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Das jüdische Echo · 1928-01-06 · 1 (6.1.1928) · p. Seite 13

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
1 (6.1.1928)
Date
1928-01-06
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 1 Das Jüdische Fchu 13. Großer Gesellschaftsball veranstaltet vom Jüdischen Turn- und Sportverein BAR KOCHBA, München, am §onntag9äS.Jannarl9ä§ abends 8 Uhr in den unteren Räumen des Hotels BAYERISCHER HOF Sieben Attraktionen Kapelle Pfahler, Tombola, Buffet, Überraschungen Eintrittskarten a M. £.50 im Vorverkauf bei B. Goldfarb, Weinstr. i4,S. Orljansky & Sohn, Neuhauser Straße 29, D. Kornhauser, Isartorplatz 8, A. Gidalewitsch, Müllerstraße 24, D. Goldberg, Schwanthalerssraße 24 und an der Abendkasse a M. 3.— lung II; Dienstag von 6 bis 7.30 Uhr Jugendabteilung (bis 18 Jahre); 7.30 bis 9 Uhr Leichtathletik- und Turnabteilung der Herren. Der gesamte Turnbetrieb findet in der Luisenschule statt. Sämtliche aktive Mitglieder werden aufgefordert, pünktlich und regelmäßig am Turnboden zu erscheinen. Die Ortsgruope München des Jüdischen Frauenbundes macht ganz besonders aufmerksam auf den am Donnerstag, 12. Januar, abends 8 Uhr, im Lessingsaal stattfindenden Vortrag von Dr. Bertha Badt-Strauß (Berlin) über „Das alte jüdische Frauenbuch“ (Zenne Renne). Gäste sind herzlich willkommen. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Heute Samstag, den 7. Januar 1928, findet der bereits angekündigte Vortrag; „Das jüdische Volkslied“ statt. Vereinslokal: Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1/0. Beginn: Pünktlich 8.30 Uhr. Eintritt frei. Garderobe: 10 Pfennig. Gäste sind herzlich willkommen. Voranzeige: Samstag, den 14. Januar 1928: Jubiläum-Gedächtnis-Abend für „Mendele Moicher Sfurim“ und „Borochow“. Die Vorstandschaft. Schachklub „Lasker“. Unsere Schachabende finden regelmäßig jeden Mittwoch ab 8 Uhr abends im Restaurant Herzog Heinrich, Ecke Landwehr¬ und Mathildenstraße statt. Gäste sind jederzeit willkommen. Die Vorstandschaft. Hebräische Sprachkurse, München. Samstag, den 7. Januar, abends 8 Uhr, findet im Kurslokal, Herzog-Rudolf-Straße 1, ein Vortrag über „Mendele Mocher Sforim, der Dichter von Kapzanuth und Daluth in der jüdischen Gasse“ statt. Referenten: JR. Dr. Elias Straus und stud. phil. R. Katz. Jüdisches Kammerorchester München. Anschrift: Mäx Kupfer, (Fraunhoferstraße 5, Tel. 26 667. Nächste Probe: Mittwoch, den 11. Januar 1928, abends 8 Uhr, im Jüdischen Kindergarten (Herzog-Rudolf-Straße 3). Das Orchester wirkt am 15. Januar bei einer Veranstaltung mit. Es ist deshalb notwendig, daß die Probe am 11. Januar vollzählig besucht wird. — Hauptprobe: Sonntag, 15. Januar, vorm. 10.30 Uhr. Aufführung: Sonntag, 15. Januar, abends 8 Uhr. Beides im Konzertsaale Bayerischer Hof. Die Leitung. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth. Unsere Chanukahfeier, die Donnerstag, den 29. Dezember, in der Künstlerklause im Künstlerhause, stattfand, war außerordentlich gut besucht. Den Reigen eröffnete Dr. Nußbaum mit einer witzigen Geschichte aus Gronemanns neuestem Buche „Schalet“. Herr Fisch las den „Bankrott“ von Schalom Asch vor, außerdem noch eine andere nette humoristische Erzählung. In bunter Fülle folgten dann künstlerische Darbietungen verschiedener Art, deren Gelingen den Herren Schönberg, Hillmann, Dr. Schönberg, den beiden kleinen Tänzerinnen Paper, die ihre Sache sehr gut machten, und Frl. Mina Rawicz, zu verdanken ist. Mit am nettesten und witzigsten waren die Radionachrichten von Herrn Sigmund Hamburger. Da wurden alle und alles drangenommen, Ford und der Centralverein, Lord Plumer und Hindenburg, die Kommunisten und die jüdische Gemeinde, Jabotinsky und stilles Heldentum beim Zahnarzt. Die große amerikanische Versteigerung für den Jüdischen Nationalfonds verhalf vielen zu billigen Andenken an das Ortsgruppenfest. Der Abend war sehr gelungen, und man konnte überall Freude über die reichhaltigen und abwechslungsreichen Darbietungen bei den Anwesenden konstatieren . F. F. Würzburg. Im jüdischen Fortbildungsverein sprach Julius Bab über: „Die Wiedergeburt des altbiblischen Motivs im jüngsten deutschen Drama.“ — Bab ging davon aus, daß man in der dramatischen Dichtung Stoffepidemien beobachten kann. Es werden in gewissen Jahren von den Dichtern weltgeschichtliche Motive äufgegriffen und oft in Massen dramatisch behandelt. Dieses epidemische Aufgreifen ganz bestimmter Stoffkreise kann nicht durch Zufall bedingt sein, vielmehr dient es zum Ausdruck eines Problems, einer gewissen Zeitstimmung. Seit etwa 15 Jahren

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