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Das jüdische Echo · 1927-09-09 · 36 (9.9.1927) · p. Seite 577

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
36 (9.9.1927)
Date
1927-09-09
Page
Seite 577 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 36 Das Jüdische Echo 577 I. MÜNCHENER PLISSEE-BRENNEREI lFranz qruber, München Hohlsaum, Knöpfe, Endeln, Kanten, KostUmstlckereien Burgstraßei6/3 Knopflöcher Telephon 22975 unsere Pflicht gegenüber Herrn Dr. Feiwel ist, sondern ein nur geringer Ausdruck von Dankbarkeit, welche die gesamte Bewegung Dr. Feiwel dafür schuldet, daß er in sechsjähriger Arbeit den Keren Hajessod so organisiert hat, daß seine Grundlagen auch in Zukunft unerschüttert bleiben können, wenn wir diesen unseren Dank nochmals öffentlich von der Kongreßtribüne aussprechen. Seit einem Jahre ist die Zentrale des KH in Jerusalem. Die Propaganda wird von dem engsten Zusammenhang mit den positiven Arbeiten, die aus den Mitteln des KH durchgeführt werden, belebt. Im Gegenteil: Wo für den KH im richtigen Geiste gearbeitet wird, wo man die Idee der Steuerleistung einzuprägen sucht, wo man sich nicht in erster Reihe an die wendet, die immer zu geben bereit sind, wo man sich nicht mit kleinen Beträgen begnügt, sondern der Idee des Maaßer sich zu nähern sucht — überall dort ist die Arbeit für den Keren Hajessod Propaganda im höchsten Sinne des Wortes, jüdisch-geistige Leistung, Vorbereitung einer jüdischen Idee, nationale Erziehung. Wir sind mit dem, was erreicht ist, nicht zufrieden. Aber eines kann doch gesagt werden: Objektiv gesehen gegenüber dem, was vor uns war, gemessen an den Leistungen der nichtzionistischen Judenheit und der jüdischen Vergangenheit im allgemeinen, ist das, was in diesen 6 bis 7 Jahren erreicht worden ist, doch eine respektable Leistung. Es ist auch für die Verwaltung des Keren Hajessod klar, daß mit der steigenden Entwicklung Palästinas die Zahl der palästinensischen F i - nanzinstitute wachsen. Wir haben vor einigen Jahren die erste Hypothekenbank Palästinas gegründet. Die letzte Bilanz der Hypothekenbank hat die Möglichkeit gegeben, an den Verkauf der Hypothekenpfandbriefe heranzugehen. Es besteht ferner der Plan, ein Institut für Industrie-Kredite zu schaffen. Auch dieses Institut soll aus Mitteln des Keren Hajessod gegründet werden. Wir hoffen, daß es, sobald es seine ersten Kinderkrankheiten überstanden haben wird, auch Privatkapital anziehen und an die Anlage in der Industrie Palästinas gewöhnen wird. Wir sind uns bewußt, daß über diese Aufgaben hinaus vor uns die Schaffung eines landwirtschaftlichen Kreditinstitutes steht, das wird eine Aufgabe sejn, die über die oben genannten an Bedeutung weit hinausgeht. Große Kapitalien sind notwendig, um unsere landwirtschaftlichen Kolonien, die die unbedingte Voraussetzung für die gedeihliche Entwicklung der jüdischen Kolonisation in Palästina bilden, zu sichern und mit den notwendigen Finanzmitteln zu versorgen. Entsprechend der Größe der Aufgaben wird die Schaffung eines solchen Agrarinstitutes eine längere Vorbereitungszeit brauchen. Denn dieses Institut wird der Keren Hajessod aus seinen laufenden Mitteln nicht schaffen können. Hier wird es notwendig sein, an die Öffentlichkeit zu appellieren, wie es einmal bei der Jüdischen Kolonialbank geschehen ist. Aber auch hier wird der Keren Hajessod mit seinem Apparat, mit seinen Erfahrungen die notwendige Grundlage für die Durchführung der Propaganda und für die erste organisatorische Einrichtung geben können. Zehnte Sitzung Die Resolutionen der Einwanderungskommission Die heutige Sitzung konnte erst um 9 Uhr abends beginnen, da um diese Zeit die Einwanderungskommission ihre Resolutionen bereits fertiggestellt hatte. Namens des Ausschusses legte Delegierter Dobkils die folgenden Beschlüsse vor: In Anbetracht der Krise, welche die Einwanderung zum Stillstand gebracht hat, erklärt der Kongreß feierlich, daß eine im großen Maßstab geführte Volksalijah, die sowohl Arbeitskraft als Kapital ins Land bringen soll, eine unbedingte Notwendigkeit ist. Der Kongreß erblickt in der organisierten Alijah von Chaluzim einen entscheidenden Faktor für die Stärkung der zionistischen Bewegung und sieht hiefür die unerläßliche Voraussetzung in der Hachscharahtätigkeit in der Galuth. Der Kongreß beauftragt die zionistische Leitung, sofort jenem Teil der organisierten Pioniere, welcher die entsprechende Vorbildung hat, die Einreise nach Erez-Israel zu ermöglichen. (Zu diesem Punkt beantragt Professor Pick die Abänderung des Wortes „sofort“ in „bei der ersten Möglichkeit“.) In den Resolutionen wird Stellung genommen gegen eine in den jüngsten Tagen, am 25. August, beschlossene Verordnung der Palästinaregierung, welche jede Einwanderung von Arbeitern und Handwerkern unterbindet. Die Exekutive wird aufgefordert, alle Mittel anzuwenden, damit diese Verordnung außer Kraft gesetzt wird. Eine weitere Resolution beschäftigt sich mit der zionistischen Jugend in Rußland. Der Kongreß wird aufgefordert zu beschließen, daß die für die Pionierbewegung in Rußland vorgesehene Subvention vor allen anderen Aufgaben zur Auszahlung zu bringen ist. Dieser Beschluß wurde mit besonderem Nachdruck von Tempkin begründet, der mitteilte, daß nicht weniger als 980 hervorragende Zionisten in den Kerkern Sibiriens schmachten. MODELLHAUS SOPHIE OELDENBERGER HAUS FÜR FEINSTE DAMENMODEN MÜNCHEN THEATINERSTRASSE 40 TELEPHON 27168 ^/2R.tCCXUS \2ffeue(le^ef3^?o8eIle ^offcwrfc&ncr * 15?4 * ^ftolung ®e(. 20519 ^efxSerräffraße 14/15 in rßicftffer ^Rttstoafxl

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