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Das jüdische Echo · 1928-06-08 · 23 (8.6.1928) · p. Seite 63

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
23 (8.6.1928)
Date
1928-06-08
Page
Seite 63 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 23 Das Jüdische Echo 363 leichterung der Einwanderung bemittelter Personen und Angehöriger palästinischer Einwohner vorbereitet. Palästina-Touristen dürfen im Lande seßhaft werden Jerusalem, 30. Mai. (JTA.) Die Palästinaregierung hat zwei jüdische Familien, die auf Touristenpässen ins Land kamen und wegen Überschreitung der Aufenthaltszeit ausgewiesen werden sollten, nachträglich erlaubt, sich dauernd in Palästina niederzulassen. Drei weiteren jüdischen Touristenfamilien wurde erlaubt, solange im Lande zu bleiben, bis über ihren Fall entschieden werden wird. Die sechste der ausgewiesenen Familien hat inzwischen, ohne eine Entscheidung abzuwarten, das Land verlassen. Die Kommunistenausweisungen in Palästina — Hungerstreik Jerusalem, 1. Juni. (JTA.) Die elf jüdischen Kommunisten, die zu Gefängnisstrafen und Landesverweisung verurteilt worden sind, begannen im Gefängnis einen Hungerstreik. Sie klagen über brutale Behandlung. Das Jaffaer Gericht hat zwei Juden, Chaim Schlesinger und Joseph Baskin wegen Zugehörigkeit zur kommunistischen Bewegung zu je zwei Monaten Gefängnis und zu Landesverweisung verurteilt. S. Ch. Landau, Mitglied der Weltzentrale des Misrachi. gestorben Jerusalem, 4. Juni. (JTA.) Herr S. Ch. Landau, Mitglied der Weltzentrale des Misrachi (Merkes olami schel hamisrachi), ist hier verstorben. S. Ch. Landau gehörte dem Hapoel hamisrachi an und ging vor etwa drei Jahren als Mitglied des Merkas des Misrachi nach Palästina. Innerhalb des Merkas olami widmete er sich insbesondere den Angelegenheiten der misrachistischen Arbeiterschaft mit großer Hingabe und Talent. Unter der palästinischen Arbeiterschaft war er sehr populär. In den Kreisen des Misrachi herrscht über das Ableben von S. Ch. Landau tiefe Trauer. JulSchreirjcr Kraftfahrzeuge, Bluftenburgstraße 91 Telephon 63456 Opel und Studebaker Vertretung SpezialaReparaturwerkstätte Günstige Ratenzahlungen Von der Hebräischen Universität in Jerusalem Am 18. Mai hielt Dr. Magnes vor den Professoren und Lehrern ein Referat über die Pläne, die er in London dem Kuratorium der Universität auf der Sitzung vom 3. Juni zu unterbreiten beabsichtige. Das Budget des nächsten Jahres werde <£ 67 000 betragen. Es sollen folgende neue Lehrstühle errichtet werden: Allgemeine alte Literatur; allgemeine neue Literatur; klassische Philosophie; neue Philosophie; griechische und römische Geschichte. (Ziko.) Arabische Gerüchte über die Ernennung eines neuen High Commissioner für Palästina Verschiedene arabische Zeitungen Palästinas verzeichnen das Gerücht, daß Lord Plurner eine Verlängerung seiner Amtsdauer abgelehnt habe und daß die britische Regierung noch vor der Ernennung von Luke zum Zivilsekretär bereits einen neuen High Commissioner für Palästina designiert habe, dessen Name allerdings noch geheim gehalten werde. Manche arabische Zeitungen raten auf Sir Gilbert Clayton. (Ziko.) Von der „Habimah“ Die „Habimah“ feiert in Palästina andauernd Triumphe. Alle ihre Vorstellungen waren bisher ausverkauft. Einer ihrer letzten Vorführungen in Tel-Awiw wohnten im Beth Am gegen 4000 Personen bei. Die „Habimah“ gastiert jetzt in Haifa, von wo sie wieder für einige Abende nach Jerusalem zurückkehrt und vielleicht sich auch noch entschließt, auch Tel-Awiw nochmals zu besuchen. Auch in den Siedlungen von Emek fand eine Reihe von Vorstellungen statt. In Daganiah wohnten den Vorstellungen des „Golem“ und des „Dybuk“ jedesmal über 3000 Zuschauer bei. Ebenso stark besucht war die Vorstellung des „Ewigen Juden“ in Ein Charod. In Palästina sind Bemühungen im Gange, um dort ein dauerndes Verbleiben der „Habimah“ zu ermöglichen. Personalia Simon Dingfelder Nofloh ateress roschenu! Gefallen ist die Krone unsers Hauptes! Diese prophetische Klage kennzeichnet treffend den überaus schweren Verlust, den die jüdische Lehrerschaft Bayerns, ja des ganzen Deutschen Reiches erlitten hat durch das jähe, allzufrühe Hinscheiden unsres Simon Dingfelder. Verlieren wir doch in ihm unsren tatkräftigsten Führer, den das Vertrauen der gesamten Kollegenschaft an die Spitze des Bayerischen Israelitischen Lehrervereins gestellt hatte. Mit warmfühlendem Auto-METZGER MÜNCHEN Seidlstr. 30, F.

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