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Das jüdische Echo · 1928-03-30 · 13/14 (30.3.1928) · p. Seite 209

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
13/14 (30.3.1928)
Date
1928-03-30
Page
Seite 209 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 13 Das Jüdische Echo 209 möglich von einem vollen Erfolge gekrönt sein mögen.“ Die Umschichtung in der amerikanischen zionistischen Leitung Demonstrative Ehrung für Dr. Weizmann — Stephen Wise scheidet aus der Leitung aus. Sein Nachfolger: Julian Mack — Am 15. April Zusammenkunft der Brandeisgruppe Neuyork, 28. März. (JTA.) Das Administrativ- Komitee der amerikanischen zionistischen Organisation hat aus Anlaß des Eintreffens Dr. Weizmanns in Amerika und als besondere Ehrung für den Führer der Bewegung der zionistischen Exekutive in Palästina auf telegraphischem Wege eine Summe von 100 000 Dollar für die laufenden Arbeiten überwiesen. Nachdem vor einigen Tagen die Herren Samuel Rosenson und Lawrence Berenson aus dem zionistischen Administrativ-Komitee und aus dem Komitee des United Palestine Appeal ausgeschieden waren, um eine neue Aktivität der Brandeis-Anhänger einleiten zu helfen, ist nunmehr auch der bekannte zionistische Führer Dr. Stephen Wise, der längere Zeit Präsident des United Palestine Appeal gewesen war, aus dem Komitee desselben, sowie auch aus dem Landeskomitee der zionistischen Organisation ausgetreten; die drei Herren verbleiben in der zionistischen Organisation. Es wird angenommen, daß dieser Schritt Stephen Wises mit dem Kampf einer gewissen Gruppe gegen die Weizmann-Politik zusammenhängr. Eine neue Konzentration der Brandeis-Anhänger ist im Gange. Am 15. April werden, wie die JTA erfährt, die Anhänger des Oberrichters Brandeis in Washington eine Beratung abhalten. Julius Rosenwald kündigt eine Spende von fünf Millionen Dollar für das jüdische Kolonisationswerk in Rußland an Neuyork, 24. März. (JTA.) Der Vizepräsident des Joint Distribution Committee, Herr James Rosenberg, teilte heute der Jüdischen Telegraphen- Agentur mit, daß Herr Julius Rosenwald, der bekannte Chicagoer Milliardär und Philanthrop, erklärt hat, er wolle fünf Millionen Dollar für die Fortführung und Erweiterung des jüdischen Kolonisationswerkes des Joint in der Krim und der Ukraine spenden unter der Voraussetzung, daß weitere fünf Millionen Dollar für den gleichen Zweck von andern Personen zur Verfügung gestellt werden. Mit Hilfe dieser zehn Millionen Dollar, erklärte Herr Rosenwald, werde die Weiterführung des Kolonisationswerkes für längere Zeit gesichert sein. Zur Aufbringung der von Julius Rosenwald zur Bedingung gemachten weiteren 5 Millionen wird keine separate öffentliche Kampagne stattfinden: man erwartet vielmehr, daß eine beschränkte Zahl jüdischer Persönlichkeiten dem Beispiel Rosenwalds folgen und wesentliche Summen zeichnen werde. Nur noch 2700 Arbeitslose in Palästina Jerusalem, 15. März. (JTA.) In dem Memorandum, das die jüdische Arbeiterabordnung Deutsche Weuwäscherei O. m.h. H. FELIX BRANDNEB * MÜMCHEÄ W(H«ichgr>hArniat7?.ln. Firn?. Finkenstraße Telefon Nr» 23708 Spezial-Dampfwaschanstalt für Herrsn-Plättwäsche nur Kragen, Manschetten, Vorhemden und Oberhemden. Lieferzeit ca. 8Tage am 14. März dem Oberkommissar Lord Plumer übergeben hat, wird bemerkt, daß heute in allen palästinischen Städten nur 2700 arbeitslose jüdische Arbeiter existieren, davon 1400 in Tel- Awiw, 800 in Haifa und Umgegend, 500 in Jerusalem. Im März 1927 zählte man in diesen Städten 7000 arbeitslose Juden. 1200 Arbeitslose wurden von der sich ausgestaltenden jüdischen Industrie (Ruthenbergs Elektrizitätswerk am Jordan, die Seifenfabrik Schemen in Haifa, Textilindustrie in Tel-Awiw) absorbiert, 500 Arbeitslose fanden Beschäftigung in den sich entwickelnden Handwerkstätten, 725 Arbeiter wurden von Histadruth in den privaten Kolonien untergebracht, 900 Arbeitslose fanden bei öffentlichen Arbeiten der Regierung Beschäftigung, etwa 500 Arbeiter wanderten aus. Die Höhle „Machpela“ vom 25. März an allgemein zugänglich Jerusalem, 20. März. (JTA.) Die Höhle „Machpela“, der Begräbnisplatz der jüdischen Erzväter und Erzmütter, wird vom 25. März d. J. an gegen die Entrichtung einer Gebühr von fünf Schilling auch für Nichtmoslemiten zugänglich sein. Der Präsident des moslemitischen Obersten Rates hat soeben einen diesbezüglichen Beschluß öffentlich bekanntgegeben. Eine vor einigen Monaten verbreitet gewesene Meldung von der Aufhebung des Besuchsverbots für Nichtmoslemiten ist vom moslemitischen Obersten Rat dementiert worden. Der „Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden“ bittet um Bekanntgabe folgender Mitteilung: „In Warschau hat sich eine Vereinigung ,A g u n o t h‘ gebildet, die sich die Wahrnehmung der Interessen jüdischer Kriegerwitwen zur Aufgabe gesetzt hat. Es handelt sich darum, über den Verbleib der im Kriege vermißten Ehegatten dieser Witwen, die nach dem jüdischen Religionsgesetz nicht wieder heiraten dürfen, Nachforschungen anzustellen. Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden, Berlin N 24, Oranienburger Straße 29, errichtet daher eine Sammelstelle, die alle Mitteilungen über die im Deutschen Reiche verstorbenen jüdischen Kriegsgefangenen der alten russischen Armee zusammenstellt und der ,Agunoth‘ zuleitet. Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden bittet alle Synagogengemeind'en des Reiches, ihm möglichst eingehende Mitteilungen über die auf den Friedhöfen der Gefangenenlager oder der Gemeinden bestatteten russischen Kriegsgefangenen zukommen zu lassen. Es wird in jedem Falle gebeten, soweit möglich nicht nur die bürgerlichen, sondern auch die hebräischen Namen und Daten oder sonstigen Kennzeichen der Verstorbenen anzugeben.“ ^Xd\\&i^0x)OXoii * ^exne (5Serrenfc&nei6erei T^tündten / ^fteafimrffraße49 / ^fernruf 27657

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