Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Echo · 1928-02-10 · 6 (10.2.1928) · p. Seite 90

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
6 (10.2.1928)
Date
1928-02-10
Page
Seite 90 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/9072829-9103081-9156866--08240-9080975
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

90 Das Jüdische Echo Nr. 6 Welte- Bechstein- Mignon Flügel Vorsetzer, prachtvoll spiehervorragend im Ton, lender, nur RM. 1250.- überspielt für RM. 2300.— auch gegen kleine zu verkaufen, auch gegen Monatsraten kleine Monatsraten Pianohaus Alfred Sdimid Nachfolger München / Residenzsir. 7 gegenüber der Hauptpost Pianohaus Alfred Sdimid Nachfolger München / Residenzsir. 7 gegenüber der Hauptpost vertreiben. Er könne also nach wie vor dem geehrten Publikum die ungemein bedeutungsvollen Betrachtungen Henry Fords zum Kauf anbieten.“ Reichswehrsoldaten als Pogromhetzer Berlin, 6. Februar. (JTA.) Unter der Überschrift „Reichswehrsoldaten als Pogromhetzer“ teilt der „Vorwärts“ den folgenden Vorfall mit, der sich am Samstag abend in einem Lokal des Berliner Westens abgespielt hat: Zwei jüngere Leute, der eine in Reichswehruniform, beschimpften in unglaublicher Weise anwesende Gäste, die sie für jüdisch hielten. Sie sprachen von den „Knoblauchjuden, die ausgerottet werden müßten“, bezeichneten die Juden als „Deutschlands Unglück“, sagten, „die krummen Nasen werden bald spitzgebogen werden, wenn andere Zeiten kämen“ usw. Schließlich verstiegen sich die beiden zu der Drohung, „daß einst der Tag kommen werde, an dem...“ — Die beleidigten Gäste blieben ruhig, herangeholte Schupobeamte brachten die beiden zur Wache, wo sie als Unterfeldwebel Albert Schön vom Inf.-Regt. 11 und Obergefreiter Wilh. Grundlach vom Inf.-Regt. Spandau festgestellt wurden. Wiederverehelichung ohne vorhergegangene religiöse Scheidung in Österreich erlaubt Wien, 1. Februar. (JTA.) Die niederösterreichische Landesregierung hat einer jüdischen Frau, deren Gatte sich weigerte, ihr den religiösen Scheidungsbrief (Get) zu geben, obwohl das Gericht die Trennung der Ehe ausgesprochen hatte, das Eingehen einer neuen Ehe gestattet. Die Frau ging auch bereits eine sogenannte Dispensehe mit einem freisinnigen Juden ein. Eine Resolution des jüdisch-nationalen Wahlblocks Warschau, 1. Februar. (JTA.) Die Wahlkomitees des dem Minderheitenblock angeschlossenen jüdisch-nationalen Wahlblocks ganz Polens hielten in Warschau eine Konferenz ab und faßten eine Resolution, die besagt: Die Lage des Judentums in Polen hat sich in den letzten 5 Jahren nicht verbessert, die polnischen Juden setzen darum den Kampf für ihre Rechte als Bürger und als Nationalität auf parlamentarischem Boden fort. Es ist deshalb notwendig, daß das polnische Judentum im Parlament entsprechend seiner Zahl vertreten ist. Nach der bestehenden, die Minderheiten beeinträchtigenden Wahlgeometrie ist dies aber nicht anders möglich als durch ein Zusammengehen mit den anderen Minderheiten. Eine Max-Nordau-Straße in Athen Athen, 5. Februar. (JTA.) Der Gemeinderat von Athen, der Hauptstadt Griechenlands, hat beschlossen, einer der Hauptstraßen der Stadt den Namen „Max-Nordau-Straße“ zu geben. Der auf der Durchreise in Athen weilenden Tochter Max Nordaus wurde von diesem Beschluß durch eine Pergamenturkunde Kenntnis gegeben. Der Präsident des Gemeinderates hielt eine Ansprache an Maxa Nordau, in der er sagte: „In der schwersten Stunde unseres Landes, zu einer Zeit, da selbst die begeistertsten Philhellenen des Westens schwiegen, hat Max Nordau, der Verehrer des alten und des neuen Hellas, mit dem unerschütterlichen Glauben an die Zukunft und die Lebenskraft des griechischen Volkes seine Stimme zugunsten Griechenlands erhoben, was in jenem bedeutungsvollen Momente von großem Werte gewesen ist,“ Nathan Straus spendet 100 000 Dollar für das Werk der Zionistischen Exekutive in Palästina Jerusalem, 1. Februar. (JTA.) Nathan Straus hat an Miss Henrietta Szold, Mitglied der Zionistischen Exekutive in Palästina, am 31. Januar das folgende Telegramm gesandt: „Aus Anlaß meines 80. Geburtstages habe ich heute der Anglo-Palestine Bank eine Summe von 100 000 Dollar zu ihrer freien Verfügung überwiesen.“ Man nimmt an, daß diese Spende des großen Philanthropen für die allgemeine Arbeit der Exekutive bestimmt ist. Miss Szold hat dem Spender einen telegraphischen Dank gesendet, zugleich übermittelte sie ihm die Glückwünsche der palästinischen Judenheit zu seinem 80. Geburtstag. Colonel Symes stellvertretender High Commissioner von Palästina Eine Sonderausgabe der palästinischen „Official Gazette“ veröffentlicht eine Verordnung, wonach für die Dauer des Auslandsaufenthaltes Lord Plumers Colonel Symes stellvertretender High Commissioner von Palästina ist. Während dieser Zeit wird Colonel Symes als Chief Secretary von Mr. Mils vertreten. (Ziko.) Wäscherei d. Münchener Hausfrau HÖCKER & BÄUERLE Landwehrstr. 57/59 T. 596858 Hygienisch modernster Betrieb am Platze. Bekannt für erste Qualität. Getrennte Behandlung. Jede Hausfrau kann sich persönlich von der schonendsten Behandlung der Wäsche überzeugen. Waschmittel: Reine Kernseifenflocken 90°/oig. Haushaltwäsche —Vorhangspannerei — Stärkwäsche—Feinbügelei. Größte Lohnwäscherei Münchens Diese Neuerung bietet große Verbilligung. Verlangen Sie Prospekte. Unverbindliche Besichtigung. Äbholung und Zustellung mittels Äutos.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.