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Das jüdische Echo · 1928-01-13 · 2 (13.1.1928) · p. Seite 24

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
2 (13.1.1928)
Date
1928-01-13
Page
Seite 24 (sequence 8)
Language
German
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24 Das Jüdische Echo Nr. 2 Das Zelt Zeitschrift für die jüdischejugend Wenn nicht, verlangen Sie bitte eine Probenummer gratis von dem VERLAG B. HELLER MÜNCHEN Herzog-Max-Straße 4 Tel. 93099 Abonieren Sie beim nächsten Postamt zum Opfer fielen. Die Zivilkammer fällte am 10. Januar folgendes Urteil: „Es wird festgestellt, daß der Ausschluß der Kläger aus der Sektion Berlin des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins auf Grund der Beschlüsse vom 20. Mai und 1. Januar 1926 nichtig ist. Die Kosten des Rechtsstreites werden dem Beklagten auferlegt.“ Die Begründung dieses Urteils beschäftigt sich zunächst sehr ausführlich mit den Vorgängen bei der Wiederwahl des Kommerzienrats Dr. Hauptner zum Vorsitzenden der Sektion Berlin und kommt auf Grund des tatsächlichen und juristischen Sachverhalts zu dem Ergebnis, daß die Wiederwahl Hauptners und der anderen Mitglieder des Vorstandes nicht entsprechend der Satzung des Vereins stattgefunden habe und deshalb nichtig sei. Der Ausschluß der jüdischen Mitglieder sei deshalb nichtig, weil er von einem ungültigen Vorstande erlassen worden sei. Schon aus dieser Tatsache ergebe sich die Nichtigkeit des Beschlusses, so daß die weiter von den Klägern angeführten Gesichtspunkte gegen die Ungültigkeit des Ausschlusses vom Gericht nicht zu erörtern gewesen seien.“ Ein jüdisches Museum für Breslau Breslau, 3. Januar. (JTA.) Die Breslauer Synagogengemeinde plant die Errichtung eines jüdischen Museums in der schlesischen Hauptstadt. Dieser Plan ist, vom jüdisch-kulturellen Standpunkt gesehen, um so bedeutungsvoller, als Im gesamten deutschen Osten ein solches Museum nicht vorhanden ist. Zur Durchführung der vorbereitenden Arbeiten wurde ein Ausschuß eingesetzt, dem bekannte Persönlichkeiten der Breslauer jüdischen Gesellschaft angehören. Amtsenthebung eines antisemitischen Untersuchungsrichters Breslau, 3. Januar. (JTA.) Landgerichtsrat Pietsch, der seinerzeit im Prozeß Erichsen durch seine antisemitische Gesinnung unliebsam von sich machte, ist seines Postens als Untersuchungsrichter beim Landgericht Hirschberg enthoben worden. Professor Schorr der Nachfolger von Oberrabbiner Chajes? Wien, 9. Januar. (JTA.) Für die Wiederbesetzung des durch den Tod des Oberrabbiners Professor Dr. Z. P. Chajes verwaisten Oberrabbinerstuhles der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde wird in erster Reihe Herr Prof. Dr. M. Schorr, der jetzige Oberrabbiner der Warschauer Großen Synagoge und frühere Professor an der Lemberger Universität, genannt. Direktor Sigmund Epler gestorben In Wien ist Sonntag, den 1. Januar, im Alter von 68 Jahren der geschäftsführende Präsident der österreichischen Keren-Hajessod-Kommission, Direktor Sigmund Epler, gestorben. Direktor Epler gehörte seit dem Jahre 1897 der Zionistischen Organisation an und hat schon in den ersten Jahren eine erfolgreiche Tätigkeit in Schlesien, Mähren und Böhmen entfaltet. Nach seiner Übersiedlung nach Wien nahm er aktiven Anteil an der zionistischen Arbeit in Westösterreich. Als leitender Direktor der Zentraleuropäischen Länderbank spielte er in österreichischen Finanz- und Industriekreisen eine hervorragende Rolle. Trotz seiner geschäftlichen Inanspruchnahme fand er stets Zeit für zionistische Arbeiten. Seit 1918 gehörte er als zionistischer Mandatar dem Vorstand der Wiener jüdischen Gemeinde an. Seit 1921 führte er gemeinsam mit dem jüngst verstorbenen Oberrabbiner Dr. Chajes die Präsidialgeschäfte der österreichischen Keren-Hajessod-Kommission und hat sich auf diesem Gebiete große Verdienste erworben. In den letzten Monaten nahm er auch an den Vorarbeiten zur Gründung des österreichischen Pro-Palästina-Komitees aktiv teil. Mit Direktor Epler ist nicht nur ein altbewährter und verdienstvoller Gesinnungsgenosse, sondern auch eine überaus markante Persönlichkeit aus der ersten zionistischen Generation heimgegangen. An der imposanten Beerdigung Eplers, die Dienstag stattfand, nahmen zahlreiche Vertreter der jüdischen Gemeinde, der zionistischen Organisationen und sonstiger jüdischer Körperschaften teil. (Ziko) Starker Rückgang der Zahl der jüdischen Studenten in Ungarn Budapest, 1. Januar. (JTA.) Das offizielle Organ des ungarischen statistischen Amtes stellt fest, daß seit 1923 die Zahl der jüdischen Studenten an allen ungarischen Hochschulen auf die Hälfte, nämlich von 2 157 auf 1 084, gesunken ist. Der stärkste Rückgang ist an den medizinischen Fakultäten und technischen Hochschulen zu verzeichnen; am tiefsten ist die Zahl der jüdischen Studierenden auf den Gebieten der Chemie, der Tierheilkunde, der Landwirtschaft und der Lehrerausbildung; diese Fakultäten sind unter dem Numerus clausus fast judenrein geworden. Fortschritte des Zionismus in Ungarn Budapest, 8. Januar. (JTA.) Die erst vor kurzem in der Regierung anerkannte zionistische Bewegung in Ungarn hat in der letzten Zeit sehr bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Die jüdischen Gemeinden in Miskolcz und Szegedin sind nach Propagandareden des Oberhausmitglieds Rabbiners Professor Loew korporativ der zionistischen Bewegung beigetreten. Die Lemberger Rabbiner-Konferenz beendet Lemberg, 1. Januar. (JTA.) Die Konferenz der Chassidim-Rabbis und der orthodoxen Rabbiner in Lemberg ist am Sonnabend, dem 31. Dezember, abends zu Ende gegangen. Kommuniques über die Sitzungen sind nicht ausgegeben worden. Es heißt, daß die Konferenz resultatlos verlief und nicht zu einer Einigung des orthodoxen Elements mit Bezug auf die Landespolitik

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