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Das jüdische Echo · 1928-03-30 · 13/14 (30.3.1928) · p. Seite 208

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
13/14 (30.3.1928)
Date
1928-03-30
Page
Seite 208 (sequence 12)
Language
German
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208 Das Jüdische Echo Nr. 13 Lehranstalt der Gemeinde vorgeführt werden sollen. Sitzung des Landesvorstandes der Z. V. f. D. Berlin, 21. März. (,TA.) In der Sitzung des Landesvorstandes der Z. V. f. D., die am 18. März in Berlin stattfand, hielt der Vorsitzende, Herr Kurt Blumenfeld, vor Eintritt in die Tagesordnung eine Ansprache, in der er anläßlich des zehnjährigen Jubiläums des Welthechaluz die Verbundenheit des deutschen Zionismus mit der Chaluzbewegung zum Ausdruck brachte. Herr Blumenfeld sprach dann den Herren Alfred Berger und Karl Glaser, die zum 1. April aus ihrer bisherigen Beamtentätigkeit ausscheiden, den Dank der Zionistischen Vereinigung für Deutschland für ihre langjährige treue und hingebungsvolle Arbeit für das Palästina-Aufbauwerk und den deutschen Zionismus aus. Dr. Martin Rosenblüth erstattete einen kurzen Bericht über die gegenwärtige Lage in Palästina und im Gesamtzionismus, behandelte unter anderem die Anleihefrage, die Reise von Sir Alfred Mond und ihre Ergebnisse, die Reise Dr. Weizmanns nach Amerika im Zusammenhang mit der dortigen zionistischen Situation, die Angelegenheit des Hafenbaus und der Haifa-Bay, die jüdische Gemeindeverordnung der palästinischen Regierung und ihre Auswirkungen im Jischuw und die Arbeitslosenfrage. Der nächste Punkt der Tagesordnung „Centralverein und Zionismus“ wurde durch ein Referat von Herrn Blumenfeld eingeleitet, an das sich eine lebhafte Aussprache anschloß, in der im Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema eine grundsätzliche Erörterung der ideologischen Grundlagen der Arbeit stattfand. An der Debatte nahmen teil die Herren Dr. Samuel, Berger, R.-A. Jacobsohn, Lichtheim, Dr. Apfel, Dr. Wolfheim, Bileski. Ferner wurde die Frage der Ansiedlung aus Deutschland stammender Chaluzim in Palästina behandelt. Die Tagesordnung des Delegiertentages der Z. V. f. D. Berlin, 21. März. (JTA.) der Landesvorstand der Z. V. f. D. hat beschlossen, den ursprünglich in Aussicht genommenen Termin vom 17. bis 20. Mai auf die Tage vom 27. bis 29. Mai (Pfingsten) zu verschieben, falls die Reichstagswahlen erst am 20. Mai stattfinden sollten. OMNIA FMCHEN SCHELUNGSTRASSE 39 / TELEPHON 23741/29073 / 1 _ I :V -I -l1! Folgende Tagesordnung wurde festgelegt: Erste Sitzung: Eröffnungsrede des Vorsitzenden der Z. V. f. D.; Begrüßungen; Wahl des Büros; Ansprache des Vertreters der Exekutive. Zweite Sitzung: Bericht des Wahlprüfungsausschusses; „Zionistische Arbeit in Deutschland“, Referenten Blumenfeld, Rosenblüth; Aussprache; Wahl der Kommissionen. Dritte Sitzung: Fortsetzung der Aussprache zu den Referaten Blumenfeld und Rosenblüth. Vierte Sitzung: Referat des Vertreters der Exekutive über die Lage in Palästina und im Gesamtzionismus mit anschließender Debatte. Fünfte Sitzung: Anträge und Wahlen. Die geplante Völkerbundanleihe für Palästina und die englische Regierung London, 21. März. J(TA.) Sir Alfred Mond hat der britischen Regierung einen Plan betreffend die von dem Völkerbund zu garantierende internationale Anleihe unterbreitet und forderte gleichzeitig die Regierung dringend auf, das Zentrum der britischen Orient-Handelsroute nach Palästina zu verlegen, da in Ägypten eine fortdauernd unruhige Atmosphäre herrscht. Wie wir aus zionistischer Quelle weiter erfahren, haben bis auf England alle dem Völkerbund angehörenden Mächte der Völkerbund-Garantie für die geplante internationale Anleihe für den Palästina-Aufbau zugestimmt. Wenn bis heute die Zustimmung Englands noch aussteht, so ist dies nicht aus Gründen der Abneigung gegen den Anleiheplan zu erklären, sondern daraus, daß sich die zionistische Anleihekommission selbst noch nicht über die Verteilung der Anleihesumme auf die einzelnen Arbeitsgebiete und über die Form der Amortisation einig geworden ist. Die Durchführung der Anleihe scheint demnach nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Lord Balfour auf dem Wege zur Genesung London, 24. März. (JTA.) Lord Balfours Gesundheitszustand hat sich in den letzten Tagen fortdauernd gebessert. Er befindet sich auf dem Wege zur völligen Genesung. Die Ärzte hoffen, daß er sich schon in ganz kurzer Zeit nach dem französischen Süden wird begeben können. Die Pro-Palästina-Deklaration der jugoslawischen Regierung Belgrad, 18. März. (JTA.) Die offizielle Deklaration der jugoslawischen Regierung, die der jugoslawische Außenminister dem Präsidenten der zionistischen Weltexekutive, Nahum Sokolow, bei dessen Besuch in Belgrad übergeben hatte, lautet in deutscher Übertragung: „Mein Herr! Es ist mir eine große Freude, Dank unserer Zusammenkunft die rühmenswerten und erfolgreichen Anstrengungen des jüdischen Volkes für die Wiederherstellung und Wiederaufrichtung seines Vaterlandes in Palästina näher und genauer kennengelernt zu haben. Mit der größten Sympathie haben wir alle diese Anstrengungen von deren Beginn an begleitet und dieselben, wie Ihnen bekannt ist, bei jeder Gelegenheit gefördert. Ich wiederhole Ihnen jene Deklarationen, die bei ähnlicher Gelegenheit in unserem Königreiche gegeben wurden. Bei uns sind wir immer bereit, Ihrer humanitären Arbeit loyale Hilfe zu gewähren, für welche sie auch schon das Einverständnis und die Anerkennung seitens der Kulturstaaten und seitens des Völkerbundes besitzen. Zu gleicher Zeit drücke ich Ihnen den aufrichtigen Wunsch aus, daß Ihre Anstrengungen sobald als

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