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Das jüdische Echo · 1928-08-03 · 31 (3.8.1928) · p. Seite 469

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
31 (3.8.1928)
Date
1928-08-03
Page
Seite 469 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 31 Das Jüdische Echo 485 Opfer bewußt, die die Arbeiterschaft auf sich genommen hat. Die Arbeiter wollen dort bauen und Neues schaffen und sagen der Exekutive, die dies unmöglich macht, einen Kampf bis aufs äußerste an. B i 1 e s k i erklärt, man vergesse allzusehr die schweren Bedingungen, unter denen die Exekutive die Arbeit übernommen hat. Sie hat viel zur Besserung beigetragen und die, die sie gewählt haben, nicht enttäuscht. Die kolonisatorische Arbeit muß den vorhandenen Mitteln angepaßt sein. Der Kongreß war in seiner Mehrheit dieser Ansicht und wir halten an ihr fest. Schapiro beklagt sich über die ungerechte Behandlung der Siedler des Hapoel Hamisrachi. D i s e n g o f f beantragt Streichung aller kleiner Posten im Budget, da mit ihnen doch nichts anzufangen sei, damit wir unsere Mittel nicht verzetteln. F a r c h y bedauert, daß man nicht über Vergrößerung der Mittel spreche. Man müsse mit neuen Losungen kommen und vor allem die Eroberung der Gemeinden proklamieren, die dann ebenso wie in Bulgarien auch das Geld für den Keren Hajessod aus Steuermitteln bewilligen werden. G rüntjaum wendet sich gegen die unsystematische Aufstellung des Budgets. Manche Posten wurden stark gekürzt, während andere, wie Gesundheitswesen, ganz unberührt blieben. Die Unantastbarkeit der Hadassah müsse aufhören. Auch die administrativen Spesen wurden nicht nennenswert verkleinert. Der Aufbau des Budgets ist somit ein ganz unnormaler. Die Amerikaner sollen offen erklären, ob der Zionismus wirklich schon so schwach sei, daß man sich mit solch geringen Eingängen begnügen müsse. Dr. R u p p i n erkärt seine Ansichten über die Prinzipien, unter denen Bodenkäufe in Palästina getätigt werden sollen. Solange die Mittel des KKL nicht ausreichen, um alle Böden zu erwerben, haben auch private Bodenkäufe ihre Berechtigung. Vor Schluß der Sitzung wird noch anläßlich des 6. Jahrestages der Ratifizierung des Mandates durch England und des 80. Geburtstages Lord Balfours beschlossen, namens des Aktions- Komitees und der Exekutive ein Huldigungstelegramm an Lord Balfour abzusenden. Auf der Mittwochsitzung erklärt T a r t a k ower, daß das Prinzip der Konsolidierung, das an sich richtig ist, während des letzten Jahres unmäßig überspannt wurde. Die Einstellung der Alijah habe nicht nur das Leben in Palästina, sondern auch die zionistische Bewegung im Galuth zur Stagnation gebracht. Im besonderen beklagt sich Redner über Beeinträchtigung des Hechaluz und der Hachscharah-Arbeit. Großmann kritisiert scharf die Exekutive. Das Budget behalte den Charakter eines Takziw bei, worin die Posten eigentlich Subsidien bedeuten. Der Keren Hajessod sei als Kreditfonds gedacht worden. Auch für genügende Landreserven habe die Exekutive keine Vorsorge getroffen. Sie habe auch in einer Reihe von Fällen nicht interveniert. Beim heutigen Zustand der Bewegung seien größere Einkünfte nicht zu erwarten. Dr. H i n d e s weist darauf hin, daß die Exekutive wisse, wohin sie steuere. Das Budget ist beunruhigend, aber daran sei nicht die Exekutive schuld. Die Geldgeber wollen wissen, wie das Geld verwaltet werde, und daher werde das vom letzten Kongreß beschlossene System mit der Zeit auch eine Erhöhung der Eingänge bewirken. S p r i n - z a k fragt, wie sich eigentlich die Exekutive mit einem solchen Budget die Arbeit in Palästina vorstelle. Mit den ausgeworfenen Beträgen lasse sich überhaupt nichts Gescheites anfangen. Ben G u r i o n erklärt, daß die Exekutive nicht nur aus neuen Menschen besteht, sondern auch mit neuen Losungen ihr Amt angetreten habe, der Losung der Wirtschaftlichkeit und der Losung der Überwindung des Mißtrauens an das Werk in Palästina, aber der Glaube an unser Werk ist durch die neue Exekutive keineswegs gestärkt worden. Die Verhältnisse in Amerika bezeugen den Niedergang der Bewegung. Erst der Protest der jüdischen Welt und der Londoner Exekutive haben die Palästina-Exekutive von ihrem Vorhaben abgebracht, die Arbeitslosenfürsorge der Regierung zu überlassen. Der Plan der Arbeiter zur Behebung der Arbeitslosigkeit wurde von der Exekutive für phantastisch erklärt. Erfreulich ist, daß er trotzdem durchgeführt werden konnte. Die dauernden Behauptungen von der Unwirtschaftlichkeit des Arbeiterwerks und der Arbeiterinstitutionen haben in hohem Maße die Zerstörung der Organisation bewirkt. R a b a 1 - s k y bemerkt, daß auch die amerikanische Juden - heit eine wirtschaftliche Krise durchmache. Noch mehr als dies haben jedoch die ungünstigen Nachrichten aus Palästina auf den Rückgang der Eingänge eingewirkt. Die zahlreichen, unabhängig voneinander in Amerika durchgeführten Sammlungen für die verschiedensten Sonderzwecke in Palästina haben die Eingänge des United Palestine Appeal sehr beeinträchtigt. Nötig sei eine Erleichterung der Einwanderungsbestimmungen in Palästina,'da'diese Schwierigkeiten auf die Stimmung im Galuth außerordentlich ungünstig einwirken. Dr. Mossinsohn erklärt, daß in Palästina nie - mand mehr an diese Exekutive glaube. Die Exekutive habe die jüdische Autonomie nicht ge- SrotiWERcK —' G O LD » SCHOKOLADE-PRALINEN

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