Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 9 (2.3.1928)
- Date
- 1928-03-02
- Page
- Seite 137 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 9 Das Jüdische Echo 137 hat, sich in komplizierte innerjüdische Fragen, wie Schechita usw. hineinzuleben und sie mit Takt und Verständnis zu behandeln. Schächtfrage im britischen Parlament London, 21. Februar. (JTA.) In der gestrigen Unterhaussitzung fragte Sir R. Thomas den Minister für öffentliche Gesundheit an, ob er eine Verordnung erlassen wolle, wonach die Benutzung des sogenannten „human killer‘% einer Vorrichtung zur Erleichterung des Todeskampfes des geschlachteten Viehs, in allen Schlachthäusern ohne Ausnahme obligat sein solle. Minister Chamberlain erwiderte, gegenwärtig benutzen mehr als 260 Schlachthäuser den „human hiller“, er sehe sich aber nicht veranlaßt, die Schlachthäuser durch ein Gesetz zur Benutzung dieser Methode zu zwingen. Brigadier-General Chartrie referierte über die zweite Lesung der Bill, die vorsieht, daß in Schottland in allen Schlachthäusern der Blutentziehung eine mechanische Betäubung vorangehen müsse. Eine Klausel in diesem Gesetz besagt ausdrücklich, daß auf die Schächtung nach jüdischem Ritus diese Vorschrift keine Anwendung finde. Die Bill wurde mit 118 gegen 11 Stimmen in zweiter Lesung verabschiedet. Eine Synagoge in Amerika durch Feuer zerstört. — Der Rabbiner birgt die Thorarollen unter Lebensgefahr Neuyork, 15. Februar. (JTA.) In der Stadt Fall River im Staate Massachusets ist der erst im September v. J. eingeweihte Tempel „Beth El“ bei einem Riesenbrande, der sechs Häuserblocks vernichtete, bis auf den Grund abgebrannt. Der Bau der Synagoge kostete 100 000 Dollar, das Gebäude war aber nur auf 35 000 Dollar versichert. Als der Tempel schon in hellen Flammen stand, stürzte der Rabbiner der Tempelgemeinde, Norton Goldberg, in den ganz in Rauch gehüllten Gebetraum und barg die gefährdeten Thorarollen unter Gefahr des eigenen Lebens. Kurz nachdem der Rabbiner und der ihm assistierende Tempeldiener, Samuel Slotoff, mit den geretteten Thorarollen das Gebäude verließen, war die Decke eingestürzt. Sir Alfred Mond wieder in Palästina. — Palästinische Araber begrüßen ihn als den Repräsentanten einer Brudernation Jerusalem, 23. Februar. (JTA.) Sir Alfred Mond, der sich vor wenigen Wochen kurz nach seiner Ankunft in Palästina zu einem Besuch nach dem Irak begeben hatte, ist nun wieder in Palästina eingetroffen. Auf dem Wege nach Jerusalem verweilte er in den alten jüdischen Kolonien Ober- Galiläas und gab seiner Bewunderung über deren Blüte und gute Organisation Ausdruck. In Bouziah wurde Sir Alfred Mond von dem Beduinenscheich des Huleh-Distrikts feierlich vor dem versammelten Stamm begrüßt. Der Scheich veranstaltete zu Ehren des Gastes eine Empfangsfestlichkeit. Der Scheich des der jüdischen Kolonie Rosch Pinah benachbarten arabischen Dorfes begrüßte Sir Alfred Mond als den Repräsentanten der jüdischen Brudernation, die mit dem Arabertum an der gemeinsamen Aufgabe des Wiederaufbaus Palästinas arbeitet. Am Dienstag, den 21. Februar, begab sich Sir Alfred Mond nach der Ebene Jezreel zur Pflanzung des ersten Baumes des Balfour-Waldes, der in der Kolonie Jinjar auf dem Boden des jüdischen Nationalfonds zu Ehren Lord Balfours angelegt wird. Jerusalem, 23. Februar. (JTA.) Sir Alfred Mond, der wieder in Jerusalem eingetroffen ist, verhandelt mit jüdischen Fabrikanten über die Bildung einer Gesellschaft für Absatz der Palästina- Produkte im Ausland. Sir Alfred Mond sagte, er beabsichtige, die Unterbringung der Palästina- Tabake auf dem englischen Markte durch Vermittlung der Bernhard-Baron-Zigaretten-Industrie zu organisieren. Die Einweihung des Balfour-Waldes in Palästina Jerusalem, 24. Februar. (JTA.) Am Donnerstag, dem 23. Februar, mittags, wurden bei strömendem Regen die ersten Bäume zum Balfour- Wald in der jüdischen Kolonie Jinjar in der Nähe von Nazareth im Emek Jezreel gepflanzt. Den ersten Baum pflanzte der Oberkommissar Feldmarschall Lord Plumer, den zweiten Sir Alfred Mond, es folgten das Mitglied der Zionistischen Exekutive Harry Sacher, der Leiter des Jüdischen Nationalfonds N. M. Ussischkin, der Vorsitzende des Waad Leumi David Yellin, Lady Plumer, Lady Mond, Lady Erleigh, die Tochter von Mond. Da wegen des schlechten Wetters ein längerer Aufenthalt an der Pflanzungsstelle nicht geboten war, wurden die Festansprachen während des inNahalal, der jüdischen Kwuzah im Emek, arrangierten Frühstücks gehalten. Billigkeit hat heute die entscheidende Stimme. Beim Kauf des Pianos darf aber die Gediegenheit der Ausführung und die Qualität des Tones nicht außer acht gelassen werden. In den Kappler Pianos ist Güte und Billigkeit in glücklicher Weise vereinigt. Kappler beweist, daß auch ein gutes Ge* brauchsinstrument zu mäßigem Preis geliefert werden kann. Bei Vergleichen wird gerade in der heutigen Zeit in vielen Fällen die Wahl auf Kappler-Pianos fallen. Besonders für diese Instrumente gewähren wir sehr günstige Zahlungsbedingungen. Alleinige Niederlage Pianohaus Hirsch am Sendlingeriorplaiz MÜNCHEN / LINDWURMSTRASSE 1