Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 16 (20.4.1928)
- Date
- 1928-04-20
- Page
- Seite 249 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 16 Das Jüdische Echo 249 Deutsche Neuwäscherel O.m.h.H. FELIX BRAFDFEB * HVNCHEH Thierschstraße 21 Telefon Nr. 23 708 Spezial-Dampfwaschanstalt für Herren-Plättwäsche nur Kragen, Manschetten, Vorhemden und Oberhemden. Lieferzeit ca. 8Tage senbaum: „Denkt an die alten Pogrome und gebt acht, daß ich nicht eure Federbetten aufschlitze und die Federn fliegen lasse!“ — „Prawda“ begleitet die Mitteilung dieser Tatsachen mit einem Kommentar, in welchem sie das Steigen des Antisemitismus auf die wirtschaftliche Lage, die Konkurrenz des Privathandels, die Wohnungsnot und die jüdische Konkurrenz in den Büros, in denen Juden in großer Zahl sitzen, zurückführt. Dennoch, sagt „Prawda“, muß der Antisemitismus bekämpft werden, da er nicht allein den Juden, sondern auch dem Prestige des Sowjetregimes abträglich ist. Die Verfolgung der Juden in der Türkei dauert fort Konstantinopel, 25. März. (JTA.) Ungeachtet der Versprechungen der Regierung, das Los der in gesetzlicher und wirtschaftlicher Bedrängnis lebenden Juden der Türkei zu erleichtern, dauern die administrativen Einschränkungen gegen die Juden fort. Den jüdischen Bürgern ist es noch immer verboten, in das Innere des Landes ohne vorherige Einholung einer besondern Erlaubnis zu reisen. Die jüdische Kaufmannschaft ist dadurch in ihren Geschäften sehr gehemmt und erleidet große Verluste. Jeder Jude, der sich aus Konstantinopel oder einer anderen Stadt auf das flache Land begeben will, muß ein spezielles Gesuch beim Distriktspräfekten einreichen, von dort kommt es zur Polizei, die es wiederum an die Zentralregierung in Angora weiterleitet. — Die Stadtverwaltung von Adrianopel hat den jüdischen Fleischhändlern verboten, ihre Läden an den Freitagen (der Feitag ist der Ruhetag der Mohammedaner) offen zu halten, obwohl der Freitag im Hinblick auf das folgende Sabbatfest der wichtigste Verkaufstag der Woche ist. Die „Freunde Israels“ vom heiligen Stuhl verboten Rom, 9. April. (JTA.) Die Gesellschaft der „Freunde Israels“ (Amici d’Israeli) ist vom Heiligen Stuhl verboten worden. Das Verbot hat in Italien großes Aufsehen erregt. Die Gesellschaft „Freunde Israels“ wurde im Frühjahr 1926 von Mgr. Dr. van Asseldonk begründet und von einer Anzahl prominenter Prälaten unterstützt. Ihr erster Präsident war Kardinal Silj. Sie verkündete als ihr Ziel: eine Annäherung zwischen Juden und Christen auf der Grundlage gegenseitiger Verständigung herbeizuführen. Von den führenden Männern der Gesellschaft wurde nachdrücklich betont, daß diese nicht beabsichtige, ein missionares Werk zu betreiben. Teilnahme Herbert Samuels an einer Keren- Hajessod-Veranstaltung in London Das Keren-Hajessod-Komitee der United Synagogue in London veranstaltete zur Eröffnung seiner Sonderkampagne einen Empfang in Portman Rooms, auf dem Sir Herbert Samuel eine Rede über die Pflichten der Juden gegenüber Palästina hielt. Er verstehe es nicht, weshalb der britische Christ Palästina sein Interesse zuwendet, während der britische Jude gegenüber diesem Rufe taub bleibt. Es sprachen noch Philip Guedalla, der Vorsitzende des Keren-Hajessod-Komitees Simon Marks, der Vizepräsident der United Synagogue Samuel Moses, u. a. m. (Ziko) Die „Zurück-zu-Herzl“-Bewegung in Amerika Neuyork, 3. April. (JTA.) Etwa 30 führende Neuyorker Zionisten, die die oppositionelle sogenannte „Zurück-zu-Herzl“-Bewegung repräsentieren, hielten unter dem Vorsitz von Jacob de Haas im Hotel Breslin eine Beratung ab. Jacob de Haß, Robert Szold und andere Redner übten scharfe Kritik an dem gegenwärtigen Stand der Dinge in Palästina, an der Leitung der zionistischen Weltorganisation und an der Führung des amerikanischen Zionismus. Jacob de Haas erklärte, er sei wohl ein Gegner der Jewish- Agency-Idee, glaube aber, daß, wenn heute eine neue Administration gewählt werden würde, diese das nun einmal mit den Nichtzionisten getroffene Abkommen nicht wird annullieren können. Die Opposition werde sich jetzt auf das Ziel konzentrieren, eine Änderung in der Leitung der zionistischen Organisation Amerikas herbeizuführen, um dann den Kampf um die Vertretung beim Zionistenkongreß zu einem guten Ende zu führen. Eine Konferenz repräsentativer Zionisten ganz Amerikas wird zusammentreten, um den Ruf nach einem Wechsel der Leitung autoritativ ertönen zu lassen und die Vorbereitungen für die zionistische Jahreskonvention zu treffen. Das Datum der von de Haas angesagten Konferenz wurde für den 15. April angesetzt; jetzt verlautet aber, daß die Konferenz erst am 29. April wird stattfinden können. Das internationale Arbeitsamt und das jüdische Aufbauwerk in Palästina Jerusalem, 15. April. (JTA.) Herr Grimshaw, der Vertreter des Internationalen Arbeitsamtes bei der permanenten Mandatskommission er.ßoraXi ^SyMoer/üOrOXqeruchlas sfcliS&FßoiüXextä^ J^tiserßcrrax- Seife rj^täiS€t^ßoQXl&-Sficmpocrri QuaiMi^-ErzeugrmQ der Firma Hemricti Mock Nacftf., Ulma.ß