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Das jüdische Echo · 1928-02-17 · 7 (17.2.1928) · p. Seite 104

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
7 (17.2.1928)
Date
1928-02-17
Page
Seite 104 (sequence 8)
Language
German
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104 Das Jüdische Echo Nr. 7 Pianino Pianino neues von größter Haltmodernes, kreuzsaiiiges, barkeit u. Klangschönheit mit schönem Klang, genur RM. 1180.—, auch braucht, nur 850 RM., auch gegen kleine Monatsraten gegen kleine Monatsraten Pianohaus Alfred Schmid Nachfolger München / Residenzsir. 7 gegenüber der Hauptpost Pianohaus Alfred Schmid Nachfolger München / Residenzsir. 7 gegenüber der Hauptpost 1927 gestiegen, während die Zahl der Eheschließungen von Juden von 1470 auf 1150 gesunken ist. Diese Ziffern werden ergänzt durch die offizielle Statistik der jüdischen Gemeinde für den Monat Januar 1928, in welchem 125 Geburten, 234 Sterbefälle, 66 Austritte aus dem Judentum und 23 Wiedereintritte verzeichnet worden sind. Budget der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde Wien, 10. Februar. (JTA.) Der Vorstand der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde hat in drei Sitzungen den Voranschlag für das Jahr 1928 durchberaten und angenommen. Der Voranschlag weist an Gesamteinnahmen 5 731 152 Schilling, an Gesamtausgaben 5 991 725 Schilling aus. Im einzelnen erfordern die Kultusangelegenheiten einen Zuschuß von 323 000 Schilling, das Unterrichswesen einen Zuschuß von 350 000 Schilling, Fürsorgewesen 935 477 Schilling, Gemeindeverwaltung 935 477 Schilling, die sonstigen Ausgaben 418 000 Schilling. Aus der jüdischen Welt Justizrat Dr. Bernhard Breslauer, Ehrenpräsident der Vereinigung für das liberale Judentum, gestorben Berlin, 13. Februar. (JTA.) Am Sonntag, dem 12. Februar, morgens, ist in seiner Berliner Wohnung Herr Justizrat Dr. Bernhard Breslauer im Alter von 77 Jahren verstorben. Justizrat Breslauer war vor einigen Monaten nicht unbedenklich erkrankt, konnte sich aber später vollkommen wieder erholen. Vor einigen Tagen erlitt er in seiner Wohnung einen Unfall. Er stolperte über einen Teppich, fiel hin und zog sich einen Arm- und Beinbruch zu. Die Folgen dieses Unfalls konnte der sonst rüstige Greis nicht mehr überwinden. Justizrat Bernhard Breslauer wurde 1851 in Posen geboren. Schon in seiner Jugend wandte er sich öffentlichen jüdischen Fragen zu. Er war der erste, der Bestrebungen zur Erringung öffentlicher Rechte für jüdische Gemeinschaften in Deutschland anregte und einleitete. Mit seiner Hilfe wurde seinerzeit der Verband der deutschen Juden gegründet. Er war Mitbegründer der Vereinigung für das liberale Judentum in Deutschland und deren Präsident vom Gründungsjahr 1908—1917. In Würdigung seiner großen Verdienste hat ihn die Vereinigung zu ihrem Ehrenpräsidenten gewählt. Justizrat Breslauer betätigte sich hervorragend in der sozialen und in der Wohlfahrtsarbeit. Von seinen Schriften sind zu erwähnen: „Recht und Rechtspflege im Judentum“ in der Sammelschrift „Soziale Ethik im Judentum“; „Die jüdische Wohltätigkeit und Wohlfahrtspflege“ im „Archiv für Volkswohlfahrt“, „Das jüdische Recht nach dem System des Bürgerlichen Gesetzbuches“. Keine Übersiedlung Professor Einsteins nach Palästina Verschiedene holländische Blätter, so der „Nieuwe Rotterdamsche Courant“, haben mitgeteilt, daß Professor Einstein, der sich jetzt vorübergehend in Holland befindet, die Absicht habe, sich in Palästina niederzulassen, um an der Hebräischen Universität zu Jerusalem zu arbeiten. Wie die „B. Z. am Mittag“ von einer dem Gelehrten sehr nahestehenden Seite erfährt, entspricht diese Nachricht nicht den Tatsachen. Prof. Einstein beabsichtige keineswegs, seine Lehrtätigkeit in Berlin aufzugeben. (Ziko) Joint beteiligt sich nicht an dem Plan einer jüdischen Großkolonisation im fernen Osten Moskau, 10. Februar. (JTA.) Der Leiter des Agro-Joint, des Instrumentes des American Joint Distribution Committee für jüdische Kolonisation in Rußland, Herr Dr. Joseph Rosen, erklärt in einem Schreiben an die Jüdische Telegraphen- Agentur, daß Agro-Joint dem Plan der Schaffung eines großen jüdischen Siedlungsrayons im Distrikt Biro Bidschan (Bureya) im fernen Osten fernsteht. Während der ganzen Dauer unserer Siedlungsarbeit in Rußland, erklärt Dr. Rosen weiter, waren wir nur in Gebieten tätig, die von unseren eigenen Agronomen gründlich geprüft und gewählt worden sind. An der Auswahl des Gebietes im fernen Osten hat Joint nicht teilgenommen und hat auch darum mit diesem Projekt nichts zu tun. Nach meiner Meinung, schließt Dr. Rosen, stehen dem neuen Plan noch große Schwierigkeiten entgegen; die Angelegenheit ist noch nicht genügend untersucht, um für eine Aktion reif zu sein. Bildung eines Pro-Palästina-Komitees in Italien Rom, 12. Februar. (JTA.) Am 9. Februar fand in Rom die Gründungsversammlung des italienischen Pro-Palästina-Komitees unter Teilnahme zahlreicher prominenter Persönlichkeiten des politischen Lebens Italiens statt. Zum Präsidenten wurde der frühere Kolonienminister, Prinz Scalea, gewählt. Die Versammlung erteilte den vorgelegten Statuten einstimmig die Billigung. Dr. Weizmann tritt am 29. Februar eine neue Amerikareise an London, 8. Februar. (JTA.) Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Prof. Dr. Chaim Weizmann, tritt am 29. Febr. an Bord der „Majestic“ eine Reise nach den Vereinigten Staaten an. Er wird an der diesjährigen Kampagne des United Palestina Appeal der Zionistischen Organisation Amerikas teilnehmen. — Der Präsident der amerikanischen Zionistischen Organisation, Louis Lipsky, hat vor einigen Tagen anläßlich der Einleitung der Kampagne erklärt, daß von einem Gelingen derselben die Verwirklichung des gesamten Konsolidierungsprogramms, wie es von der zionistischen Leitung im Zusammenhang mit der bevorstehenden Realisierung des Jewish Agencyplans gedacht ist, abhängt.

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