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Das jüdische Echo · 1928-01-13 · 2 (13.1.1928) · p. Seite 25

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
2 (13.1.1928)
Date
1928-01-13
Page
Seite 25 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 2 Das Jüdische Echo 25 geführt hat. Der „Bobower Rebbe“ und seine Anhänger hatten vorzeitig die Konferenz verlassen, die Opposition wurde sodann von Rabbi von Ottynia geführt, der sich gegen jede Aktion politischen Charakters seitens der Rabbiner aussprach. Zu festen Beschlüssen der Mehrheit ist es nicht gekommen. Der Krakauer Rabbiner empfahl eine Politik der Loyalität gegenüber der Regierung und die. Unterstützung der Regierungskandidaten. In der Schlußsitzung präsidierte der Tarnopoler Rabbiner. Er teilte mit, daß ein Komitee aus 19 Personen eingesetzt worden ist, welches die Richtlinien über die Landespolitik der Orthodoxie ausarbeiten und der Öffentlichkeit mitteilen werde. Der jiddische Lehrstuhl an der Jerusalemer Universität finanziell gesichert N e u y o r k, 2. Januar. (JTA.) Der Herausgeber der Neuyorker jiddischen Tageszeitung „Day“ (Der Tog), Herr David Shapiro, der vor kurzem 10 000 Dollar für die Errichtung eines Lehrstuhls für Jiddisch an der Jerusalemer Universität gespendet und die Aufbringung weiterer 90 000 Dollar für den gleichen Zweck in Aussicht gestellt hat, teilt heute mit, er habe sich nach Eintreffen der Nachricht, daß die Mainzer Tagung des Verwaltungsrates der Universität der Errichtung des Lehrstuhls für Jiddisch zugestimmt hat, entschlossen, die gesamte notwendige Summe in Höhe von 100 000 Dollar aus Eigenem zu stiften, so daß eine Sammelaktion nicht mehr notwendig sei. Bekanntlich hat die Mainzer Tagung des Verwaltungsrates dem Kanzler der Universität Dr. Magnes aufgetragen, bei der Errichtung des Lehrstuhls für Jiddisch vorsichtig vorzugehen, damit keine Reibereien im Zusammenhang mit dem Bestehen des Lehrstuhls Vorkommen. Das Inkrafttreten der jüdischen Gemeindeordnung in Palästina — Die Orthodoxen beten an der Klagemauer Jerusalem, 2. Januar. (JTA.) Die orthodoxen Juden Jerusalems versammelten sich am 1. Januar 1928, dem Tag des Inkrafttretens der jüdischen Gemeindeordnung, in großer Zahl vor der Klagemauer, um für die Einigkeit der jüdischen Orthodoxie zu beten, sowie darum, daß durch die Gemeindeordnung das Recht der Orthodoxie, unabhängige, der Autorität des Waad leumi nicht unterworfene Gemeinden zu bilden, gewahrt werde. Die palästinische Agudas Jisroel hat Telegramme an das britische Kolonialamt und an den Völkerbund im Namen Tausender orthodoxer Juden Palästinas, die an der Klagemauer zum Gebet versammelt sind, gesandt, in denen die Anerkennung separater orthodoxer Gemeinden gefordert wird. Ein Memorandum mit gleicher Forderung wurde dem Ober-Kommissar, Feldmarschall Lord Plumer, übereicht. Der Mord in der Aguda-Kolonie Frankfurt a. M., 10. Januar. (JTA.) Zu dem in der Aguda-Kolonie „Machne Jisroel“ in Palästina geschehenen Mord an einem Araber werden der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel folgende Einzelheiten mitgeteilt: In der Nacht vom 27. zum 28. Dezember v. J. wurde ein noch yor mehreren Monaten entlassener arabischer Wächter auf der Schwelle seines Hauses heimtückisch erschossen. Es handelt sich um einen Kopfschuß. Es besteht aller Grund anzunehmen, daß die Kugel nicht ihm galt, sondern dem jüdischen Wächter, der auf die Detonation hin sofort herbeigeeilt war, jedoch nur noch den Tod des Arabers feststellen konnte. Dr. Zollschan Leiter des Röntgen-Institutes in Jerusalem Jerusalem, 8. Januar. (JTA.) Der bekannte Anthropologe Dr. Zollschan wurde zum Chef des Röntgen-Instituts des Krankenhauses der Hadassah in Jerusalem ernannt. Rahels Grab beschädigt Jerusalem, 8. Januar. (JTA.) Bis jetzt unerrnittelte Täter beschädigten in der letzten Nacht das Gebäude, welches das Rahel-Grab umschließt. Unter anderem wurde die zum Grabe führende Treppe zertrümmert. Einführung des metrischen Systems in Palästina Jerusalem, 5. Januar. (JTA.) Die Regierung hat durch eine Verordnung bekannt gegeben, daß von jetzt ab bei Maßen und Gewichten nur noch das metrische System offiziell Gültigkeit hat. Von den amtlichen Stellen wurde auch schon bis jetzt das metrische System anerkannt, doch haben sich die alten Maße und Gewichte, wie Dunam (919 qm) und Rotl (2.56 kg) in der Praxis erhalten. Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden bittet uns um Bekanntgabe folgender Mitteilungen: Die Büroräume der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, soweit sie sich bisher in Berlin C 2, Rosenstraße 2/4, befanden, sind am 1. Januar 1928 nach Berlin N 24, Oranienburger Straße 69/11, verlegt worden. Fernsprecher Amt Norden 127 70. Die Geschäftsstellen des Reichsausschusses der Jüdischen Jugendverbände sowie der Arbeitsgemeinschaften für Jüdische Tuberkulosenfürsorge und Jüdische Gefährdetenfürsorge sind ebenfalls nach Berlin N 24, Oranienburger Straße 69/11, verlegt worden. Der neue Führer durch die jüdische Wohlfahrtspflege, der einen Überblick über sämtliche Anstalten wie Krankenhäuser, Altersheime, Waisenhäuser, Kindergärten, Kinderhorte usw., ferner Jugendpflegeeinrichtungen, Wohlfahrtsvereine und Organisationen in allen jüdischen Gemeinden Deutschlands geben soll, wird jetzt in Druck gegeben. Leider fehlen noch immer von einer ganzen Anzahl von Wohlfahrtseinrichtungen die notwendigen Angaben (ausgefüllte Fragebogen, Satzungen, Berichte usw.). Da es im größten Interesse der jüdischen Öffentlichkeit liegt, daß der Führer vollständig und mit den neuesten Angaben erscheint, bittet die Zentr'alwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin N 24, Oranienburger Straße 69, dringend um umgehende Übersendung oder Ergänzung des Materials. I. MÜNCHEN» PLISSEE-BRENNEREI FRANZ QRUBER, MÜNCHEN Hohlsaum, Knöpfe, Endeln, Kanten, Kostttmstlckereien Burgstraße16/3 Knopflöcher Telephon 22975

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