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Das jüdische Echo · 1928-06-08 · 23 (8.6.1928) · p. Seite 59

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
23 (8.6.1928)
Date
1928-06-08
Page
Seite 59 (sequence 7)
Language
German
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Ir. 23 Das Jüdische Echo 359 \ >ir Alfred Mond gibt Felix M. Warburg ein Diner j London, 4. Juni. (JTA.) Sir Alfred Mond, der j jritische Wirtschaftsführer und frühere Minister, J iat heute zu Ehren des amerikanischen Finanzj nannes Felix M. Warburg, der zur Sitzung der f fewish-Agency-Kommission in London eingetrof- 1 I en ist, ein Diner gegeben, dem prominente Per- |;•;önlichkeiten der britischen politischen und Finanz- J \ velt, sowie Baron James de Rotschild, aus Paris,;■ i )eiwohnten. j; l Ein Vorschlag Oskar Wassermanns;i London, 4. Juni. (JTA.) Wie die Jüdische; Telegraphen-Agentur erfährt, gedenkt Direktor : i 3skar Wassermann (Berlin) der Jewish-Agency- * Kommission, die am 9. Juni in London zu ihrer ert den Sitzung Zusammentritt, den folgenden Vorschlag zu unterbreiten: * Die Jewish Agency- Kommission »ibernimmt die Führung des Koloni- , pations Werkes in Palästina aus den Hände n der Zionistischen Organisation und schafft die nötigen Fonds?iür dieses Werk. Direktor Wassermann wird wahrscheinlich die Höhe! 'dieses Fonds mit 20 Millionen Dollar j [beziffern. M! In führenden zionistischen Kreisen harrt man I mit Interesse der Entscheidung der Jewish-Agency-; Kommission und ist insbesondere darauf gespannt, f ob Louis Marshall und Felix M. Warburg, die Füh- | i rer der amerikanischen Nichtzionisten, den Vor-; schlag Oskar Wassermanns unterstützen und! ihrerseits mit Vorschlägen über die Art und Weise j? der Aufbringung des nötigen Kapitals hervortre- | J ten werden. Nach Meinung der zionistischen Füh- ' rer hängt das Schicksal der Jewish Agency davon I | ab, ob sich die Kommission in ihrer ersten Sitzung i zu solchen konkreten Maßnahmen entschließen wird1 |! oder nicht. f f Dr. Sacher und Ruppin wohnen die Jewish-Agency- | j Beratung bei; ‘ Jerusalem, 1. Juni. (JTA.) Dr. Harry Sa- ■\ eher, Mitglied der Zionistischen Exekutive Paläj stinas, und Dr. Arthur Ruppin haben sich nach l London zur Teilnahme an der am 9. Juni dort be- 1 ginnenden Beratung der Jewish-Agency-Kommis- ■j ■ sion begeben. bkr»-' n OANU KRArTFAHnZCIIC Ä VBRTIIICB/' C.< INCHEN SCHELLINGSTRASSE 39 / TELEPHON 23741 / 29073 Aus der jüdischen Welt Jahresversammlung des Allgemeinen Rabbiner- Verbandes in Deutschland — Thema: „Die Forderungen des Judentums für die Gestaltung des Lebens“ Berlin, 1. Juni. (JTA.) Am 29. und 30. Mai fand in Berlin die Jahresversammlung des Allgemeinen Rabbinerverbandes, an der fast alle deutschen Rabbiner und auch mehrere Rabbiner aus den Nachbarländern teilnahmen, unter Leitung seines Vorsitzenden, Rabbiner Dr. Baeck, statt. Die nichtöffentliche Sitzung am ersten Tage diente der Erstattung und Besprechung des Geschäftsberichts. Der zweite Tag, dessen Verhandlungen Vertreter der großen jüdischen Gesamtorganisationen beiwohnten, hatte zum Thema: „Die Forderungen des Judentums für die Gestaltung des Lebens“. Nach einer einleitenden Rede des Vorsitzenden über Recht und Pflicht des Rabbiners, zu den großen sozialen Fragen Stellung zu nehmen, und nach Ansprachen von Prof. Türk im Namen des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden, von Direktor Kareski im Namen der jüdischen Gemeinde Berlin und von Dozent Dr. Lewkowitz im Namen der theologischen Bildungsanstalten, wurden die Referate erstattet: „Über Wirtschaftsethik“ sprachen Lewkowitz (Berlin) und Arthur Lewy (Berlin), über „Bodenreform“ Salzberger (Frankfurt a. M.), über „Bevölkerungspolitik“ Eschelbacher (Düsseldorf). Die Diskussion, die mehrere Stunden in Anspruch nahm, erstreckte sich auf alle Seiten dieser Probleme. Das neue Heim des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden Berlin, 1. Juni. (JTA.) Uns wird mitgeteilt: Nach langen Bemühungen ist es dem Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden endlich gelungen, für sein Büro passende Räume zu finden. Bislang war der Landesverband in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Berlin behelfsmäßig untergebracht. Die zunehmenden Arbeiten machten die Vergrößerung des Büros unumgänglich notwendig. Ab 6. Juni d. J. lautet die Anschrift: Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden, Charlottenburg 2, Kantstraße 158 (Fernsprecher: Bismarck 6071/72). Das Büro liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Zoologischer Garten. Als Untermieter hat der Landesverband die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden aufgenommen, die voraussichtlich am 1. Juli die neuen Räume beziehen wird. Am 17. Juli Beginn der A.C.-Tagung in Berlin Berlin, 3. Juni. (JTA.) Die nächste Sitzung des Aktions-Komitees der Zionistischen Weltorganisation wird, wie verlautet, am 17. Juli d. J. in Berlin beginnen. Adolf Fraenkel Professor in Kiel Berlin, 3. Juni. (JTA.) Der außerordentliche Professor der Universität Marburg, Dr. Adolf Fraenkel, ist zum ordentlichen Professor der Mathematik an die Universität Kiel berufen worden. Er ist der erste Zionist in Deutschland, der eine .solche Berufung erhidt. Sein Hauptarbeitsfeld sind die Grenzgebiete zwischen Philosophie und Mathematik. Sein Hauptwerk ist ein Buch der Mengenlehre, das jetzt in dritter Auflage erscheint. Auf einer Palästinareise hielt Fraenkel eine Gastvorlesung an der Universität Jerusalem in hebrä- I 3 /

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