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Das jüdische Echo · 1927-08-12 · 32 (12.8.1927) · p. Seite 509

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
32 (12.8.1927)
Date
1927-08-12
Page
Seite 509 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 32 Das Jüdische Echo 509 zoth); c) für Beglaubigung von Zertifikaten gemäß dem jüdischen Gesetz. Die Elected Assembly hat ein Reglement über das System der Aufbringung und den Höchstbetrag von auferlegten Steuern und Gebühren jährlich dem Oberkommissär zur Billigung vorzulegen; erst wenn diese Billigung vorliegt, darf die Einbringung vollzogen werden. Das von der Elected Assembly angenommene Budget tritt erst nach Billigung durch den Oberkommissär in Kraft; das von jeder lokalen Gemeinde angenommene Budget unterliegt der Bestätigung durch den Distriktskommissär. Die Jahresbilanzen des Generalrats (Waad Leumi) und jeder lokalen Gemeinde müssen den vom Oberkommissär vorgeschriebenen Formalitäten entsprechen; sie werden durch vom Oberkommissär bestätigte Rechnungsrevisoren geprüft; eine Kopie des Berichtes der Revisoren soll dem Oberkommissär (im Falle des Waad Leumi) und dem Distriktskommissär (im Falle der lokalen Gemeinden) übermittelt werden. Der Rabbinische Rat, die rabbinischen Bureaus und die Rabbiner der lokalen Gemeinden sind binnen sechs Monaten vom Datum der Veröffentlichung des Reglements zu wählen oder zu ernennen. Die Haltung der Aguda Jerusalem, 4. August. (JTA.) Eine hier abgehaltene Massenversammlung von Anhängern der Agudas Jisroel beschloß, an das Kolonialamt nach London telegraphisch das Ersuchen zu richten, zu erlauben, daß in Übereinstimmung mit der Gemeindeordnung eine eigne, orthodoxe jüdische Gemeinschaft in Palästina begründet werde. Ein Telegramm gleichen Inhalts ging an den stellvertretenden Oberkommissar Colonel Symes. London, 4. August, (JTA.) Das Londoner Büro der Agudas Jisroel erklärt, daß die publizierte jüdische Gemeindeordnung für Palästina in vielfacher Hinsicht den Forderungen der unabhängigen Orthodoxie entspricht; die politische Exekutive der Agudas Jisroel berät gegenwärtig über diese Angelegenheiten. Um noch mehrere Fragen zu klären, weilte Dr. Isaac Breuer namens der Exekutive in London, um mit den zuständigen Behörden über die Gemeindeordnung zu verhandeln. Diese Verhandlungen haben einen sehr zufriedenstellenden Verlauf genommen. Aus der jüdischen Welt Dachstuhlbrand im Berliner Jüdischen Siechenhaus Berlin, 3. August. (JTA.) Im Jüdischen Siechenhaus, das unmittelbar neben der großen Synagoge in der Oranienburger Straße 31 steht, ist heute morgen ein Brand ausgebrochen, der einen großen Teil des Dachstuhles vernichtete. Es bestand keine Gefahr für die Insassen des Siechenhauses, da die Zementdecken sich als vollkommen feuersicher erwiesen. Nur an einer Stelle ist die Mauer durchgebrannt. Die alten Leute, die durch den Feueralarm in begreifliche Aufregung versetzt waren, wurden bald beruhigt. Das Feuer war nach zweistündiger Arbeit der Feuerwehr gelöscht. Es hat den Dachstuhl in dem weit in den Garten hinein gelegenen Teile des Hauses in etwa fünf Fenstern Front total zerstört. Dis Kölner Friejdhofsschänder ermittelt. — Sechs Verhaftungen Köln, 7. August. (JTA.) Der Kölner Kriminalpolizei ist es gelungen, auf die Spur der Täter zu kommen, die vor 8 Tagen den orthdoxen jüdischen Friedhof in Köln zerstört, 71 Grabsteine umgeworfen und zum Teil zertrümmert, sowie die Grabstätten geschändet hatten. Die Annahme, daß es sich um völkische Kreise handelt, hat sich vollauf bestätigt. Die Polizei hat bisher sechs Verhaftungen vorgenommen, deren Namen yorläufig verschwiegen werden. Die Verhafteten, unter denen sich der Haupträdelsführer befindet, sind alle Mitglieder der nationalsozialistischen Arbeiterpartei. Die Kölner nationalsozialistische Organisation versucht, sich durch die Behauptung aus der Affäre zu ziehen, daß einer der Täter vor einiger Zeit aus ihrer Gruppe ausgeschlossen wurde und, um an den Nationalsozialisten Rache zu üben, andere Nationalsozialisten zur Tat angestiftet hat. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen; es stehen, wie es heißt, weitere Verhaftungen bevor. Die Freiburger K. C.-Tagung Freiburg, 5. August. (JTA.) Der K. C. (Kartell-Convent der Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens), hielt in Freiburg i. Br. seinen 25. ordentlichen Verbandstag ab, zu dem aus allen Teilen des Reiches K. C’er gekommen waren. Dr. Berlak gab zunächst den Geschäftsbericht und teilte mit, daß die Zahl der Aktiven sich gegen das Vorjahr nahezu verdopelt hätte. L. KIELLEUTHNER Besichtigen Sie unverbindlich unsere erlesenen Neuheiten Hauptpr eislage: Mk. 180.-bis Mk. 250.- Kein Anzug über Mk. 280.- V

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