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Das jüdische Echo · 1927-10-14 · 41 (14.10.1927) · p. Seite 673

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
41 (14.10.1927)
Date
1927-10-14
Page
Seite 673 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 41 Das Jüdische Echo 673 ungehört bleibt!“ Dies ist jetzt auch unser Gebet. Nicht Rache wollen wir, sondern Aufdeckung der furchtbaren W a h r h e i t. Das ganze jüdische Volk muß jetzt unserem Verteidigungskomitee in dieser heiligen Sache zu Hilfe kommen. S. Dubnow.“ Ein Äufruf der Zionistischen Exekutive Die Zionistische Exekutive hat folgenden, von Dr. Chaim Weizmann, Nahum Sokolow, Dr. M. D. Edor, Col. F. H. Kisch, Louis Lipsky, Felix Rosenblüth, Harry Sacher und Miss Henrietta Szold Unterzeichneten Aufruf erlassen: Die vom XV. Zionistenkongreß gewählte neue Exekutive übernimmt ihr Amt unter schwierigen Verhältnissen. Sie vertraut jedoch darauf, daß die ihr von den Zionisten der ganzen Welt und vom jüdischen Volk übertragene Aufgabe mit Erfolg durchgeführt werden kann, wenn sie sich auf die unentwegte und rückhaltlose Mitarbeit all derer stützen kann, denen der Ausbau des jüdischen Palästina Lebensfrage ist. Die Aufgabe der neuen Exekutive besteht in Konsolidierung und Aufbau, und wenn die Konsolidierung den zeitlichen Vorrang haben muß, so immer nur unter dem Gesichtspunkt, daß sie die Bahn frei macht und die Basis für den Ausbau des zionistischen Werkes schafft. Die neue Exekutive sieht die Balanzierung des Budgets als ihre erste Pflicht an, und wird die durch die gegenwärtige Finanzlage der Organisation und durch die Gebote der Wirtschaftlichkeit erforderlichen Änderungen und Sparmaßnahmen durchführen. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe wird sich die neue Exekutive, die keine Partei vertritt und keine anderen Interessen oder Ziele verfolgt als das Wohl des jüdischen Volkes als Ganzes, von keinen Vorurteilen leiten lassen, sondern jedes einzelne Problem nach seiner Bedeutung beurteilen und sich bemühen, Losungen zu finden, die zur Förderung der jüdischen nationalen Heimstätte führen. Die neue Exekutive ist frei von jedem Vorurteil und erwartet deshalb vertrauensvoll die großzügige Mitarbeit aller Elemente, aus denen sich die zionistische Bewegung zusammensetzt. Wenn von Zeit zu Zeit Entscheidungen gefällt werden, die Opfer fordern, so fühlt sich die neue Exekutive ermächtigt, den Rat, die Unterstützung und die Mitarbeit aller zu verlangen, auch derer, von denen Opfer gefordert werden. In Palästina erheben sich die schwierigsten Aufgaben, und Palästina muß daher in erster Reihe Selbstverleugnung aufbringen. Aber gerade weil Palästina schließlich die Früchte dieser Mühen und Opfer ernten wird, und weil der Sieg Palästinas ein Sieg des Mutes und der selbstlosen Ergebenheit an die Zionsidee ist, deshalb blickt die Exekutive rnrt Vertrauen auf Palästina, daß es ihr mit der gleichen Bereitschaft ratend und helfend beistehen wird, wie ihren Vorgängern in der Vergangenheit. Die Probleme der Arbeitslosigkeit sind schwer und drängend; die Exekutive kann noch nicht sagen, daß sie bereits eine fertige Lösung für dieses Problem gefunden hat, wird sich aber notwendigerweise sehr stark mit ihm beschäftigen. Es werden besondere finanzielle Anstrengungen gemacht, die noch weitergeführt werden sollen, und es wird innerhalb der Grenzen des finanziellen Gleichgewichtes nichts unterlassen werden, um das Elend der Arbeitslosigkeit zu mildern und Besserung zu schaffen. Selbstverständlich ist, daß die geistigen Inhalte des jüdischen Nationalheims der neuen Exekutive ebenso teuer sind wie all ihren Vorgängern, und daß keine Mühe gescheut werden wird, um sie ungeschmälert zu erhalten. Die Zionisten des Galuth haben eine nicht weniger wichtige, wenn auch weniger schwere Pflicht zu erfüllen als die Juden Palästinas. Sie haben in erster Linie die Verantwortung dafür, daß die Mittel zur Durchführung der Aufgabe, mit der sie die Exekutive betraut haben, beschafft werden. Die finanziellen Verpflichtungen, die sie eingegangen sind, bilden das Minimum dessen, was sie zu leisten haben. Wenn dieses Minimum nicht weitgehend überschritten wird, so ist es sicher, daß die Exekutive in der Erfüllung ihrer dringendsten und ernstesten Verpflichtung, nämlich der Beseitigung der Arbeitslosigkeit, schwer gehemmt sein wird. Die Exekutive erwartet mit Bestimmtheit, daß sich die Juden des Galuth zur vollen Höhe ihrer Verantwortlichkeit erheben werden. Um dies zu erreichen, müssen sie aber sofort an ihre Aufgabe herangehen und ihre Anstrengungen unermüdlich fortsetzen. Indem die Exekutive alle Kreise des jüdischen Volkes zur Mitarbeit einlädt, wird sie sich sowohl um das Verständnis als auch die Mitarbeit der autoritativen Behörden in Palästina und außerhalb Palästinas bemühen, die nach den Bestimmungen des Mandates für die Landesverwaltung und die Förderung des Aufbaus des jüdischen Nationalheims verantwortlich sind. Die Exekutive glaubt, daß sie einer solchen, auf Sympathie beruhenden Mitarbeit und Unterstützung seitens der britischen Regierung Palästinas sicher sein kann. (Ziko) Deutsche Xeuwäscherei Gr.m.h.H. FELIX BRAXDNEK * MÜNCHEN Wittelsbacherplatz 2/o, Eing. Finkenstraße Telefon Nr. 23708 Spezial-Dampfwaschanstalt für Herren-Plättwäsche nur Kraren, Manschetten, Vorhemden und Oberhemden. Lieferzeit ca. STaye L. KIELLEUTHNER Besichtigen Sie unverbindlich unsere erlesenen Neuheiten Hauptpreislage: Mk. 180.-bis Mk. 250.- Kein Anzug über Mk. 280.-

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