Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 28 (13.7.1928)
- Date
- 1928-07-13
- Page
- Seite 442 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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442 Das Jüdische Echo Nr. 28 Schübe Dein Kostbarstes — — Deine öefunbbeitl burd) ben Genuß bernikotinarmen Hss=3igaretten Sapljir 4 Pfennig Orange 5 Pfennig Rubin 6 Pfennig Ou,2g/«wenigerNikotin salpeterfreies Papier Keine öefcbmacksänberung zu ßaben in ißrem Spezialgefdjäfte 3igarettenfabrik ASS K. 6. Jüündjen S.0.2 gestaltete sich, wie aus London telegraphiert wird, zu einer außerordentlich eindrucksvollen Kundgebung für den Aufbau des Jüdischen Nationalheims in Palästina. Den Vorsitz führte der Präsident des Komitees, Major Nathan. Die Reihe der Redner eröffnete Lord Melchett (Alfred Mond). Für die Regierung sprach Minister Lord Birkenhead, aus dem linken Lager Frau Ethel Snowden. Sodann sprachen der frühere Vizekönig von Indien, Lord Reading, Chiefrabbi Hertz und James de Rothschild. Zum Schluß hielt der Lordmayor von London eine Begrüßungsrede. Die Sammlung zugunsten des Balfourwaldes auf dem Boden des Keren Kajemeth bei Ginegar brachte ein Ergebnis von £ 16 000. Von größeren Beiträgen seien erwähnt £ 5000 von Bernhard Baron und £ 1000 von Lord Melchett. (Ziko.) Lord Melchett Präsident der englischen zionistischen Föderation London, 9. Juli. (JTA.) Die gestern in London stattgefundene Jahreskonferenz der englischen zionistischen Föderation wählte Lord Melchett (Alfred Mond) zu ihrem Präsidenten. Ferner wurden der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Dr. Chaim Weizmann, zum Ehrenpräsidenten, Rev. J. K. Goldbloom zum Ehrenvizepräsidenten und der bisherige Präsident der Föderation, Philipp Guedalla, zum Vizepräsidenten gewählt. Dem Bericht von Simon Marks war zu entnehmen, daß die Keren-Hajessod-Eingänge in England im Berichtsjahre nur 22 000 Pfund (gegen £ 41 000 im vorangegangenen Jahre) betragen haben. Das Sinken der Einkommenziffer sei daraus zu erklären, daß im vergangenen Jahre Herr Bernhard Baron £ 25 000 gespendet hat, während in diesem Jahre die Sonderbeiträge nur £ 10 000 betrugen. In diesem Jahre wurden aber außerhalb des Rahmens des Keren Hajessod £ 9000 von Lord Melchett für die Arbeitslosen in Palästina gesammelt. — Herr Roß, der den Bericht des Jüdischen Nationalfonds erstattete, erklärte, das Ergebnis der diesjährigen Sammlung für den Nationalfonds sei ein solches, daß man die Möglichkeit hat, mehr Bäume in Palästina zu pflanzen als in den letzten 26 Jahren zusammengenommen. (Über die Stellungnahme der englischen Zionisten zum Bericht der Jewish Agency Untersuchungskommission berichten wir an anderer Stelle dieses Blattes.) Die Judenfrage in Rumänien auf dem Kongreß der Union der Völkerbundgesellschaften Haag, 3. Juli. (JTA.) Der Kongreß der Union der Völkerbundgesellschaften, der am 1. Juli im Haag mit seinen Beratungen begann, ging nach längeren Erörterungen über die Prinzipien und die Probleme des Minderheitenschutzes in die Behandlung der Judenfrage in Rumänien ein, die schon den letzten, in Berlin stattgefundenen Kongreß eingehend beschäftigt hat. Von rumänischer Seite wird mitgeteilt, daß die Debatte einen überaus konzilianten Charakter trug. Es wurde eine Resolution angenommen, in der festgestellt wird, daß die rumänische Regierung und die rumänische öffentliche Meinung die Unruhen von Groß-Wardein verurteilten und daß sich die Lage der Juden in Rumänien verbessert. Synagogenschändung in Polen — Die Bundeslade erbrochen Warschau, 5. Juli. (JTA.) Im Städtchen Swilin, Distrikt Radom, ist in der Nacht die Synagoge von unerkannt gebliebenen Tätern geschändet worden. Am Morgen fand man die Tür zur Synagoge gesprengt, die Thora-Lade und die Thora-Rollen in Stücken zerfetzt herumliegen. Die jüdische Gemeinde ist in Trauer versetzt. Rabiater Antisemitismus in den Sowjetfabriken Moskau, 8. Juli. (JTA.) Die Charkower jiddische Tageszeitung „Der Stern“ veröffentlicht eine Reihe weiterer Fälle von rabiatem Antisemitismus in den Sowjet-Fabriken. In der Kiewer Fabrik „Sichel und Hammer“ griff eine Gruppe Arbeiter einen jüdischen Arbeitskollegen mit eisernen Knütteln und der Feuerwehrspritze an und zwang ihn, die Fabrik zu verlassen. Die kommunistische Fabriksaufsicht griff nicht ein. Ähnliche Tatsachen werden aus der Charkower Fabrik „Lenin“ mitgeteilt. Ein Schulkonflikt in Palästina Jerusalem, 5. Juli. (JTA.) Die Vertreter des Misrachi im Erziehungsrat der Zionistischen Organisation haben unter Protest gegen die von dem jetzigen Leiter des Unterrichts-Departements der Zionistischen Exekutive Palästinas, Dr. Berkson, getroffenen Sparmaßnamen im Unterrichtsbudget ihren Austritt aus dem Erziehungsrat erklärt. Die Durchführung dieser Maßnahmen, erklären die Misrachi-Vertreter, würde den Ruin des Misrachi-Schulwerks bedeuten. Dr. Berkson habe kein Recht gehabt, 65 Misrachi-Lehrer ohne die Einwilligung des Misrachi-Schulinspektors zu entlassen; dies stehe im Widerspruch zu der vom Zionistenkongreß angenommenen Schulverfassung. Im übrigen wird mitgeteilt, daß etwa 200 Lehrer