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Das jüdische Echo · 1927-08-19 · 33 (19.8.1927) · p. Seite 532

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
33 (19.8.1927)
Date
1927-08-19
Page
Seite 532 (sequence 12)
Language
German
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532 Das Jüdische Echo Nr. 33 und guter Witterung die Leistung sowohl in bezug auf die Kilometerzahl als auch auf die Geschwindigkeit ganz wesentlich erhöhen zu können. Zunächst gedenke ich, mich einem Training im stehenden Wasser in irgendeinem See in Österreich zu unterziehen und dann will ich unter Berücksichtigung der obenerwähnten Umstände die Strecke Linz—Wien (etwas mehr als 150 Kilometer), für deren Bewältigung ich etwa 13—14 Stunden in Erwägung ziehe, in Angriff nehmen, um mich dann an die Durchquerung des Ärmelkanals wagen zu können. Bar-Kochba-Meisterschaften Berlin, 14. August. (JTA.) Am 28. d. M. werden vom Berliner Bar-Kochba die Meisterschaften des Deutschen Kreises des Makkabi-Weltverbandes durchgeführt. Obschon der Meldetermin erst am 15. abläuft, liegen bereits heute eine stattliche Zahl von Meldungen der deutschen Bar- Kochba-Vereine vor, so daß das Sportfest groß zu werden verspricht. Die Kampfmannschaft des Berliner Bar-Kochba, die in dieser Woche von ihren erfolgreichen Sportreisen zurückgekehrt ist, wird vollzählig, auch mit Katz, zu dem Start erscheinen. Rundschau Bar-Kochba, Berlin. Das Sportfest beim Realia-Staffeltag wurde zu einem großen Erfolg für den Bar-Kochba, der den Gegnern in seiner Klasse völlig überlegen ist. Nur die 3X200-m- Staffel ging knapp gegen „Terest“ verloren, die 2. Mannschaft konnte hier knapp hinter der 1. den 3. Platz belegen. Dafür schlug der Bar-Kochba in der 4Xl00-m-Staffel Terest um 6 m. Alle anderen Staffeln bedeuteten überlegenen Sieg des Bar- Kochba. Die 4X800-m-Staffel wurde mit 20 m Vorsprung gewonnen. In der 15X^-Runden-Staffel waren es sogar 100 m, und die Jugend gewann ihre 3X200-m-Staffel mit 15 m Vorsprung. Die große Realia-Staffel über 10 km gestaltete sich zu einem interessanten und abwechslungsreichen Kampfe mit der Sportvereinigung A.E.G. Katz stellte den Sieg für Bar-Kochba sicher, aber auch die übrigen Staffelläufer, Treumann, Nesselroth, Cohen, Kraus und Hellermann hielten sich ausgezeichnet. Weniger glücklich war Bar-Kochba in den Mädchen- und Knabenstaffeln. Die Mädchen belegten den 1. Platz, die Knaben den 2., beide Mannschaften aber mußten aus formalen Gründen disqualifiziert werden. * In den „Nationalen Wettkämpfen“, die der Sportklub Bernau veranstaltete, gelang es „Bar-Kochba“, wieder unter Beweis zu stellen, daß er reif zur Aufnahme in die A-Klasse ist. Das 3000-m-Einzel- und Mannschaftslaufen sah die drei Bar-Kochbaner Katz, Bergmann und Cohen in dieser Reihenfolge auf den ersten Plätzen. Die Überraschung des Tages war jedoch Bergmann, der, nachdem man ihn bisher nur als Mitteldistanzier kennengelernt hatte, sich als ein überaus talentierter Langstreckenläufer erwies. Einen weiteren Sieg konnte Bar- Kochba durch Kraus im 800-m-Lauf buchen. Ganz überlegen wurde auch die Zehnrunden-Staffel gewonnen. Der fünfte Sieg wurde in der 4Xl00-m- Staffel von den Damen in der nicht schlechten Zeit von 56 Sekunden errungen (Frl. Golluber