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Das jüdische Echo · 1928-02-17 · 7 (17.2.1928) · p. Seite 106

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
7 (17.2.1928)
Date
1928-02-17
Page
Seite 106 (sequence 10)
Language
German
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106 Das Jüdische Echo Nr. 7 Israelitische Volksschule München. Als vorläufiges Ergebnis der Einschreibung für das Schuljahr 1928—29 können wir berichten, daß 107 Kinder, darunter 31 für die 1. Klasse, angemeldet wurden. Hierzu dürften noch einige Kinder höherer Klassen kommen, welche von städtischen Schulen überschrieben werden. Unter den Neuzugängen befinden sich wieder Kinder aus ganz entfernten Stadtbezirken; ein erfreulicher Beweis dafür, daß es Eltern gibt, die kein Bequemlichkeitsopfer scheuen, wenn es gilt, ihren Kindern eine gute jüdische Erziehung angedeihen zu lassen. Tohuwabohu. Kostümfest der Zionistischen Ortsgruppe und des Bar-Kochba, München. Am letzten Sonntag hielten die beiden Vereine ein Kostümfest in den oberen Räumen des Bayerischen Hofes ab, der — wie gleich vorweg gesagt — sehr anregend und stimmungsvoll verlief und einen vollen Erfolg darstellte. Ein glänzend arrangierter Festzug eröffnete den Abend, dem dann, zwischen den Tänzen verstreut, eine bunte Reihe und eine Menge einzelner, hübscher und gut gelungener Darbietungen folgten. Den Höhepunkt des Abends bildete natürlich die Preisverteilung für die schönsten Masken, eine recht schwierige Aufgabe für das Preisrichterkollegium. Es war in der Tat nicht leicht, aus der großen Menge geschmackvoller Masken die preiswürdigsten herauszustellen. Man blieb in angeregtester Stimmung noch sehr lange zusammen und freut sich jetzt schon auf das nächste Fest im nächsten Jahr. S. F. Die Ortsgruppe München des Jüdischen Frauenbundes macht hiermit aufmerksam auf den am Donnerstag, dem 23. Februar, abends 8 Uhr, im Lessingsaal stattfindenden Vortrag von Frau Gladys Hirsch über: ,,Die Friedensidee in der neuen Erziehun g.“ Gemütliche Abende im Mädchenklub. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Heimabende des Mädchenklubs von jetzt an in dem Beratungszimmer der Gemeinde, Herzog-Max-Straße 5/1, abgehalten werden. Der „Nähabend“ gibt angenehme Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung die eigene Garderobe instandzuhalten und zu ergänzen. Er findet jeden Dienstag statt. Am Donnerstag ist es unseren berufstätigen Mädels möglich, ihr Wissen Wäscherei d. Münchener Hausfrau HÖCKER & BÄUERLE Landwehrstr. 57/59 T. 596858 Hygienisch modernster Betrieb am Platze. Bekannt für erste Qualität. Getrennte Behandlung. Jede Hausfrau kann sich persönlich von der schonendsten Behandlung der Wasche überzeugen. Waschmittel: Reine Kernseifenflocken 90°/0ig. Haushaltwäsche —Vorhangspannerei — Stärkwäsche—F einbügelei. Größte Lohnwäscherei Münchens Diese Neuerung bietet große Verbilligung. Verlangen Sie Prospekte. Unverbindliche Besichtigung. Abholung und Zustellung mittels Äutos. zu bereichern. Von 7.30 bis 8.30 Uhr wird englischer Unterricht erteilt, darnach ist geselliger Abend, an dem allgemeine und jüdische Literatur, Spiel und Gesang gepflegt werden. Bei Tee und Gebäck entwickelt sich die gemütliche Stimmung unversehens. Der Turnabend wird aus lokalen Gründen noch im Kinderheim in der Antonienstraße 7 abgehalten. Jeden Mittwoch von 8 Uhr ab wird dort Gymnastik betrieben. Es besteht jedoch die Aussicht, daß auch der Turnabend in zentrale Lage verlegt werden kann. Alle berufstätigen Mädchen (vom 16. Jahre ab) sind uns willkommen. Beteiligung ist frei. Anmeldung bei Frau Studienrat Schaalmann, Tengstraße 37. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Vergangenen Samstag, den 11. Februar 1928, sprach Herr Dr. Seide über „Exotische Judenstämme“. Mit großem Interesse folgten die Zuhörer dem Referenten, der den interessanten und lehrreichen Vortrag durch Abbildungen der Typen illustrierte. Besonders ausführlich sprach Herr Dr. Seide über die nordafrikanischen Judenstämme. Dieser Abend gab dem Publikum einen Überblick über diese Stämme und Abkömmlinge unseres Volkes und in einem Zusammenhang, wie man ihn sonst nicht leicht hört und es bedankte sich auch hierfür mit wohlverdientem Beifall. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Heute Samstag, den 18. Februar 1928, fällt unser Vereinsabend aus. Die Vorstandschaft. Schachklub „Lasker“, München. Regelmäßiger Spielabend ist Mittwoch, ab 8 Uhr abends, im Restaurant Herzog-Heinrich, Ecke Landwehr- und Mathildenstraße. Das Turnier schreitet vorwärts. Gäste sind jederzeit willkommen. Die Vorstandschaft. Gesamtausschuß der Ostjuden, München. A. Strumpf und Frau anläßlich ihrer silbernen Hochzeit RM. 25.—, Familie Saposchnik gratuliert Herrn David Horn zum 60. Geburtstag, Herrn und Frau Strumpf zur silbernen Hochzeit, Herrn Dr. Wanschel und Frl. Sommer zur Verlobung und Herrn Goldberg zum 50. Geburtstag RM. 4.—, A. Gidalewitsch und Frau danken herzlich für die ihnen anläßlich ihrer silbernen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten RM. 5.—, Familie Neuß, Bayerstraße, gratuliert Familie Gutter zur Vermählung ihrer Tochter RM. 2.—, J. Rosenwasser und Frau gratulieren Herrn D. Horn zum 60. Geburtstag, Herrn A. Strumpf und Frau und Herrn A. Gidalewitsch und Frau zur silbernen Hochzeit, Familie Gutter zur Vermählung ihrer Kinder RM. 5.—. Schweinfurt. Am 29. Januar fand hier die erste Jahresversammlung des vor etwa 15 Monaten gegründeten „Schochtimverbandes für Bayern“ statt, zu der eine Anzahl Schochtim erschienen waren. Nach Erstattung des Jahres- und Kassenberichtes, die debattelos von der Versammlung entgegengenommen wurden, kamen verschiedene Wünsche und Anträge zur Aussprache. U. a. ist auch ein Punkt berührt worden, der augenblicklich das Schmerzenskind der bayer. Juden geworden ist, die Schächtfrage. Auf Antrag des Herrn Isak Lubinski (Schweinfurt) wurde eine Resolution gefaßt, die sich gegen die Agitation der Schächtgegner wendet und dem Verbände Bayerischer Israelitischer Gemeinden zugeleitet werden soll.

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