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Das jüdische Echo · 1928-06-08 · 23 (8.6.1928) · p. Seite 57

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
23 (8.6.1928)
Date
1928-06-08
Page
Seite 57 (sequence 5)
Language
German
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>Ir. 23 Das Jüdische Echo 357 Nr. 2; mi, behändesschland einer ürnberführen, Adelholzener Primusquelle Stärkste Rubidiumquelle Europas sehr geeignet zu Hauskuren. B e kömmliches Tafelwasser. Hauptniederlage Hervorrag. Heilwasser bei Nieren-, Leberu. Blasenleiden approbierter Apotheker . Au 1 _approbierter Apotheker . Otto Pachmayr München 2 nw 3 Theresienstraße 33 Telephon 27471 Lieferant sämtlicher städtischer Krankenhäuser, Sanatorien und Heilanstalten orische i 1er der Tagung überall dort, wo aus Urwahlen über: lervorgegangene Landesversammlungen existieren, Äht«; i vron diesen nach den Grundsätzen des Proportioin die! lalwahlrechts gewählt werden; wo solche demo- : mehr: cratische Wahlen nicht stattfinden, seien Urwahgenöl en auszuschreiben. Die Vertreter Sachsens und zu ver- Hessens erklärten, daß sie, falls ein solcher Be- [ über Schluß gefaßt würde, dem Reichsverband nicht öglich-, 4 beitreten würden. Eine solche Ausschreibung von lestimj l Urwahlen würde in Sachsen Rückwirkung haben! i auf die Wahlen zu den Gemeinden, die getrennt Herreii $ nach Inländer- und Ausländerkurien stattfinden, ), daß i wobei die Inländerkurie trotz geringerer Anzahl i auch [ der Mitglieder mehr Mandate zu besetzen hat. :hlüsse, * Gegen diese Auffassung polemisierte der Volkspar- : billi-! ' teiler Dr. Sandler, der jede Beschränkung der chor-j ' Ostjuden als in Widerspruch zu den Tendenzen, mein-1 k auf denen sich der Zusammenschluß aller Juden ar aus , in Deutschland aufbauen müsse, erklärte. Schließ- Irgane? wurde eine Übergangsbestimmung angenomiwähli men> na°b der die Abgeordneten der beiden ge- 'erlan-i nannten Verbände für die erste Wahlperiode durch tarnenf die Verwaltungsbehörden der beiden Landesvern ge.1 ■ bände zu ernennen sind. e nur;hver- :tzung :r die. leyer,j Ver-' insatz dem iß je-1 le im' Demr foli rn 5, rg l Iden- Bre-! leliti-! stelle lände ent- Darüber hinaus wurde beschlossen, daß der \ Rat 12 Mitglieder der Tagung von sich aus berui fen dürfe, die als sogenannte „Kulturträger“ be- ■ zeichnet wurden. Es sollen dies Vertreter der theologischen Lehranstalten, der Zentralwohlfahrtsstelle, der Kantoren- und Lehrerverbände; und anderer nichtpolitischer Reichsorganisationen sein. Eine eingehende Debatte entwickelte sich über ' die im Entwurf vorgesehenen „Ausschüsse in re- V ligiösen Angelegenheiten“. Es wurde beschlossen,; neben den Ausschüssen der beiden religiösen . Hauptrichtungen weitere Ausschüsse dann zu bil- : den, wenn eine Minderheit, die mindestens ein; Fünftel der Abgeordneten umfaßt, dies für sich beansprucht. — Den Ausschüssen soll ein Vetorecht gegen Verbandsbeschlüsse zustehen, wenn den Beschlüssen religiöse Gewissensbedenken ent- : gegenstehen. Alsdann soll nur der Beschluß einer Richtung, nicht aber ein Verbandsbeschluß erfolgen dürfen. Jürn- Die Bestimmung über die Aufbringung der Mittel i als des Reichsverbandes (Umlagen der Landesver-;senbände nach ihrer Seelenzahl) wurden am Montag irga-! vormittag noch