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Das jüdische Echo · 1927-08-19 · 33 (19.8.1927) · p. Seite 527

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
33 (19.8.1927)
Date
1927-08-19
Page
Seite 527 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 33 Das Jüdische Echo 527 der Flora Palästinas und biblischer und talmudischer Botanik geleistet. Schließlich wurde der Anfang mit der Errichtung des Mathematischen Institutes gemacht. Im Institut für Jüdische Studien ist der Forschungs- und Lehrbereich nach verschiedenen wichtigen Richtungen erweitert worden. Es wurde beschlossen, Lehrstühle für Bibelstudium, jüdische Geschichte und jüdische Philosophie zu errichten. Während des vergangenen Jahres wurden neue Vorlesungen über hebräische Dichtkunst des Mittelalters und über die Soziologie der Juden eingerichtet. Hiermit wurde Dr. Arthur Ruppin betraut. Es wurde ferner ein Archäologe ernannt, der unter den gemeinsamen Auspizien der Universität und der Jüdischen Ausgrabungs-Gesellschaft tätig ist und bereits gute Arbeit im Zusammenhang mit der Auffindung der sogenannten Dritten Mauer des alten Jerusalem geleistet hat. Von den Professoren, Lektoren und Assistenten wurde im vergangenen Jahre auf dem Gebiete der jüdischen Studien wertvolle Arbeit geleistet, deren Ergebnisse im Bulletin des Institutes veröffentlicht wurden. Das Institut für orientalische Studien, das vorige Jahr eröffnet wurde und sich augenblicklich ausschließlich mit dem Studium der arabischen Literatur und islamischen Kultur beschäftigt, hat ständige Fortschritte gemacht. Das Institut hat zwei größere Arbeiten gemeinsamer Forschungsarbeit unternommen: die Vorbereitung einer Konkordanz klassischer arabischer Dichtkunst und die kritische Ausgabe einer großen historischen Sammlung von Büchern und Gesetzen. Die Durchführung dieser umfassenden Pläne wird einen großen Schritt vorwärts zur Befestigung der Stellung des Institutes in der Welt der orientalischen Wissenschaft bedeuten. (Ziko) Palästina und der Völkerbund Der Bericht der Mandatskommission an den Völkerbundsrat. — Zufriedenheit mit der Verwaltung der Mandatarmacht Genf, 8. August. (JTA.) Der für den Völkerbundsrat bestimmte Bericht der Ständigen Mandatskommission des Völkerbundes über das Ergebnis ihrer 11. Tagung ist soeben hier veröffentlicht worden. In Palästina gewidmeten Teilen des Berichtes wird der Zufriedenheit mit der Verwaltung der Mandatarmacht Ausdruck gegeben. In der allgemeinen Einleitung zum Bericht wird bemerkt, daß die Kommision auch von dem Bericht der Mandatarmacht betreffend die Fortschritte in der lokalen Autonomie befriedigt sei, aber in dem kommenden Jahresbericht gern mehr ins Detail gehende Informationen über die Entwicklung der „sich selbst regierenden Institutionen“, wie sie in Artikel 2 des Mandats vorgesehen sind, haben möchte. Zu dem Memorandum der Zionistischen Weltorganisation bemerkt die Mandatskommission, daß dieses Memorandum wertvolle und interessante Informationen über die Tätigkeit der Zionistischen Organisaiton im Jahre 1926/27 enthält. Der Bericht erwähnt insbesondere den Abschnitt 17 des zionistischen Memorandums, in welchem festgestellt wird, daß im Berichtsjahre die palästinische zionistische Exekutive der Regierung gegenüber den Wunsch aussprach, daß den neugegründeten jüdischen Kolonien in den ersten Jahren ihres Bestehens gewisse Bodensteuern erlassen, bzw. ermäßigt werden, da neuentstandene Kolonien nicht in der Lage sind, die Steuern aus eigenen Erträgen zu leisten und die zionistische Exekutive aus ihren Fonds auch noch die Steuergelder bezahlen muß, wodurch der Exekutive Kapital entzogen wird, welches sie für konstruktive Arbeit hätte verwenden können und sollen. Diesem Abschnitt des zionistischen Berichtes stellt die Mandatskommission die Mitteilung der Mandatarmacht gegenüber, daß die Palästina-Regierung diesen Vorschlag der zionistischen Exekutive günstig aufnehme, jedoch der Meinung sei, daß es nicht wünschenswert wäre, vor Einführung einer allgemeinen Reform des Steuersystems irgendeiner Landwirteklasse eine privilegierte Behandlung in Steuerangelegenheiten zuteil werden zu lassen. Die erwähnte Steuerreform wird in kurzer Zeit in Kraft treten. Die Mandatskommission bemerkt, daß der Gesichtspunkt der Mandatarmacht ein vollkommen logischer sei und daß die Zionistische Organisation Anlaß hat, mit dieser Erklärung zufrieden zu sein. Der Mantelbrief zum Bericht der Mandatskommission enthält noch die folgenden zwei Beobachtungen, bezüglich welcher die Kommission ihrer Zufriedenheit Ausdruck gibt. a) Die Mandatarmacht teilt mit, daß die Regierungssubvention für das jüdische Schulwesen für das Jahr 1926/27 £E 10 644 betragen hat gegen £E 2500 im vorangegangenen Jahre, und daß für die restlichen neun Monate des gegenwärtigen Finanzjahres die Subvention auf einen Satz von £E 20 000 pro Jahr gebracht worden ist. b) Bezüglich einer Arbeitergesetzgebung teilt die Mandatarmacht mit, daß die Palästina-Regierung der Ausgestaltung der Arbeitergesetzgebung ihre Aufmerksamkeit widmet und daß gegenwärtig zwei Ergänzungsentwürfe in Erwägung stehen. Im Hinblick auf die oben mitgeteilten Tatsachen gibt die Kommission der Meinung Ausdruck, daß die Bemerkungen der Mandatarmacht als durchaus befriedigend erachtet werden können. Zu der Petition der Jerusalemer aschkenasischert Gemeinde (Agudas Jisroel) bemerkt die Mandatskommission, sie verweise auf ihre im vorigen Jahre gefaßte Resolution, nach welcher sie die Memoranden der Agudas Jisroel-Gruppe, sowie die Bemerkungen der Mandatsmacht hierzu zur Kenntnis nehme und sie, sobald die geplanten Verordnungen ihr nach ihrem Inkrafttreten vorliegen werden, in Erwägung ziehen wird. Die versöhnlichere Haltung der Arabischen Exekutive Zu der Petition der Arabischen Exekutive Palästinas bemerkt die Mandatskommission: Die Arabische Petition beruht zwar auf den gleichen Gesichtspunkten wie ihre früheren Petitionen, allein im allgemeinen ist der Ton ein wesentlich gemä- Ueberkinger Sprudel Suddeutschlands führendes Tafelwasser Generaldepot Eduard Kühles, München Tel 20542 Ledererstr. 12

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