Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Echo · 1928-05-24 · 21 (24.5.1928) · p. Seite 331

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
21 (24.5.1928)
Date
1928-05-24
Page
Seite 331 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/9072829-9103081-9156884--08495-9081213
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 21 Das Jüdische Echo / Literarische Beilage 331 der er kritisch und doch enthusiastisch die einzigartige Kunst dieses Schauspieler„kollektivs“ würdigt, wird zum Schlüsse noch einiges über die Zukunftspläne der „Habima“ gesagt, über die Stücke, die sie einstudieren wird und über ihr Endziel, das sie darin erblickt, „eine künstlerische Verbindung zwischen den Juden der Diaspora und der neuerwachten palästinischen Heimat zu schaffen“. Man darf also erwarten, daß die „Habima“, wenn sie aus dem Boden Palästinas neue Kräfte gezogen haben wird, wiederum ihre hohe Kunst auch uns zeigen wird — bis dahin wollen wir uns mit den Bildern freuen. I. E. Moses. Von Uriel Birnbaum. Georg Müller Verlag in München. Eine Moses-Biographie von Uriel Birnbaum erschien in der Reihe „Religio“ bei Georg Müller. Man ist von Anfang an gepackt durch die gewaltige Darstellung der Gestalt dieses größten Propheten. Eine wahrhaft künstlerische Kraft des Schauens und Vermittelns gehört dazu, um uns so miterleben zu lassen, wie Moses langsam zum Bewußtsein seiner Aufgabe an dem erniedrigten Volke erwacht, wie er sie vollbringt und vor der Krönung seines Werkes von Gott abberufen wird, ohne die Besitznahme des Landes, das er aus hoher Ferne gesehen hat, zu erleben. Dieses Buch wird besonders denen willkommen sein, für die die hebräische Bibel unzugängliche Quelle ist, doch auch anderen ist diese dichterische Zusammenfassung ein Genuß. Die Bibel, wie sie uns vorliegt, diente dem Verfasser als Grundlage. Ich wünschte, er hätte sie benützt ohne den Versuch, seinen Standpunkt durch eine bequeme Polemik gegen die wissenschaftliche Bibelkritik zu rechtfertigen. E. E. W. W. Petersen: Das Tier im Alten Testament. J. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M. Der Autor, ein dänischer Tierarzt, der „in gleicher Liebe zu den beiden Faktoren: Bibel und Tier, beseelt“, macht das Problem der biblischen Tierbilder zum Gegenstand ethischer Betrachtungen im Dienste der Tierschutzfrage. Er wirft vor allen Dingen die Frage auf: Hat der Mensch vom religiösen Standpunkt aus Pflichten gegen das Tier? Diese Frage wird auf Grund des reichen, von tiefer Bibelkenntnis zeugenden Materials vom Verfasser im bejahenden Sinne beantwortet. Dr. Isak Unna: Tierschutz im Judentum. J. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M. Die in der letzten Zeit von gewissen Kreisen einsetzende Agitation für ein Schächtverbot bedient sich u. a. auch des Arguments, das Judentum lehre die Rechtlosigkeit der Tiere. Diese Behauptung ist nur aus einer völligem Unkenntnis der Lehren des Judentums zu erklären. Der Autor hat sich der Aufgabe unterzogen, die gesetzlichen Bestimmungen in Bibel und Talmud, ebenso die zahlreichen Aussprüche und Erzählungen der Talmud- und Midraschlehrer zusammenzustellen. Die Zusammenstellung ist der schlagendste Beweis für die Unsinnigkeit der angeführten Behauptung. Vor kurzem erschien das 110 Seiten starke Heft Nr. 3—4 der ausgezeichnet redigierten Zeitschrift „Palästina“. Dr. Bonne behandelt darin das „Problem der Teuerung“ in Palästina. In zahlreichen Tabellen weist er nach, daß, obwohl in Palästina seit dem Kriege die Preise mehr als woanders gestiegen sind, jetzt keine großen Unterschiede gegen andere Länder zu verzeichnen sind, da Palästina 1914 sehr billig war. W'ilkansky schreibt über „Forschung über Obst- und Gartenbau“, Ing. Arje über die Aussichten der Metallindustrie. Sein Aufsatz bildet den Schlußteil seines aus-' führlichen, im‘ Auftrag der Exekutive verfaßten Untersuchungsberichtes. Er weist nach, welch großen Markt für die Produkte dieser Industrie außer Palästina selbst die Nachbarländer bieten können. In Betracht kämen vo*r allem Küchengeräte, Geschirr, Schrauben, Stifte, Petroleumkochöfen, Pumpen, Kleinmotore usw. Dr. Granovsky berichtet über den neuen Gesetzentwurf der Regierung betreffs Abschaffung der Werkosteuer in den Städten. Nehemia de Lieme bespricht an Hand Granovskys Buch die Landbesteuerung in Palästina. Dr. Löwenstein berichtet über Palästina- Touristik. Woursell unterbreitet einen Vorschlag auf Ansiedlung auf Grund rationeller Milchwirtschaft und Dr. Goldwasser einen Vorschlag zur Finanzierung des Siedlungswerkes durch Übernahme langfristiger Zeichnungen mit Garantieverpflichtung durch die Keren-Hajessod-Zeichner. Das Heft enthält ferner eine ausführliche Rundschau über den Aufschwung der Industrie von Ernst Davis und 30 Seiten höchst instruktiv und übersichtlich zusammengestellter Nachrichten und Daten, ferner 10 Seiten ausführlicher Bücherbesprechungen. —• Jahresabonnement $ 2.—. Adr. Wien 1, Kärtnerstraße 28. (Ziko) Blätter des Heine-Bundes. Zum Beginn seines zweiten Jahrganges bringt der Heine-Bund eine kleine interne Zeitschrift heraus. Die BDHB sind bestimmt, den Kontakt der Mitglieder mit der Leitung und untereinander herzustellen und über bemerkenswerte Vorgänge des jüdisch-literarischen Lebens zu informieren. Das erste Heft liegt uns vor. Es enthält folgende Beiträge: Erinnerungen des Herausgebers Dr. Ahron Eliasberg an Martin Bubers Jugendzeit mit einem Bildnis Bubers als Verbindungsstudent im „Wichs“ — eine nachträgliche Gabe zu Bubers 50. Geburtstag; eine Analyse des Romans von Myriam Harry (Bd. 1 der zweiten Jahresreihe) aus der Feder .des großen französischen Kritikers Jules Lemaitre; eine hübsche Auseinandersetzung der Frau Nadja Stein mit den „Judendichtern“ Gebrüder Tharaud anläßlich ihrer „Kleinen Geschichte des jüdischen Volkes“; ferner Proben aus den in Vorbereitung befindlichen Büchern, Bildnisse von Verlagsautoren und endlich wissenswerte Angaben über Aufbau und Stand des Heine-Bundes. — Interessenten erhalten die Nummer kostenlos durch den Verlag des Heine-Bundes, Berlin W 57, Pallasstraße 10/1. ^^pernausbildung AlineSanden Kammersängerin an der Münchener Staatsoper Ausbildung bis zur Bühnenreife Für verbildete Stimmen besonderen Privatunterricht Anmeldung, Prospekt, Clemensstr. 92 Villa „Carmen“, München, Tel. 360 218

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.