ausführlich besprochen. Der Beides- 1 ' Schluß entspricht dem Entwurf. Ebenso wurde der im Entwurf vorgeschlagene Name „Reichsverg band der deutschen Jude n“ angenommen, , unter Zurückweisung der formalistischen Bedenken, die von einzelnen Herren geltend gemacht 5 v wurden. — Der Reichsverband soll am 1. Januar 1929 in Kraft treten. Eine kleine Kommission wurde eingesetzt, um lim die Beschlüsse formell zu redigieren. Die Verfas- sung wurde dann den Landesverbänden zugeleitet, die in ihren Körperschaften über die Annahme zu beschließen haben. Als erster Landesverband ,2 wird der bayerische am 17. Juni in Bamberg zu; der Angelegenheit Stellung nehmen.!um Ein Äufruf des Hilfsvereins für die bulgarischen Juden Berlin, 31. Mai. (JTA.) Die Nachrichten, die dem Hilfsverein der Deutschen Juden aus dem Erdbebengebiet in Bulgarien zugegangen sind, und dringende Gesuche um Hilfe haben den Hilfsverein veranlaßt, eine Hilfsaktion zugunsten der jüdischen Wiederaufbauarbeit in Bulgarien einzuleiten und einen Aufruf an die deutschen Juden zu erlassen, das Hilfswerk für die bulgarischen Juden zu stützen. Der Hilfsverein, der bis zum Kriege in Bulgarien ein Netz von Schulen unterhalten hat, die nun zum Teil durch das Erdbeben zerstört worden. In Philippopel, Tschirpan, Bazardjik, im dem jüdischen Rettungswerk teilzunehmen. Der Aufruf lautet: „Die bulgarischen Juden sind durch das Erdbeben vom 14. und 18. April schwer heimgesucht worden. In Philippopel, Tschirpan, Bazardjik, im ganzen Marizagebiet, hausen die Opfer der Katastrophe im Freien. Ein Drittel der jüdischen Bevölkerung Bulgariens ist obdachlos und erwerbslos geworden. Die Regierung und die jüdischen Gemeinden Bulgariens bieten alles auf, um dem furchtbaren Elend abzuhelfen. Die hereingebrochene Not übersteigt aber die Kraft des Landes. Neben der unmittelbaren Notstandsaktion für die obdachlosen Familien, die Hungernden und Frierenden, die Tausende herumirrender Kinder, die in Baracken zusammengepferchten Verwundeten und die an epidemisch ausgebrochenem Scharlach und Typhus Darniederliegenden besteht eine nicht weniger dringende Aufgabe, die vernichteten Existenzen wieder aufzurichten. Es tut not, die Wohnstätten, die Krankenhäuser, die Schulen und die Synagogen wieder aufzubauen und vor allem, Erwerbsmöglichkeiten zu schaffen. Die bulgarischen Juden haben sich in ihrer großen Sorge an den Hilfsverein der Deutschen Juden gewandt. Sie haben die Hilfe ausländischer jüdischer Gemeinden bisher nie beansprucht. In ihrer Notlage glauben sie jetzt die Sympathien und die Hilfsbereitschaft der deutschen Juden anrufen zu dürfen. Wie groß auch die Not unter uns deutschen Juden ist — wir müssen und in diesem Augenblick angesichts des elementaren Naturereignisses, das die bulgarischen Juden so schwer getroffen hat, unserer Pflicht gegen sie bewußt sein. Wir dürfen uns ihrem Ruf nicht verschließen. Wir wenden uns an die deutsche Judenheit n?it der Bitte, die Rettungsaktion für die bulgarischen Juden nach Kräften zu stützen. Wir fordern hierdurch auf zu spenden. Helfet rasch! Die Not ist dringend! Hilfsverein der Deutschen Juden. Vorsitzender: Dr. James Simon, stellvertretende Vorsitzende: Eugen Landau, Max M. Warburg, Willy Dreyfus.“

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