Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 1 (6.1.1928)
- Date
- 1928-01-06
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. 1 Das Jüdische Echo 9 die vom 24. bis 26. Dezember ds. in Frankfurt a. M. tagte, war außerordentlich stark besucht. Neben den zahlreichen deutschen Gästen war das Ausland stark vertreten. Aus Österreich, Holland, Schweiz, Belgien, Tschechoslowakei, Ungarn, Dänemark, Palästina und den Vereinigten Staaten waren Gäste erschienen. Die Tagung wurde am Samstag abend im überfüllten Festsaal des Handwerkerhauses durch den Vorsitzenden, Dr. Willy Hofmann, feierlich eröffnet. Nach den Begrüßungsansprachen der Vertreter der verschiedenen Verbände hielt das Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses der Weltorganisation Agudas Jisroel, Herr Jacob Rosenheim (Frankfurt a. M.), ein ausführliches Referat über „Die Politik der Agudas Jisroel“. Er legte die sittlichen Grundlagen dieser Politik dar und kennzeichnete das bis jetzt auf diesem Gebiete Erreichte. Die Zuhörerschaft huldigte dem Führer in begeisterter Weise. Am Sonntag vormittag sprachen die Herren Dr. Ascher (Bex les Bains) (Mussar-Vortrag) sowie Dr. Eli Munk (Berlin) und David Ullmann (Kassel) über „Die Aufgaben der Agudas Jisroel-Jugendbewegung.“ Die Montagsitzung brachte ein Referat des Herrn Dr. Arnold Merzbach (Frankfurt) über „Die sittliche Ertüchtigung der Jugend“ sowie zum Abschluß ein Referat des Herrn Jakob Landau (Frankfurt a. M.) über „Unsere Einstellung zu Erez-Jisroel“, das die Forderung nach einer intensiven Aufbauarbeit in Palästina aufstellte. Rabbiner Dr. Ferdinand Straßburger in Ulm während der Ausübung seines Dienstes verstorben Ulm, 25. Dezember. (JTA.) Am 18. Dezember ist der hochangesehene Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Ulm, Dr. Ferdinand Straßburger, unmittelbar nach der Abhaltung des Jugendgottesdienstes, einem Herzschlag erlegen. Das plötzliche Ableben des Hervorragenden Seelsorgers und fesselnden Kanzelredners hat um so erschütternder gewirkt, als sein Bruder und Vorgänger im Amte im Jahre 1915 unter gleichen Umständen verstorben ist. Dr. Ferdinand Straßburger beteiligte sich führend an der liberalen jüdischen Bewegung und wohnte zuletzt der Frankfurter Tagung der Vereinigung für das liberale Judentum in Deutschland bei. Agudas Jisroel organisiert die Orthodoxie Palästinas Wien, 30. Dezember. (JTA.) Der geschäftsführende Ausschuß der Weltorganisation Agudas Jisroel hat nach Kenntnisnahme des Berichtes seines Präsidenten, Rabbiner Dr. Pinchas Kohn, über seine jüngste Reise in Palästina den Beschluß gefaßt, Herrn Dr. Kohn oder einen anderen Repräsentanten nach Palästina zu entsenden, der die Verhandlungen mit den einzelnen orthodoxen Lagern zwecks einheitlicher Organisierung der orthdoxen Judenheit in Palästina fortführen soll. Die Mission Rabbiner Nuroks gescheitert Riga, 29. Dezember. (JTA.) Der Sejmdeputierte, Rabbiner Nurok, hat dem Staatspräsidenten mitgeteilt, daß er den Auftrag zur Bildung einer neuen Regierung zurückgeben müsse, da es ihm nicht gelungen sei, die Basis für eine demokratische Koalition zu finden. Der Kultusminister Tatarescu läßt alle Pogrom- Studenten frei Bukarest, 28. Dezember. (JTA.) Beim Kultusminister Tatarescu erschien heute eine Abordnung der antisemitischen Studentenschaft unter der Führung des Vorsitzenden der christlichen Studentenliga Popescu und des Vizevorsitzenden Werchner. Die Studentenabordnung teilte dem Minister mit, daß sich der Studentenschaft infolge des Gerichtsurteils vom vergangenen Sonnabend, mit welchem neun Studenten zu Gefängnisstrafen verurteilt worden waren, eine ungeheuere Erregung bemächtigt habe. Sie fordert die sofortige Freilassung der noch 40 in Haft befindlichen Studenten und die Amnestierung der vom Gericht verurteilten Studenten, da sonst die Studentenschaft zu Gewalttaten schreiten würde. Minister Tatarescu verfügte die sofortige Freilassung aller noch in Haft befindlichen, sowie der verurteilten Studenten, warnte aber die Studentenschaft durch ihre Führer vor weiteren Unruhen, die von der Regierung mit äußerster Gewalt unterdrückt werden würden. Dr. Weizmann bei Poincare — Empfang bei Rothschild Paris, 30. Dezember. (JTA.) Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Dr. Chaim Weizmann, wurde am 27. Dezember nachmittags vom französischen Premier, Raymond Poincare, empfangen. Die Unterredung dauerte eine halbe Stunde. Am Abend des 27. Dezember wurde im Hause des Barons Henri de Rothschild zu Ehren Dr. Weizmanns ein Empfang veranstaltet, zu dem sich zahlreiche repräsentative Persönlichkeiten des französischen öffentlichen Lebens eingefunden hatten. Dr. Weizmann legte in einer längeren Ansprache die Ziele der zionistischen Bewegung dar und erklärte sich mit Bezug auf den Aufbau des jüdischen Nationalheims in Palästina als ein unentwegter Optimist. Er sprach auch über die Rolle der nichtjüdischen Welt beim Aufbau des jüdischen Nationalheims in Palästina. Sir Alfred Mond sammelt 20 000 Pfund für die jüdischen Arbeitslosen in Palästina London, 30. Dezember. (JTA.) Sir Alfred Mond, der frühere britische Innenminister und jetziges Mitglied der Jewish Agency-Kommission für Palästina, hat sich entschlossen, eine Summe Die Wäscherei der Münchener Hausfrau ist ein mit allen neuzeitlichen Mitteln auf das hygienischste eingerichteter Betrieb. Strenggetrennte Behandlung jedes WascheaPostens Größte Mietwäscherei Münchens Wir laden die Hausfrauen ein, d. bill., schonendste und dabei müheloseste Verfahren zum Reinigen der Wäsche praktisch kennenzulernen. Jede Hausfrau ist begeistert von der schönen Einrichtung Viele Anerkennungsschreiben. Trockenanlage und Bügelmaschinen stehen zur Verfügung. Wir bitten um unverbindliche Besichtigung unserer Anlagen. Auto zum Abholen und Zubring en. Wäscherei d. 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