Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 31 (3.8.1928)
- Date
- 1928-08-03
- Page
- Seite 473 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 31 Das Jüdische Echo 489 I. MÜNCHENER PLISSEE-BRENNEREI FRANZ QRUBER, MÜNCHEN/ Hohlsaum, Knöpfe, Endeln, Kanten, Kostllmstlckereien Burgstraßei6/3 Knopflöcher Telephon 22975 Mereminski erklärt es für unmöglich, daß die Exekutive, wie es heute der Fall ist, sich wegen jedes einzelnen Zertifikates erst an die Regierung wenden müsse. Die Vorschläge der Kommission sind auf Grund genauer Berechnungen, an denen auch die Exekutive mitbeteiligt war, festgesetzt worden. Nach Reden von Grünbaum, Harzfeld und einem Schlußwort von Supraski werden jene Resolutionen, die keinen budgetären Charakter tragen, angenommen, während über letztere erst nach Annahme des Budgets abgestimmt werden soll. N u r o c k berichtet namens der politischen Kommission über die vorgeschlagene Wahl eines Mitglieds der Exekutive an Stelle des aus politischen Gründen zurückgetretenen Dr. Eder. Gemäß dem Vorschlag der politischen Kommission wird bei Stimmenthaltung der Revisionisten mit allen Stimmen Prof. Brodetski zum Mitglied der Exekutive in London gewählt. Da nach dem Statut drei Direktoren des Keren Kajemeth turnusmäßig auszuscheiden haben — es sind dies die Herren Schocken, Berl Katznelson und Dr. Hantke — wird jetzt eine Neuwahl dreier Direktoren des KKL vorgenommen. Ussischkin schlägt namens des KKL-Direktoriums mit Zustimmung der Exekutive die Wiederwahl von Schocken und Berl Katznelson vor. Da nach allgemeiner Ansicht es nicht gut angängig sei, daß ein geschäftsführender Direktor des Keren Hajessod zugleich Direktor des KKL ist, soll an Stelle Dr. Hantkes Suchowietzki ins Direktorium des KKL gewählt werden. Die Vorschläge Ussischkins werden vom Aktions-Komitee einstimmig angenommen. Zur Frage des Kontrollamtes wird jetzt über die früher zurückgestellte Frage, ob der Kontrolleur nur ehrenamtlich tätig sein soll, entschieden. Die Organisationskommission schlägt vor, mit Rücksicht darauf, daß es sich nur um eine provisorische Regelung handelt, die bis zum nächsten Kongreß gelt, zu beschließen, daß das Amt eines Kontrolleurs ein Ehrenamt ist und weder direkt noch indirekt honoriert werden soll. Da über die personellen Fragen noch nicht entschieden werden konnte, weil noch nicht genügende Voraussetzungen Vorlagen, wird beschlossen, daß die Exekutive der nächsten Aktions-Komitee- Sitzung genaue Personalvorschläge unterbreiten soll. Bis dahin wird die Exekutive, wie sie erklärt, einzelne Personen mit verschiedenen Revisionen beauftragen. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung ist die Frage der nächsten Aktions-Komitee-Sitzung. Kaplansky spricht sich dafür aus, daß die Aktions-Komitee-Sitzungen tatsächlich alle sechs Monate stattfinden und davon sollte jeweils einmal im Jahre eine Sitzung in Palästina abgehalten werden. Großmann wendet sich dagegen, daß jetzt schon über den Ort bestimmt werden soll, und weist auch auf die allzu große Belastung der Mitglieder hin, wenn die Sitzungen häufiger Vorkommen, ganz besonders in einem Kongreßjahr. Nach weiteren Ansprachen von Hellmann, Hindes, Rosenblüth und Motzkin wird der Antrag Kaplansky angenommen, wonach die nächste Sitzung des Aktions-Komitees im Frühling stattzufinden habe, und zwar in Palästina. Nun gelangt die Frage des Palästina-Budgets zur Behandlung. Für die Kommission berichtet Dizengoff Es liegen mehrere Anträge vor, von denen eigentlich keiner als wirklicher Majoritätsvorschlag bezeichnet werden kann. Dizengoff schlägt eine Erhöhung des Budgets um £ 50 000 vor, und zwar sollen die Eingänge des Keren Hajessod um £ 30 000 höher angesetzt werden, während der für Deckung des Defizits und der Keren-Hajessod-Verpflichtungen angesetzte Betrag um £ 20 000 ermäßigt werden soll. Van Vriesland beantragt, den Vorschlag Dizengoff als sogenanntes Budget B. zu behandeln, das erst dann zur Ausführung gelangt, wenn die Mittel für das Budget A. voll aufgebracht sind. Kaplansky erklärt, daß die gemeinsam mit dem Keren-Hajessod-Direktorium vorgenommene Schätzung der Eingänge auf Amerika nicht zutreffe, weil hier dem Keren-Hajessod-Direktorium keine genügenden Grundlagen Vorlagen. Er glaubt, daß die Einnahmen aus Amerika mit £ 30 000 höher angesetzt werden können. Dagegen würde er eine Verminderung des für Dekkung des Defizits vorgesehenen Betrages um nur £ 12 000 vorschlagen, so daß das vorgelegte Budget um genau 10 Prozent erhöht würde. Dizengoff wendet sich gegen den Vorschlag van Vrieslands, während Grünbaum nur eine Erhöhung der Einnahmen wünscht, dagegen eine Verminderung des für das Budget vorgesehenen Betrages ablehnt, weil dies die Gefahr in sich berge, daß in erster Linie die Lehrer die Leidtragenden werden. Miss S z o 1 d gibt die Versicherung ab, daß auch im letzteren Falle die Lehrer keineswegs zu Schaden kommen werden. Sie bemerkt jedoch, daß sich bei keinem Posten des Defizits Möglichkeiten für die Zurückstellung von £ 20 000 bis später ergeben. Die Schätzung des Keren- Hajessod-Direktoriums im vorigen Jahre habe sich bis auf Amerika und Polen in allen Ländern als richtig erwiesen. Nur in Amerika und Polen wurden die angenommenen Beträge nicht erreicht wegen der in diesen Ländern herrschenden inneren Differenzen. Der Vorschlag Grünbaums, das Hadassah-Budget um 10 Prozent zu iäiät omnia