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Das jüdische Echo · 1928-01-20 · 3 (20.1.1928) · p. Seite 41

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
3 (20.1.1928)
Date
1928-01-20
Page
Seite 41 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 3 Das Jüdische Echo 41 Ein Antrag auf Schächtverbot im Neuyorker Repräsentantenhaus Neuyork, 10. Januar. (JTA.) Der Neuyorker Tierschutzverein hat dem Repräsentantenhaus des Staates Neuyork ein Memorandum mit der Forderung unterbreitet, die Schächtung von Vieh nach jüdischem Ritus als tierquälerisch und barbarisch zu verbieten. Es wird auf das in der Schweiz bereits bestehende Schächtverbot hingewiesen. Die „Zurück zu Herzl“-Bewegung in Amerika Neuyork, 15. Januar. (JTA.) In einer unter dem Vorsitz von Dr. Jacob de Haas stattgefundenen Versammlung der Anhänger der „Zurück zu Herzl“-Bewegung wurde beschlossen, einen Aktionsausschuß zu ernennen, der die Ideen der neuen Bewegung unter den Zionisten Amerikas verbreiten soll. Hauptredner des Abends war E. W. Lewin-Epstein, einer der Gründer der jüdischen Kolonie „Rechowoth“, der mehrere Jahre in der zionistischen Propaganda aktiv tätig war. Lewin-Epstein kritisierte scharf die ökonomische Politik der Zionistischen Organisation in Palästina, der er die Schuld an der gegenwärtigen Krise zuschreibt. Der Haiiahafen cer größte Hafen der Mittelmeer- Ostküste? Jerusalem, 12. Januar. (JTA.) Der hervorragende britische Hafenbau-Ingenieur Frederick Palmer ist in Haifa eingetroffen und wurde von Col. Holmes, Generaldirektor der palästinischen Eisenbahnen, begrüßt. In Verbindung mit dem Eintreffen Palmers verlautet es hier, daß geplant sei, den Haifaer Hafen so auszugestalten, daß ■ Ihre Kinder haben keinen jüdischen Lesestoff? Abonnieren I m Sie doch liVll Zeitschrift für die jüdische Jugend Jedes Postamt.. Jeder Briefträger Verlag B. Heller München Herzog-Max-Straße 4 er der größte Hafen der Ostküste des Mittelländischen Meeres werden soll. Er soll gleichzeitig 40 Schiffe beherbergen können. Richard Kaufmann in Diensten der Zionistischen Exekutive Jerusalem, 12. Januar. (JTA.) Der bekannte palästinische Städtebauer, Architekt Richard Kaufmann, der früher bei der PLDC arbeitete, ist von dem Departement für landwirtschaftliche Kolonisation der Zionistischen Palästina-Exekutive eingeladen worden, als Berater dieses Departements zu fungieren. Zionistische Verluste In Bialystok, wo er vorübergehend weilte, starb im Alter von 51 Jahren der prominente polnische Zionist und Mitglied des Zentralkomitees Dr. N. Davidsohn. In Jerusalem starb dieser Tage einer der Führer des früheren russischen Zionismus, Rechtsanwalt A. Tscherikower. (Ziko) lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll llfll 11 111 Feuilleton m ■1 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiaiiaii Der Werdegang der Hablma Von L. M. R. Es ist der Direktion der Kammerspiele im Schauspielhaus gelungen, die „Habima“ zu einem kurzen Gastspiel für Ende Januar in München zu gewinnen. Die „Habima“ wird hier am 28. Januar, abends 7 Uhr, am 29. Januar nachmittags 3.30 Uhr und am 29. Januar nachts 10 Uhr den „Dybuk“. am 30. Januar, abends 7.30 Uhr, und am 31. Januar, nachts 10 Uhr, den „Golem“ aufführen. Der Ruf, der diesem Theater ganz eigener Art vorangeht, rechtfertigt die Annahme, daß es ihm auch in München gelingen wird, seiner Kunst, und damit dem Hebräischen und der jüdischen Renaissance neue Freunde zu gewinnen; jedenfalls sieht man in weiten Kreisen den Aufführungen mit großer Spannung entgegen1. D. Red. Überraschend und plötzlich wie ein Elementarereignis stand eines Tages vor uns die „Habima“. Aber auch Elementarereignisse haben ihre 1 Preise der Plätze in den Abendvorstellungen von RM. 2.50 bis 10.—, in der Nachmittagsvorstellung von RM. 1.50 bis 6.—, in den Nachtvorstellungen von RM. 2.— bis 8.—. Vorverkauf der Karten außer bei den üblichen Stellen auch bei der Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2; Pelzhaus Orljansky, Neuhauser Straße 29; Pelzhaus Gidalewitsch, Müllerstraße 42. Siehe Inserat in dieser Nummer! über- und unterirdische Entstehungsgeschichte. War es das erweckte nationale Bewußtsein des jüdischen Volkes, oder war es die russische Revolution von 1905, die die revolutionäre Energie der jüdischen Volksmassen sammelte? Immerhin steht fest, daß der erste Gedanke an ein jüdisches Theater aus einem Volksbedürfnis emporgewachsen ist. Vom Jahre 1907 datierten die ersten Versuche, ein jüdisches Theater zu gründen. Aber alle diese Versuche waren noch nicht genug reif und erfolgreich. Erst 1917 kamen die Anzeichen einer ernsten Gründung. Die Februarrevolution brachte den Juden die bürgerliche Gleichberechtigung. Feiertagsstimmung herrschte in den jüdischen Siedlungen. Jetzt durften sie sich frei bewegen und auf kulturellem Gebiete unbeschränkt und nach Begabung ausleben. Eine jüdische Jugend hatte die MODELLHAUS SOPHIE OELDENBERGER HAUS FGR FEINSTE DAMENMODEN MÜNCHEN THEATINERSTRASSE 40 TELEPHON 27168

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