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Das jüdische Echo · 1928-07-20 · 29 (20.7.1928) · p. Seite 459

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
29 (20.7.1928)
Date
1928-07-20
Page
Seite 459 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 29 459 Das Jüdische Echo um die loyalen Juden der Slowakei in das internationale Katastrophenspiel hineinzuziehen. Eine Pogromorganisation in Litauen Kowno, 16. Juli. (JTA.) Die neugegründete faszistische Organisation „Eiserner Wolf“, die vor kurzem in Pren bei Kowno unglaubliche antijüdische Ausschreitungen inszeniert hat, hat in den letzten Tagen die Juderischaft des Städtchens Janischok, Kreis Schaulen, in unerhörter Weise terrorisiert und mißhandelt. Mehr als 30 jüdische Bürger, auch Frauen, erlitten Verletzungen. Die Polizei ist untätig. Gegen den Antisemitismus in der Roten Armee und in der Beamtenschaft Moskau, 11. Juli. (JTA.) Das offizielle Organ der Roten Armee, die Zeitung „Krassnaja Armija“, fordert eine kulturelle Aufklärungsarbeit unter den Soldaten der Roten Armee, von denen viele dazu neigen, über ihre jüdischen Kollegen, sogar über jüdische höhere Militärbeamte, antisemitische Bemerkungen fallen zu lassen. Der Vorsitzende des Rayon-Exekutivkomitees von Beschenkowitsch, Wassil Tatirdz, wurde vom Kreisgericht von Witebsk zu einem Jahre Gefängnis verurteilt, weil er sämtliche Bäume auf dem jüdischen Friedhof fällen ließ, um aus dem Material das abgebrannte Volkshaus wieder aufbauen zu lassen. Die Regierung hat eine Kommission zur Untersuchung der Lage der Juden von Daghestan ent- Es weint und lacht klagt und jubiliert und gibt alle Gefühle und Stimmungen wieder, die nur eine Menschenbrust bewegen können! schreibt ein begeisterter Künstler über das Schiedmayer 81 Söhne Piano. Die vollendete Ausdrucksfähigkeit im Ton, wie die für schwere Stücke so wichtige, leichte, elastische Spielart der Schiedmayer 81 Söhne Flügel * Pianos machen den ausgezeichneten Ruf dieser Instrumente in den Kreisen ernsthafter Musiker verständlich. Wenn Sie an einem hochwertigen Instrument Interesse haben, kommen Sie zu uns, wir geben Ihnen gerne ganzunverbindlich Gelegenheit zu vergleichen. 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Der russische Publizist Wolkowski, ehemals Chefredakteur der liberalen russischen Tageszeitung „Utro Rossij“, der Professor Samoilowitsch kennt und in früheren Jahren persönlichen Verkehr mit ihm gepflogen hat, teilt dem JTA-Vertreter mit, daß Samoilowitsch einer angesehenen jüdischen Familie entstammt und selbst ein guter Jude sei. Vor dem Kriege wohnte Samoilowitsch in Petersburg und spielte als angesehener Ingenieur eine große Rolle in der Residenz des Zaren. Er war auch Vertrauensmann deutscher Industrie- Konzerne, wie A. E. G. und Siemens-Schuckert. Nach der bolschewistischen Revolution wurde er von der Sowjet-Regierung als Spezialist in Wirtschafts- und Industriefragen zu staatlichen Werken herangezogen und später zum Professor am Politechnikum ernannt. Als sich nach der Katastrophe der Nobile-Expedition der italienische Regierungschef Mussolini an die russische Sowjet- Regierung mit der Bitte um die Entsendung einer Rettungsexpedition nach der Arktis wandte, betraute die Sowjet-Regierung Prof. Samoilowitsch mit der Leitung der gesamten Rettungsexpedition, die von den großen Eisbrechern „Krassin“ und „Malegyn“ ausgeführt werden sollte. Nach der Befreiung der Mannschaft aus Nobiles Rotem Zelt und der Malmgreen-Gruppe durch den „Krassin“ (bekanntlich wurde auch die Sora-Gruppe von „Krassin“ entdeckt, wodurch erst ihre Rettung mittels Flugzeug ermöglicht wurde), hat Mussolini Prof. Samoilowitsch seinen Dank aussprechen lassen. Die Sitzung des JCA-Rates Paris, 12. Juli. (JTA.) Der Verwaltungsrat der Jewish Colonisation Association (JCA) hielt am 30. Juni in Paris eine Sitzung ab, in deren Verlauf Maßnahmen zur Konsolidierung der Lage in mehreren Zentren Argentiniens, Brasiliens, Kanadas und Palästinas beschlossen wurden. Das Budget für die Fachschulen in Polen wurde genehmigt, weitere Vorschüsse zwecks Verbesserung der jüdischen Landwirtschaft in Polen wurden bewilligt. Schließlich stellte der Rat ansehnliche Kredite zugunsten des landwirtschaftlichen Werkes und der Darlehenskassen in Rußland dem General-Direktorium zur Verfügung. Die Frage einer Selbstregierung Palästinas vor dem Unterhaus London, 15. Juli. (JTA.) In der gestrigen Sitzung des britischen Unterhauses hielt Colonel

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