Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 26 (29.6.1928)
- Date
- 1928-06-29
- Page
- Seite 407 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 26 Das Jüdische Echo 407 dienst und Kulturarbeit glaubt die Kommission, daß die Anerkennung des Prinzips, daß Industrie und Landwirtschaft auf einer ökonomischen Grundlage unter Einschluß eines entsprechenden Ertrages des investierten Kapitals errichtet werden müssen, eine notwendige Vorbedingung für das allmähliche Steigen des erwünschten Lebensstandards ist. 3. Die jüdische Gemeinschaft sollte einen Apparat der Verständigung schaffen, um Verluste zu vermeiden, die durch Arbeitskonflikte in Industrie und Landwirtschaft verursacht werden. Ein solcher Verständigungsapparat könnte am besten geschaffen werden durch Begründung einer Körperschaft, die auf der einen Seite aus Vertretern der Arbeitgeber in Industrie und Landwirtschaft, auf der anderen Seite aus einer gleichen Zahl von Vertretern der Arbeiterorganisationen besteht. Alle Angelegenheiten in Industrie und Landwirtschaft, die zu Arbeitskonflikten zu führen drohen, sollten dieser Körperschaft übertragen werden, und zwar auf Verlangen einer der beiden Parteien. Die Körperschaft soll alle Anstrengungen machen, um eine Beilegung des Konfliktes durch gegenseitige Verständigung herbeizuführen, vorausgesetzt, daß die in Frage stehenden Dinge nach ihrer Meinung wichtig genug sind, um eine Behandlung herbeizuführen. Der Dienste eines unparteiischen Vorsitzenden sollte man sich, wenn erforderlich, versichern. 4. Kooperative Organisationen der Produzenten und Konsumenten, ebenso wie Organisationen der Arbeiter, sollen gefördert werden. Solche Organisationen sollen auf gesunden Geschäftsprinzipien und nicht nach doktrinären Theorien gegründet werden. VIII. Finanzen 1. In Anbetracht dessen, daß eine gewisse Zeit bis zur Errichtung der erweiterten Jewish Agency und bis zur Durchführung der Vorschläge der Joint Palestine Survey Commission unvermeidbar verstreichen wird, müssen alle Anstrengungen gemacht werden, um die Lage der bestehenden zionistischen Fonds (Keren Hajessod und Keren Kajemeth) während der Übergangszeit zu stärken, damit die konstruktive Tätigkeit und das Konsolidierungswerk nicht leiden. 2. Das minimale Jahresbudget, beginnend mit dem Finanzjahr 1929 bis 1930, ist ungefähr eine Million Pfund. Diese Summe wurde in folgender Weise errechnet: a) Neue Kolonisation nach Konsolidierung der bestehenden Siedlungen (wobei die Auszahlung nur erfolgen darf nach Abschluß von die Rückzahlung genau festsetzenden Verträgen) nicht weniger als £ 250 000.—. b) Konsolidierung von Finanz- und genossenschaftlichen Institutionen zur Verbesserung der Verschiffung und Marktgewinnung Jß 100 000.—. I. MÜNCHENER PLISSEE-BRENNEREI FRANZ QRUBER, MÜNCHEN] Hohlsaum, Knöpfe, Endeln, Kanten, KostUmstlckereieu Burgstraße16/3 Knopflöcher Telephon 22975 c) Weitere Landkäufe (die jedoch nur durchzuführen sind, wenn der Boden zu angemessenem Marktpreis erworben werden kann) Jß 200 000.—. d) Anleihen an neue seßhaft gewordene Siedler (die Posten a, b, c sind solche, die durch Rückzahlungen zurückfließen.) e) Elementarerziehung (Ergänzung zur Regierungs- Subvention), Universitäts-, technische, Mittelschul- und religiöse Erziehung Jß 120 000.—. f) Technische Ausbildung von Immigranten und Unterstützung an Arbeiter Jß 50 000.—. g) Konsolidierung von Spitälern und Subventionen für Spitäler Jß 100 000.—. h) Verwaltung der Jewish Agency und ihrer Fonds £ 80 000.—. i) Verschiedenes £ 50 000.—. Insgesamt £ 1 000 000.—. Das vorstehende Budget basiert auf der Annahme, daß die Regierung hinreichende Gelder zur Verfügung stellen wird für Zwecke, die nach unserer Meinung den Charakter von Regierungsaufgaben tragen, und daß die Jewish Agency strikte Sparsamkeit bei der Sammlung und Verwaltung in Anwendung bringt. Man geht nicht zu weit, wenn man erwartet, daß die Vereinigten Staaten nach der Errichtung der Jewish Agency ein Minimum von 3 000 000.— Dollar" j ä h,r 1 i c h für die Dauer von fünf Jahren aufbringen werden, und daß ein gleicher Betrag von allen anderen Ländern, die zu dem Palästina-Fonds beitragen, aufgebracht werden wird. Aus den Schlußfolgerungen, welche diese Kommission gezogen hat, und aus den Untersuchungen der Experten geht hervor, daß die künftige ständige Entwicklung des Heimlandes in Palästina in erster Reihe von den für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Geldern abhängt. Das jetzige Budget des Keren Hajessod reicht kaum aus, um die laufenden Arbeiten aufrechtzuerhalten und die notwendige Konsolidierung der bereits erworbenen Besitzungen sowie die wirtschaftliche Entwicklung der bereits bestehenden Unternehmungen durchzuführen. Wenn nicht mehr Geld vorhanden ist, kann die Kommission nur empfehlen, daß gegenwärtig keine neuen Unternehmungen in Angriff genommen werden. Die Kommission hat jedoch das unabweisliche Empfinden, daß eine Politik, die eine frische und erneute Entwicklung, den Erwerb neuen Bodens, die Gründung neuer Kolonien, die Inangriffnahme weitreichender Pläne von großer Bedeutung für das ADLERWERKE vorm. Heinrich Kleyer A.-G. Frankfurt a. M. Filiale München, Auaustenstraße 40 ^10 PS STANDARD 6 ZYLINDER We tere Typen: 6/25-11/50-18/80 PS der führende deutsche Gebrauchswagen, sofort lieferbar Lieferwagen für 400 und 800 kg. Schnell-LastwagenL9für 17, Tonnen