Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 25 (22.6.1928)
- Date
- 1928-06-22
- Page
- Seite 394 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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394 Das Jüdische Echo Nr. 24 Juden das Verständnis für ein solches, gelinde gesagt, hinterlistiges und würdeloses Verfahren fehlt, das auch bei der weitesten Auslegung nicht zu den satzungsgemäßen Aufgaben des C.-V. gerechnet werden kann. Jedenfalls verliert er dadurch vollständig das Recht für solche Arbeit Subventionen jüdischer Gemeinden und Verbände zu beanspruchen, die doch von allen jüdischen Steuerzahlern aufgebracht werden müssen. Und darüber scheint nun uns wieder Aufklärung dringend notwendig. Die Beratungen der Jewisb-Ägency-Kommission London, 16. Juni. (JTA.) Die Mitglieder der vereinigten Palästina-Prüfungskommission und die Mitglieder der Exekutive der zionistischen Organisation hielten am 14. Juni im Zentralbüro der Zionistischen Organisation eine gemeinsame Sitzung ab. Den Vorsitz führte Herr Louis Marshall. Anwesend waren die Mitglieder der Kommission, die Herren Felix M. Warburg, Dr. Lee K. Frankel und Direktor Oskar Wassermann, ferner die Mitglieder der zionistischen Exekutive Dr. Chaim Weizmann, Nahum Sokolow, Dr. M. D. Eder, Dr. Harry Sacher und Felix Rosenblüth, sowie der geschäftsführende Direktor der jüdischen Kolonialbank Dr. G. Halpern, der Vertreter des Hauptausschusses des Keren Hajessod Dr. B. Feiwel und Dr. A. Ruppin. Die Herren Harry Sacher und Dr. Ruppin gaben eingehende Erklärungen und beantworteten eine Reihe von seitens der Kommissionsmitglieder an sie gerichteten Fragen. Aus der jüdischen Welt Die Ressortverteilung bei der 'Z.V.f.D. Berlin, 14. Juni. (JTA.) Die neu gewählte Leitung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland hat unmittelbar nach dem Delegiertentag ihre Arbeit aufgenommen. In der konstituierenden Sitzung des Geschäftsführenden Ausschusses, die am Mittwoch, dem 6. Juni, stattfand, wurden die Ressorts wie folgt verteilt: Kurt Blumenfeld: Vertretung der Z.V.f.D. nach innen und außen. Innerjüdische Politik in Deutschland. K.K.L. Alfred Berger: Soziale Arbeit. Dr. Bileski: Vorbereitung der Sitzungen des Geschäftsführenden Ausschusses, Bearbeitung juristischer Fragen, Korrespondenz mit deutschen Zionisten in Palästina. Dr. Nahum Goldmann: Kulturarbeit. (Dezernent außerhalb des Geschäftsführenden Ausschusses Dr. Sali Hirsch.) Dr. Kanowitz: Verwaltung der Z.V.f.D., Propaganda, Jugendarbeit, Publikationen. Dr. Kollenscher: Gemeindearbeit. Dr. Landauer: Sondersammlungen, Hachscharah, Alijah, Administration der „Jüdischen Rundschau“. Richard Lichtheim: Schekelpropaganda, Privatinitiative, Ansiedlung deutscher Zionisten in Palästina. Dr. Martin Rosenblüth: Personalfragen, Pro-Palästina- Komitee. (Hechaluz.) H. H. Ende Juni Tagung der in der Gemeindearbeit stehenden Zionisten Berlin, 14. Juni. (JTA.) Der Landesverband der Z.V.f.D. beschloß in seiner ersten Sitzung, die im Anschluß an den Delegiertentag in Breslau stattfand, Ende Juni eine Tagung der in der Gemeindearbeit stehenden Zionisten einzuberufen. Diese Tagung wird zunächst zu den Beschlüssen der Gemeindekommission des Delegiertentages Stellung zu nehmen haben. Nach diesen Beschlüssen soll die gesamte Gemeindepolitik einer gründlichen Nachprüfung unterzogen werden. Die Tagung findet am Sonntag, dem 24. Juni, in Berlin statt. Eine Kundgebung des deutschen Pro-Palästina- Komitees mit Emile Vandervelde Berlin, 14. Juni. (JTA.) Auf Einladung des deutschen Pro-Palästina-Komitees wird am Sonntag, dem 24. Juni, abends, der ehemalige belgische Ministerpräsident und Außenminister Emile Vandervelde, der soeben von einer Reise durch Palästina zurückgekehrt ist, in einer großen Veranstaltung über das Thema: „Mes impressions de voyage en Palestine“ sprechen. Diese Kundgebung wird sich an die große jüdische Öffentlichkeit wenden. Dr. Magnes spricht zu jüdischen Gelehrten Deutschlands Berlin, 18. Juni. (JTA.) Der Kanzler der Hebräischen Universität zu Jerusalem, Dr. J. L. Magnes, weilte in diesen Tagen in Berlin und in anderen Orten Deutschlands, um mit verschiedenen jüdischen Gelehrten und Universitätsprofessoren Besprechungen betreffs deren Unterstützung der Lehrtätigkeit der gegenwärtig in der Ausgestaltung zu einer Hochschule sich befindenden Hebräischen Universität zu pflegen. Unter dem Vorsitz von Herrn Professor Dr. M. Sobernheim und im Beisein von Dr. J. L. Magnes fand in Berlin eine Besprechung jüdischer Gelehrter statt, der u. a. die Herren Professoren Mittwoch, Elbogen, Gutmann, Marcon, Professor Mann aus Cincinnati, ferner Dr. Ahlbeck, Dr. Grünberg und Dr. Fritz Baer beiwohnten. Herr Dr. Magnes gab detaillierte Aufklärungen über die Ausgestaltung der Hebräischen Universität, besonders des Institutes für Judaistische Studien, die Gründung des Orientologischen Institutes, die Eröffnung des Institutes für Naturwissenschaften usw. Im Anschluß an die Darlegungen von Dr. Magnes fand eine rege Aussprache statt. Seitens der versammelten Gelehrten wurden vielfach Anregungen gegeben, die Herr Dr. Magnes mit Dank entgegennahm. Vornehms Beleuchtungskörper Zuglampen Tisch- und Ständerlampen Alabasterschalen J.WINHART&Co. Marsstrasse 7 (am Hauptb.) Ein Rekordmonat des Keren Hajessod. — Maieingänge: £ 58 541 Jerusalem, 14. Juni. (JTA.) Die Eingänge des Keren Hejessod im Monat Mai betrugen 58 541 Pfund; sie stellen einen Rekord im laufenden Budgetjahre dar. Zu dieser Gesamtsumme steuerten u. a. bei: Amerika £ 30 651, Südafrika (Kampagne Col. Kisch) £ 10 000, England (Inkl. 5000 von Bernhard Baron) *£ 5650, Großrumänien £ 3099, Argentinien £ 2000, Deutschland £ 1551.