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Das jüdische Echo · 1928-05-18 · 20 (18.5.1928) · p. Seite 310

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
20 (18.5.1928)
Date
1928-05-18
Page
Seite 310 (sequence 6)
Language
German
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310 Das Jüdische Echo Nr. 20 reichischen Bundesländer einen Appell gerichtet, sich der Aktion der Wiener Kultusgemeinde anzuschließen und auch ihrerseits Forderungen an den Staat wegen einer pflichtgemäßen Beitragsleistung für die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Kultusgemeinden zu erheben. Die Wiener Kultusgemeinde bewilligt 50 000 Schilling für den Palästina-Aufbau Wien, 14. Mai. (JTA.) Der Vorstand der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde hat beschlossen, auch in das diesjährige Budget eine Summe von 50 000 Schilling für Zwecke des jüdischen Aufbaus in Palästina einzustellen. Diese Summe soll nach dem gleichen Schlüssel wie im vergangenen Jahre auf den Keren Hajessod, den Palästina-Arbeiterfonds und den Keren Hajischuw der Agudas Jisroel verteilt werden. Zum Konflikt in der amerikanischen zionistischen Organisation Ein Mahnwort Louis Lipskys an die Zionisten Amerikas Neuyork, 1. Mai. (JTA.) Der Präsident der Zionistischen Organisation Amerikas, Louis Lipsky, veröffentlicht in dem offiziellen Organ der Zionisten, „Dos Yiddische Folk“, ein Mahnwort an die Zionisten Amerikas. Er beklagt es, daß in die bisher ruhige Atmosphäre des amerikanischen Zionismus eine Unruhe hineingetrieben und daß hierzu der Moment des Eintreffens Dr. Weizmanns in Amerika gewählt worden ist. Ein unangenehmes Ereignis jagt das andere, es regnet mit Resignationen, Erklärungen und Gegenerklärungen. Die geduldigen aktiven und ergebenen Zionisten fühlen sich in ihrer Arbeit allenthalben durch die künstlich erzeugte, gereizte und gedrückte Stimmung gestört. „Wir haben“, schreibt Lipsky, „die Verpflichtung übernommen, der Palästina-Exekue; EINEN DOPPELGÄNGER des Sektes kann man die Bronte nennen. Sie schäumt und perlt im Glase wie Sekt, hat' dasselbe Aussehen und einen vollmutigen, weiriartigen Geschmack. BRONTE ist alkoholfrei und wird aus brasilianischen Tee (Mate) hergestellt. Bronte ist erfrischend und anregend und wird überall und zu jeder Tageszeit gern getrunken. Erhältlich in allen besseren Gastwirtschaften, Feinkost- und Lebensmittelg , sowie Drogerien und Apotheken. Vertrieb durch OTTO PACHMAYR, G.M.B.H. München, Theresienstraße 33, Telephon 274.71 tive unseren Budget-Teil rechtzeitig zu übermitteln; von der Erfüllung dieser Pflicht hängt eine normale und erfolgversprechende Entwicklung in Palästina ab. Die Kampagne für den United Palestine Appeal hat überall erfreuliche Resultate erbracht. Die Zahl der Beitragsleistenden hat sich vermehrt. Wir waren gerade dabei, unseren Etat so zu balancieren, daß noch im Monat Mai die Arbeitslosigkeit in Palästina vollkommen liquidiert werden soll.“ Gerade in diesem günstigen Moment kamen die Störungen. Das Administrativkomitee war bemüht, jede aufregende Diskussion zu vermeiden. Die Konvention ist allein der Ort, wo die auf der Tagesordnung stehenden Fragen und Probleme zur Auseinandersetzung kommen sollen. Nun aber zwingt die Haltung des Nationalrates der „Hadassah“ die Führerschaft des amerikanischen Zionismus, sich an alle organisierten Zionisten mit einem Aufruf zu wenden, damit ein Bruch in der zionistischen Organisation vermieden wird. „Das Mißtrauensvotum der Hadassah“, sagt Lipsky weiter, „besitzt keinerlei legale Autorität. Die Resolution war den einzelnen Hadassah-Gruppen vor der Einbringung nicht vorgelegt worden. Das bedeutet einen Bruch mit der zionistischen Konstitution, einen durchaus ungesetzlichen Akt.“ Lipsky setzt sich auch mit den übrigen oppositionellen Gruppen auseinander und appelliert an alle Zionisten, jede Diskussion, die dem Prestige und dem Arbeitsimpuls der Zionistischen Organisation Amerikas Abbruch tun könnte, zu unterlassen, damit die dringende Arbeit für Palästina ungestört vor sich gehen könne. Er fordert eine neue Mitgliederwerbeaktion und schließt: „Zur rechten Zeit und am rechten Ort wird die amerikanische zionistische Administration der ganzen jüdischen Welt über ihre Arbeit in den letzten sieben Jahren Rechenschaft geben. Die jüdische Öffentlichkeit wird erfahren, was für große und schwere Aufgaben in diesen sieben Jahren verwirklicht worden sind, sie wird einsehen, daß die ganze Kampagne der Opposition hauptsächlich ein Rachefeldzug jener Menschen und Prinzipien ist, die auf der Konvention in Cleveland im Jahre 1921 geschlagen worden sind.“ Lipsky schließt: „Zionisten! Laßt Euch nicht von Euern Pflichten ablenken, arbeitet für Palästina und die Zionistische Organisation!“ Am 1. Juli Eröffnung der entscheidenden zionistischen Konvention — Eine scharfe Rede Weizmanns gegen die Opposition Neuyork, 7. Mai. (JTA.) Vom Hauptbüro der Zionistischen Organisation Amerikas wird offiziell mitgeteilt, daß die diesjährige Konvention der amerikanischen Zionisten am 1. Juli in Pittsburgh eröffnet werden wird. Diese Konvention wird wohl eine der bewegtesten Konferenzen der amerikanischen Zionisten sein; in ihr wird die Entscheidung über die künftige Führerschaft im amerikanischen Zionismus fallen. Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Prof. Chaim Weizmann, hielt in einer Beratung der Vorsitzenden des United Palestine Appeal in Amerika eine Rede, in der er sich entschieden gegen die Opposition im amerikanischen Zionismus und ihren Kampfmethoden wandte. Er nannte den Kampf der Opposition ein „leeres Gelärm“ („an idle letting steam“) und sagte, die Oppositionsmänner hätten zum mindesten den Bericht der Agency-Commission abwarten sollen, bevor, sie die sö rücksichtslose Kontroverse begannen.

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