und Grete Hummel). Im Weitsprung wurde Kurz II mit der für die Verhältnisse als gut zu bezeichnenden Leistung von 6,42 Meter Zweiter. Der erste Start von Boxern des Bar-Kochba in Leipzig am 1. August im Kristallpalast Dresden brachte dem veranstaltenden Verein, dem Dresdener Athletik-Klub 1914, ein volles Haus. Die Bar- Kochbaner siegten auf der ganzen Linie. Reiter (Bar-Kochba, Leipzig) schlug Grundmann (Dresdener Athletik-Klub) einstimmig nach Punkten. Flaschmann vom Bar-Kochba Leipzig hatte den ostsächsischen Meister Krause (Dresdner Sport- Klub) mehrfach schwer angeschlagen und siegte ebenfalls überlegen und einstimmig nach Punkten. Engel (Bar-Kochba Leipzig) sicherte sich gegen den ostsächsischen Meister Thiemer (Dresdner Athletik-Klub) durch einen grandiosen Endspurt einen einstimmigen Punktsieg. Baldermann (Bar- Kochba Leipzig) siegte über Hantsch (Dresdner Athletik-Klub) in der dritten Runde durch Disqualifikation. Die Fußballmannschaft des Berliner Makkabi errang über die ausgezeichnete Mannschaft der Teutonia einen viel beachteten Sieg; das Spiel endete 8:4. Damit ist Makkabi im Pokalwettstreit an die Spitze gerückt. * Die Wettkämpfe zwischen Makkabi-Berlin und dem Stettiner Boxklub, die am 24. Juli im Rahmen der Heringsdorfer Sportwoche ausgetragen wurden, ergaben das für Makkabi günstige Gesamtresultat von 9:7. Fliegengewicht: Friedländer II gegen Steindamm (Nordostdeutscher Meister). Friedländer, glänzend in Form, hatte den Kampf stets fest in der Hand und holte den ersten Sieg für Makkabi heraus. — Bantamgewicht: Samuel gegen Titel (Nordostdeutscher Meister). Samuel hatte einen schweren Kampf zu bestreiten, da sein Gegner ihm an Reichweite im Vorteil war. Samuel schlug sich sehr tapfer und mußte nach einer flotten dritten Runde den Sieg Titel überlassen. — Federgewicht: Fuchs gegen Salomon (Stettin). Fuchs, wie immer in großer Form, lieferte Salomon einen sehr, sehr flotten Kampf. Fuchs, der aus allen Lagen schlug, buchte jede Runde für sich und wurde klarer Punktsieger. — Leichtgewicht: Malz gegen Ruppel (Nordostdeutscher Meister). * In den Kämpfen für die diesjährige Meisterschaft des Reichsverbandes für Jiu-Jitsu, die am 23. Juli in Swinemünde ausgetragen wurde, gelang es der Jiu-Jitsu-Gruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, das gute Ergebnis der Kölner Kampfspiele von 1926 noch zu verbessern. Im Federgewicht (bis 110 Pfd.) wurde Ernst Joachimsthal erstmalig Deutscher Meister. Im Fliegengewicht (bis 100 Pfd.) wurde Harry Rosenthal, bereits 1926 Deutscher Meister, durch Nichtantreten seines letzten Gegners kampflos mit der gleichen Würde ausgezeichnet. Alfred Mendelsohn wurde im Leichtgewicht (bis 122 Pfd.) Zweiter. * Hakoah-Schwimmer in Berlin Die Wiener Hakoah-Schwimm-Mannschaft, die am 26. Juli im Wellenbad des Lunaparks startete, rechtfertigte alle in den dritten Städtekampf Wien—Berlin gesetzten Erwartungen. Frl. Fritzi Löwy, österreichische Freistil-Rekordhalterin über alle Strecken und Strommeisterin 1926/27, gewann ihre 400 m in 6:29,2. Goldberger (Hakoah) trug die schweren 100 m-Freistil überlegen in 1:05,6 nach Hause und stellte gleichzeitig einen neuen österreichischen Rekord auf. Später holte sich

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