Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 8 (24.2.1928)
- Date
- 1928-02-24
- Page
- Seite 120 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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120 Das Jüdische Echo Nr. 8 Wäscherei d. Münchener Hausfrau HÖCKER & BÄUERLE Landwehrstr. 57/59 T. 596858 Hygienisch modernster Betrieb am Platze. Bekannt für erste Qualität. Getrennte Behandlung. Jede Hausfrau kann sich persönlich von der schonendsten Behandlung der Wäsche überzeugen. Waschmittel: Reine Kernseifenflocken 90°/0ig. Haushaltwäsche — V orhangspannerei — Stärkwäsche—Feinbügelei. Größte tohnwäscherei Münchens Diese Neuerung bietet große Verbilligung. Verlangen Sie Prospekte. Unverbindliche Besichtigung. Abholung und Zustellung mittels Autos. gesellschaft bewirkt werden. Ob die Religionsgesellschaft hierzu bereit sein wird, ist angesichts der von jeher bei ihr in Geltung gewesenen Bestimmungen des Artikels 34, Satz 1, zweifelhaft. Jedenfalls würden die Verhandlungen hierüber das Zustandekommen des Gesetzes unnötig verzögern.“ „Israelit“ spricht den Wunsch aus, daß der Landtag sich die Vorlage des Staatsministeriums ohne weitere Änderung zu eigen mache, nachdem mit der Verhandlung über reine Formalitäten Jahre hingegangen sind. Volkstrauertag 1928 Der Deutsch-Israelitische Gemeindebund hat an die Landesverbände jüdischer Gemeinden in Deutschland das folgende Rundschreiben gerichtet: Auch in diesem Jahre hat der „Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge“, in dem auch die jüdische Glaubensgemeinschaft vertreten ist, beschlossen, einen Volkstrauertag zur Ehrung des Andenkens der im Weltkriege gefallenen Soldaten zu begehen. Dafür ist Sonntag, der 4. März 1928, bestimmt worden. An diesem Tage sollen religiöse und weltliche Gedenkfeiern veranstaltet und Vergnügungen und Lustbarkeiten eingeschränkt werden. Es ist dringend erwünscht, daß, wie es in früheren Jahren geschehen, die jüdischen Gemeinden an dem genannten Tage einen besonderen Gottesdienst veranstalten. Wo das in kleinen Gemeinden nicht möglich sein sollte, wäre doch beim Sabbatgottesdienst am 3. März eine Gefallenen- Gedächtnisfeier einzuschieben und darauf hinzuweisen, daß am Sonntag, dem 4. März, dem Ernst des Tages durch Beschränkung der öffentlichen Lustbarkeit Rechnung getragen wird. Die Danziger Gemeindewahlen Danzig, 20. Februar. (JTA.) Die am Sonntag, dem 19. Februar, bei einer Beteiligung bis zu 80 Prozent der Wählerschaft stattgefundenen Wahlen zur Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde — von den 15 Repräsentanten waren 8 neu zu wählen — ergaben die Wahl eines Orthdoxen, dreier Vertreter der Jüd. Volkspartei und vier Liberaler. Liberale und Volkspartei erhielten außerdem je zwei Stellvertreter. Von volksparteilicher Seite sind gewählt R.A. Levy, Dr. Segall und der Vorsitzende der Zionistischen Organisation des Freistaates Dr. Landau. Listenführer der Liberalen war Herr Becker, der vor kurzem an der Emigrationskonferenz in Berlin teilgenommen und sich um die Immigrantenfürsorge in Danzig Verdienste erworben hat. Die Schächtfrage in Warschau Warschau, 20. Februar. (JTA.) Die beiden vom Warschauer Stadtrat und dem Magistrat eingesetzten Kommissionen zur Prüfung der Schächtfrage haben ihre erste gemeinsame Sitzung abgehalten. Die für ein Schächtverbot eintretenden christlichen Schlächter haben zahlreiches Material vorgelegt; sie bemühen sich vor allem nachzuweisen, daß durch die Schächtung eine Fleischteuerung herbeigeführt wird; sie stellten aber auch Material über die angebliche tierquälerische Seite der Schächtmethode bei. Auch von jüdischer Seite wurde Material zur Verfügung gestellt, in welchem die Schächtung als humanitäre Tötungsart dargestellt wird. Es wurden mehrere Unterkommissionen eingesetzt. Das Referat über die religiöse und humanitäre Seite der Schächtung hat Dr. Bychowski übernommen. Am letzten Sonnabend hielt Oberrabbiner Prof. Dr. Schor in der Großen Synagoge eine Predigt, in welcher er die Propaganda der Schächtegegner, insbesondere derjenigen in Polen, als direkt judenfeindlichen und inhumanitären Akt darstellte und die Judenschaft zu konzentriertem Widerstand gegen diese Machinationen aufforderte. Die Gründungsversammlung des italienischen Pro- Palästina-Komitees Am 9. Februar fand in Rom die Gründungsversammlung des italienischen Pro-Palästina-Komitees statt. Präsident des Komitees ist Prinz Scalea, ehemaliger italienischer Kolonialminister. Viele bedeutende Persönlichkeiten des italienischen politischen und geistigen Lebens sind dem Komitee beigetreten. (Zikof Eröffnung der Palästina-Kampagne für 1928 in Neuyork. — 644 000 Dollar am ersten Abend aufgebracht Neuyork, 19. Februar. (JTA.) Die Eröffnung der diesjährigen Kampagne für den United Palestine Appeal in Neuyork fand am 15. Februar im Mecca Temple statt. Es wurden schon am ersten Abend 644 000 Dollar für das Palästinawerk gespendet. Der Hauptredner des Abends war Senator William H. King aus Utah, der erklärte, der Patriotismus der Juden der Vereinigten Staaten und ihre Treue zu Amerika entbinde sie nicht der Pflicht, sich an dem Werke des Palästina-Aufbaus zu beteiligen und entschuldige keineswegs eine Gleichgültigkeit gegenüber diesem Werke. Renault Audi die führenden Weltmarken Mototechnische Ges., K.-G. München / Odeonsplatz 12 Telephon 26397 und 20 654