Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 27 (6.7.1928)
- Date
- 1928-07-06
- Page
- Seite 426 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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426 Das Jüdische Echo Nr. 27 Personalia Justizrat Dr. Eli Straus zum 50. Geburtstag Soeben vor Schluß der Redaktion erhalten wir die Nachricht, daß Herr Justizrat Dr. E1 i Straus, den die hiesige Zionistische Ortsgruppe erst vor einigen Wochen in Anbetracht seiner hervorragenden Verdienste zu ihrem Ehrenvorsitzenden ernannt hat, am 4. Juli den 50. Geburtstag feiert. Mit ihm begeht dieses Fest die unübersehbare Menge seiner Freunde in und außerhalb Deutschlands und die zahlreichen zionistischen und allgemein jüdischen Organisationen, welchen er in führender Stellung angehört. Wenn man die Summe der in dem Jubilar aufgespeicherten jüdischen Energie, die seltene Verbindung von jüdischem Wollen, Wissen und Können auf allen Gebieten betrachtet, so soll an seinem Ehrentag betont werden, daß dieses konzentrierte Judesein ein herrliches Erbgut ist, das er von seinen Eltern überkommen hat. War doch sein verstorbener Vater, der bekannte Bankier Samuel Straus in Karlsruhe, ein anerkannter Führer der deutschen Orthodoxie und dabei ein Wohltäter ohnegleichen und seine so früh dahingeschiedene Mutter, eine Tochter des bekannten Bankiers J. L. Feuchtwanger in München, ebenfalls ein Patriarch von führender Bedeutung innerhalb der deutschen Orthodoxie. In diesem Vaterhaus genoß unser Freund jene alljüdische Erziehung, die ein Gnadengeschenk für Fließende Töne — ein hauchzartes Ablösen von Akkorden in wundervollen Übergangen, unnachahmliches Crescendo, das höchste Steigerungen zuläßt und wjeder in leisen Tonwellen ausklingt, — das ist Harmoniumspiel! Hören Sie einmal Sdiiedmayer & Söhne Harmoniums ganz unverbindlich In unserem Lager an. 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Daher kommt es, daß nicht nur der Zionismus ihn als Führer reklamiert, sondern das gesamte deutsche Judentum und vor allem die jüdische Gemeinde München, als deren zweiter Vorsitzender im Vorstand er seit einer Reihe von Jahren die Verwaltung der gemeindlichen Angelegenheiten, besonders auch auf sozialem und finanziellem Gebiet auf das günstigste beeinflußt hat. Das gleiche gilt von seiner Tätigkeit im Landesverbände der bayerischen jüdischen Gemeinden und neuerdings in der Vorbereitung des Reichsverbandes deutscher Juden. Immer und überall zeigt sich sein hohes organisatorisches Können, verbunden mit einem echt jüdischen Seeleninhalt, dem eine rein verwaltende, geschäftsmäßig formelle Erledigung durchaus fernliegt. Wir wünschen dem Jubilar und seiner ganzen Familie, daß es ihm vergönnt sein möge, noch viele Jahre in vollster Gesundheit in allen seinen bisherigen Positionen unser jüdischer Führer und Meister zu bleiben. E. F. Geschäftliches Frau M. G r e i m e 1, Schraudolphstraße 20/III, empfiehlt sich, vor allem auch den verehrlichen Ärzten, zur sorgfältigen Ausführung jeder Art von Massage und aller ärztlichen Verordnungen in und außer dem Haus. Gemeindenu. Vereins-Echo Bar-Kochba. München. Am Donnerstag, dem 12. Juli 1928, veranstaltet die Münchener zionistische Jugend eine Herzl-Feier, an welcher sich der Bar-Kochba beteiligt. Wir fordern unsere sämtlichen Mitglieder auf, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Dieselbe findet im „Steinickesaal“, Adalbertstraße 15, abends 8.30 Uhr, statt. (Die Sportabteilung geht nach dem Training geschlossen hin.) Der Eintritt kostet für unsere Mitglieder 50 Pf. Die Vorstandschaft. Bar-Kochba, München. Leichtathletik- und Handballabteilung. Wir können mit Genugtuung feststellen, daß unsere junge Handballabteilung große Fortschritte gemacht hat. Obwohl die Abteilung erst in diesem Frühjahr ins Leben gerufen wurde, hat sich unsere Mannschaft schnell zusammengefunden, hat sich durch eifriges Training eine gute Technik, Stellungsspiel, Schnelligkeit und Ausdauer angeeignet, die sie zu einem sehr beachtenswerten Gegner für alle Handballmannschaften gemacht hat. Wir können uns wirklich darüber freuen. Aber nun heißt es die Ferien gut ausnutzen. In unserem neuen Sportlehrer Breit haben wir einen ganz hervorragenden Trainer gefunden. Deshalb heißt die Parole: trainieren! Die im August beginnenden Verbandsspiele müssen uns in Hochform sehen. Wir haben zwei Mannschaften gemeldet, welche am kommenden Sonntag, dem 8. Juli, vormittags Fortsetzung siehe Seite 430.