Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 31 (3.8.1928)
- Date
- 1928-08-03
- Page
- Seite 471 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 31 Das Jüdische Echo 487 eine Zweckkontrolle. Der Kontrolleur oder die Kontrolleure sind direkt dem Kongreß verantwortlich und vollständig unabhängig von der Exekutive und dem Aktions-Komitee. Exekutivgewalt komme allerdings dem Amt nicht zu, sondern es hat nur Bericht an die Exekutive, an das Aktions- Komitee und den Kongreß zu erstatten. Nach durchgeführter kurzer Diskussion geht die Frage an eine Kommission, wo über die Personalvorschläge berichtet werden soll. Sodann wird auf Grund eines Referates des Organisationssekretärs D r. L a u t e r b a c h die von einer Redaktionskommission vorgenommene Textierung der gefaßten Kongreßbeschlüsse über Änderungen des Statuts vom Aktions-Komitee bestätigt. Des weiteren gelangt die Frage der Sondersammlungen zur Behandlung. Der Referent Rosenblüth erklärt, ohne jede Polemik und Leidenschaft müsse in einer gemeinsamen Beratung Abhilfe geschaffen werden gegen die eingerissene Verwilderung. Der XVI. Kongreß werde diese Frage genau zu prüfen und zu regeln haben, wahrscheinlich im Wege der Zentralisation. Vorläufig müssen wir uns mit einer Koordinierung begnügen. Er erläutert die vorgeschlagenen Resolutionen, die vor allem den Primat der Zentralfonds feststellen und die Exekutive auffordern, dem kommenden Kongreß Vorschläge über eine umfassende und gründliche Regelung dieser Materie zu erstatten. In der Debatte erklärt Supraski, es handle sich nicht um eine Einzelfrage, sondern um die ganze zionistische Konzeption. So wie bisher gehe es nicht weiter. Unser Budgetrecht werde so illusorisch gemacht, und unsere Beratungen verlieren dann ihren hauptsächlichsten Sinn. Wir müssen uns für zwei Zentralfonds aussprechen, die jedoch allen berechtigten Bedürfnissen gerecht werden. Leib J a f f e erklärt, daß das Keren- Hajessod-Direktorium mit den Vorschlägen der Exekutive einverstanden sei, wenn sie auch keineswegs den Wünschen des Keren Hajessod genügen. Die Sonderaktionen seien für den Keren Hajessod ruinös. Die Anerkennung der Priorität des Keren Hajessod bedeutet nichts anderes, als die Wahrung des Budgetsrechtes des Kongresses. Dr. Goldstein weist darauf hin, wie diese Sondersammlungen die Arbeit der Keren-Hajessod-Delegierten, ganz besonders in den fernen Ländern, fast unmöglich machen. Wir erklären, daß wir mit unseren zentralen Fonds Palästina bauen, und man verstehe dies nicht, wenn andauernd Sondersammlungen veranstaltet werden. Farbstein meint, daß die ganze Debatte sich nicht auf den Misrachi beziehe, da dieser auf seinen Anteil am Budget verzichtet hat. Der Misrachi war stets loyal zu den Fonds und werde es auch weiter bleiben. Mereminski erklärt, man solle sich nicht so sehr gegen Sonderaktionen wenden, wie gegen die eigenmächtige Verteilung in den verschiedenen Ländern, so z. B. in Amerika. Alle, Arbeiter wie Misrachi, müssen überall bedingungslos für den Keren Hajessod arbeiten. Das heißt natürlich nicht, daß nicht alles getan ING. G. AIGNEKt’S PRIVATE KRAFTFAHRKURSE gegründet 1913 Gabelsbergerstr. 62 # Telephon 51314 Straßenbahnhaltestelle: Kreuzung Augusten-Gabelsbergerstraße der Linien 2, 7, 17; — garantieren als alteingeführtes Unternehmen mit besten Referenzen für vollkommene Qualitäts-Ausbildung werden soll, um der Unordnung abzuhelfen. Rabbi Berlin berichtigt einige Ungenauigkeiten betreffs des Misrachi, der von sich aus sich am United Palestine Appeal nicht beteiligen wollte. Der Keren Hajessod sollte ein Regierungsbudget sein, ist es aber leider nicht. Wenn erst der Weg gefunden wird, daß der Keren Hajessod auch die Bedürfnisse des Misrachi befriedigt, dann wird dieser auch keine Sondersammlungen veranstalten. Dr. H a n t k e erklärt, den Standpunkt aller Gruppen, die Interesse an Sondersammlungen haben, voll zu verstehen. Aber auch diese Gruppen verstehen voll unseren Standpunkt. Es wäre nicht so schlimm, Wenn diese Sammlungen nicht so stark überhand genommen hätten. Wir müssen diese Frage gemeinsam ohne jede Spur von Mißtrauen behandeln. Alle Gruppen tragen heute die moralische Verantwortung, Mittel zu finden, um aus der jetzigen Finanzmisere herauszukommen. S c h a p i r o behauptet, daß die Politik der Exekutive zur Schaffung der Sonderfonds geführt habe und bringt dafür einzelne Beispiele vor, die die Benachteiligung des Hapoel Hamisrachi illustrieren sollen. Großmann bestreitet, daß nur das Budget dem Kongreß einen Sinn gebe. Man müsse mit der Tatsache rechnen, daß unsere nationalen Fonds zurückgehen und die Sondersammlungen Erfolg haben. Wir sollten daher die Sonderfonds eine Zeitlang arbeiten und sich einen Apparat schaffen lassen und erst nach einigen Jahren die Frage der Verständigung behandeln. Einverstanden ist er, daß die Sondersammlungen nur im Einvernehmen mit der Exekutive und dem Keren Hajessod durchgeführt werden, allerdings nur bezüglich der Zeit der Durchführung und nicht der Frage der Durchführung selbst. Kaplansky erklärt, daß die vorgeschlagenen Resolutionen im Widerspruch zu den Kongreßbeschlüssen stehen. Alle geben zu, daß die Sondersammlungen Kreise erreichen, die dem Keren Hajessod nicht zugänglich sind, und auch Mittel schaffen für Dinge, die im Budget nicht bedacht sind. G o 1 d b 1 o o m glaubt, daß, je mehr Fonds wir haben, desto mehr Gelder eingehen. Allerdings leide dadurch der Keren Hajessod. Entscheidend sei nur die Frage der Priorität. H a r z f e 1 d erklärt, daß die Zusammenstellung des Budgets geradezu zu Sondersammlungen zwinge. Man sei jetzt so weit, daß wir vielleicht auch für Kolonisationszwecke einen Sonderfonds werden schaffen müssen. Rosenblüth konstatiert in seinem Schlußwort, daß der jetzige Zustand allgemein als unbefriedigend empfunden werde. Das Aktions-Komitee Adelholzen er Primusquelle Hervorrag. Heilwasser bei Nieren-, Leberu. Blasenleiden Stärkste Rubidiumquelle Europas sehr geeignet zu Hauskuren. B eaPProbierter Apotheker kömmliches Tafelwasser. Hauptniederlage: X CtGUIllä^y 1 München 2 NW 3 Theresienstraße 33 Telephon 27471 Lieferant sämtlicher städtischer Krankenhäuser, Sanatorien und Heilanstalten