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Das jüdische Echo · 1927-07-29 · 30 (29.7.1927) · p. Seite 478

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
30 (29.7.1927)
Date
1927-07-29
Page
Seite 478 (sequence 6)
Language
German
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482 Nr. 30 Das jüdische Echo / Blätter für die jüdische Frau Situation entstehen, daß' man bei einer 2ur Zeit des Wiener Kongresses stattfindenden und selbst eine Art von Kongreß der Frauen aus allen Ländern bildenden Tagung den anwesenden Vertreterinnen der größten, über 3000 Mitglieder zählenden palästinensischen Frauenorganisation, die volle Redefreiheit verwehrte. Es soll nicht bestritten werden, daß bei diesem System einige ganz wertvolle Institute im Laufe der Jahre geschaffen worden sind, aber es darf nicht übersehen werden, daß auf diese Weise auch heute die nationale Frauenarbeit im Auslande meistens noch auf der Stufe einer unsystematischen, von keiner großen Gesamtidee beseelten Wohltätigkeitsarbeit bleibt. Es darf auch nicht übersehen werden, daß dadurch dem großen Palästinagedanken, dem Gedanken der Schaffung der neuen Gemeinschaft unendlicher Schaden getan wird. Dieses System der Wphltätigkeit für Palästina ohne Beratung mit Palästina ist heute viel weniger entschuldbar als vor Jahren; denn Palästina ist nicht mehr dasselbe wie einst. Die Frauen Palästinas haben sich inzwischen längst zu Organisationen vereinigt und streben immer mehr zu einer Organisation der Organisationen hin. Dieses Streben müßte eigentlich von den Frauen des Auslandes in jeder Weise gefördert, allenf^ll^ sogar mit Organisationsmitteln ausgestattet jyefa den, denn es würde zur Schaffung einer palä§.fcin nensischen Zentralstelle für nationale Frauenarbeit führen. Von dieser Zentrale aus würden djß Frauen des Auslandes ihre Anregungen und Arbeitspläne erhalten, durch sie würde der lebendige Kontakt zwischen den Frauen hier und jenen draußen geschaffen werden, , Es ist eine eigentümliche Erscheinung, daß gerade in der letzten Zeit, in der. Zeit, in der die großen nationalen Organisationen Keren Kaje-< meth und Keren Hajessod den Boden Palästinas als genügend vorbereitet erkannten, um ihre Zentralstellen hierher zu verlegen —daß gerade um diese Zeit die Frauenorganisationen des Auslandes eine ausgesprochene Tendenz zu Dezentralisation aufweisen. Wenn schon die Frauen bis heute nicht dazu gelangt sind, sich in ihren Landesorganisationen und in der zionistischen Gesamtorganisation Sitz und Stimme zu erringen, wodurch sie dann auf die gesamte Palästinaarbeit auch die zugunsten der Frauen Einfluß nehmen Deutsche lVeuwäsch«»rei G.m.h.H. FELIX BRAKDNEB « MÜXCHK1V Wittelsbacherplatz 2/o, Eing. Finkenstraße Telefon Nr. 23708 Spezial-Dampfwaschanstalt für Herren-Plättwäsche nur Kraren, Manschetten, Vorhemden und Oberhemden. Lieferzeit ca. 8Taee könnten, So ist es wenigstens erfreulich, daß sich in den verschiedenen Ländern die Frauen zu besonderen Organisationen mit besonderen Zielet! zusammengeschlossen haben. Bedauerlich ist nu£ die Form, in der sich diese Arbeit vollzieht. Es ist eine mehr alte als gute Form: Frauenkomitees des Auslandes wählen sich ihr Programm und ihre Vertrauensdamen in Palästina und leister* ganz unabhängig voneinander ihr Stückchen Arbeit. Auf diese Weise ist wie einst jede Möglichkeit zu einen* sich Kreuzen der verschiedenen Pläne mit der daraus resultierenden Vergeudung an Mitteln und Kräften gegeben. Auf diese Weise ist eine Erneuerung des Typs der nach Macht und Geltung hungrigen Herrscherin im kleinen Klüngel gegeben. Auf diese Weise sind wir kurz und gut zu dem alten, längst totgeglaubten Kolel- und Chalukahsystem zurückgekehrt. Es ist anzunehmen, daß die Frauengruppen des Auslandes die letzthin neuerlich begonnen haben, in dieser Weise zu arbeiten, sich über die rückschrittliche, gewissermaßen sogar destruktive Tendenz ihrer Arbeit nicht im klaren sind. Es ist besonders auch anzunehmen, daß sie von dem neuen' Stadium in Palästina, dem Stadium der selbständigen, Tausende von Mitgliedern zählenden Frauenorganisation noch nichts wissen und solange die ersehnte Zusammenfassung der verschiedenen palästinensischen Frauenorganisationen hoch nicht erfolgt ist, nicht wissen, auf welche andere Weise sie arbeiten könnten. Ihnen sei ein genaues Studium der palästinensischen Frauenorganisationen empfohlen, wobei sie sicher zu der. Überzeugung gelangen würden, daß es besser und für die Anbahnung nationaler Selbständigkeit wichtiger ist, wenn sie diese oder jene bereits bestehende Organisation statt dieser oder jener einzelnen Frau zu ihrer „Vertrauensdame“ machen. Ihnen sei ferner die Überzeugung der palästinensischen Frauen nahegelegt, daß trotz der unendlichen Not an Institutionen für soziale Frauenarbeit im Lande doch nichts so nottut, wie die Schaffung der zentralen Organisation in Palästina mit Hilfe der im Auslande arbeitenden Frauenverbände. Erste Konferenz jüdischer Farmerfrauen in Amerika Neuyork, 25. Juli. (JTA.) Unter der Leitung von Frau Eimer Eckhouse wird am 1. August im Michigan State College die erste Konferenz jüdischer Farmerfrauen in Amerika eröffnet werden. Die Beratungen werden Fragen des ländlichen Haushalts , gewidmet sein. BUICK die Weltmarke in 127 Ländern vertreten Der moderne, populärste 6-Zylinder Neues Modell 1927 bereits lieferbar Vertretung: BAYERN-AUTO G.m.b.H.,Paul-Heyse-Str. 9,Tel. 58422 / SSÄSse

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