen als konstitutionell zulässig betrachte. Der Kongreß wollte dem störenden Überhandnehmen der Sondersammlungen steuern und daher entsprechen die vorgeschlagenen Resolutionen der Tendenz des Kongreßbeschlusses. Entscheidend sei die Resolution, die die Priorität der Zentralfonds zum Ausdruck bringt. Die Vorschläge werden sodann einer eingesetzten Neunerkommission überwiesen. Freitag nachmittags werden vorerst die weiteren Organisationsfragen behandelt. Auf Vorschlag der Exekutive wird eine Kommission gewählt, die gemeinsam mit der Exekutive eine Enquete veranstalten soll, um Fragen der zionistischen Organisation und Propaganda gründlich zu prüfen und eventuell zur Beratung dieser Probleme eine Konferenz einberufen soll. Des weiteren wird die Exekutive ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Präsidium des Aktions-Komitees Ort und Zeitpunkt des im Sommer 1929 fälligen XVI. Kongresses zu bestimmen; die Vorbereitungen sollen so früh wie möglich in Angriff genommen werden. Namens der Organisationskommission referiert D r. R u f e i s e n über die angenommenen Resolutionen betreffend der Sondersammlungen, in denen vor allem bestimmt wird, daß die auf Geldaufbringung gerichteten Bemühungen der zionistischen Landes- und Sonderverbände in erster Reihe der Vornehme Geschenke beispielsweise hochwertige Tasteninstrumente erfordern zur richtigen Wahl neben dem persönlichen Geschmack des Käufers, reiche Facherfahrung des Verkäufers. Flügel / Pianos Harmoniums die durch leichte elastische Spielart und seltene Klangfülle in allenLagen keine Wünsche offen lassen, liefern wir seit Jahrhunderten an einen groben Kreis zufriedenerKäufer. 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Kongreß Vorschläge in bezug auf eine umfassende und gründliche Regelung dieser Materie zu erstatten. * Da die Agency-Kommission inzwischen ihre Beratungen abgeschlossen hat, wird nun unter großer Spannung bei überfülltem Saale zur Abstimmung über die von der Kommission vorgeschlagenen Resolutionen geschritten. Blumenfeld als Vorsitzender der Kommission liest die Kommissionsresolutionen vor und anschließend daran ergänzende Minoritätsvoten der Poale Zion und der Hitachduth, wie auch die Minderheitsanträge der Radikalen und der Revisionisten. D r. Soloweitschik begründet den Minoritätsantrag der Radikalen, der die Agency vollständig ablehnt und der Exekutive das Mißtrauen ausspricht. Dieser Antrag wird als weitestgehender zuerst zur Abstimmung gebracht und mit allen gegen die 4 Stimmen der Radikalen und Revisionisten abgelehnt. Sodann begründet L i c h t h e i m den Antrag der Revisionisten, der ebenfalls die Agency-Politik ablehnt und der mit 32 gegen 4 Stimmen abgelehnt wird. Locker begründet den Zusatzantrag der Poale Zion, der mit 26 gegen 13 Stimmen abgelehnt wird. Das von Kaplan vorgeschlagene Amendement der Hitachduth wird ebenfalls mit 24 gegen 16 Stimmen abgelehnt. Mit Rücksicht auf die späte Stunde, es ist hart vor Sabbat, wird ein Antrag Grünbaums auf namentliche Abstimmung mit allen gegen 4 Stimmen abgelehnt, worauf die Mehrheitsanträge der Kommission en bloc mit 41 gegen 4 Stimmen zur Annahme gelangen. (Den Wortlaut der Resolutionen siehe Seite 483.) Die Sitzung wird in gehobener Stimmung um 7 Uhr geschlossen. Die nächste Sitzung des Aktions-Komitees findet Sonnabend abend statt. Die letzte Sitzung des Aktions-Komitees wurde Montag 5.45 Uhr von Präsident M o t z k i n eröffnet und dauerte ohne jede Unterbrechung bis 2 Uhr nachts. Zuerst gelangten die von der Palästina-Subkommission für Alijahfragen beantragten Resolutionen zur Behandlung. Für die Subkommission berichtete Suprasky. Eine längere Debatte entspinnt sich über die Zahl der von der Regierung für das nächste Halbjahr zu verlangenden Zertifikate. Rosenblüth spricht sich für Überweisung der betreffenden Resolution an die Exekutive zur Erwägung aus, solange dafür im Budget keine Vorsorge getroffen ist. Miss S z o 1 d weist darauf hin, daß die Exekutive in Palästina eine Kommission ernannt hat, die sich mit der Frage der Zertifikate eingehend beschäftigt hat. Man müsse die Sache sehr ernst behandeln, da sie große Verantwortung auferlege und auch finanzielle Verpflichtungen nach sich ziehe, für die im jetzigen Budget keine Vorsorge getroffen ist. So lange dies nicht der Fall ist, könne die Palästina-Exekutive bei Annahme des Beschlusses keine Verantwortung für dessen Ausführung übernehmen.

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