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Das jüdische Echo · 1927-07-01 · 26 (1.7.1927) · p. Seite 412

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
26 (1.7.1927)
Date
1927-07-01
Page
Seite 412 (sequence 4)
Language
German
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412 Das Jüdische Echo Nr. 26 rund 5000 und im Juli 1926 6000. In den folgenden zwei Monaten sank diese Zahl auf etwa 4000, um dann wieder anzusteigen und gegen Ende des Jahres die Ziffer 6500 zu erreichen und eine weitere ansteigende Tendenz zu zeigen. Besonders scharf machte sich die Arbeitslosigkeit im Baufach und in den Handelsbetrieben bemerkbar, während sie auf den anderen Gebieten nicht größer als im vorangegangenen Jahr gewesen ist. Etwa die Hälfte der Arbeitslosen betraf allein das Baufach in Tel-Awiw. Eine so große Zahl Arbeitslose bedeutete ein schweres soziales Problem. Die Palästinisch-Zionistische Exekutive gewährt aktive Hilfe, gegen Ende des Jahres stellte auch die Regierung ihren Beistand in Aussicht. Von April 1926 bis Jahresende gab die Exekutive £ 13 671 für reine Arbeitslosenunterstützung, die nicht allein Arbeitern zugute kam, ferner £ 38 722 für produktive Erwerbslosenfürsorge, die den Arbeitern ein bis zwei Tage in der Woche Arbeitsgelegenheit gab und £ 9988 für andere Notstandsarbeiten aus. Bei der letzten Volkszählung in Palästina wurden 31821 jüdische Arbeiter gezählt, von denen 23 447 in Städten wohnten. 1058 von ihnen (4,4 Prozent) waren Absolventen einer Universität, 9715 (40,4 Prozent) hatten Mittelschulen, 7217 (30 Prozent) Elementarschulen, 5257 (21,8 Prozent) religiöse Schulen, 204 (1,1 Prozent) Vorbereitungsfachschulen absolviert; 545 (2,25 Prozent) hatten keine regelmäßige Schulbildung genossen. 20 000 von ihnen konnten hebräisch sprechen, lesen und schreiben. Im Jahre 1926 war die landwirtschaftliche Kolonisation in stetigem Fortschritt begriffen. Acht Kolonien konnten bereits auf die Finanzierung seitens des Keren Hajessod verzichten, mehrere andere werden ihre finanzielle Selbständigkeit in diesem Jahre erlangen. 120 jüdische landwirtschaftliche Siedlungen gibt es in Palästina, von denen 41 unter direkter Kontrolle der Zionistischen Organisation stehen und ganz oder teilweise vom Keren Hajessod finanziert werden. Die Bevölkerung dieser letzteren Kolonien betrug betrug 4628, das von ihnen bebaute Gebiet betrifft 25 000 Acres, von denen 75 Prozent dem Getreide- und Gemüsebau und 10 Prozent der Obstzucht dienen. 1926 erwarb der Jüdische Nationalfonds 23 000 Dunam, die American Zion Commonwealth 20000 Dunam' Landwirtschaftsboden. Während die landwirtschaftliche Kolonisation im Jahre 1926 mit derjenigen im Jahre 1925 ungefähr gleichen Schritt hielt, ging die städtische Entwicklung weniger schnell vorwärts. Im Juli 1926 zählte man im Lande 592 in jüdischen Händen befindliche Fabriken, in denen ein Kapital von £ 1 840 227 investiert war und die 5711 Personen beschäftigten. Im Juli 1925 waren es 547 Fabriken mit einem Kapital von £ 2 000 000 und 5000 Beschäftigten. Das Memorandum behandelt auch noch die Fragen der öffentlichen Gesundheit, die Tätigkeit der Hadassah und der Kupath-Cholim, die etwa 40 Prozent des gesamten Gesundheitswesens unter ihrer Hand haben und in allen Hospitälern, auch den Regierungshospitälern, Dienst tun. Zum Schluß wird auf das jüdische Schulwesen hingewiesen und berichtet, daß die Zahl der von der Zionistischen Exekutive kontrollierten Schulen von 169 im Schuljahr 1924/25 auf 194 im Jahre 1925/26 sich erhöht hat. Die Vermehrung der Zahl der Lehrer betrug 88, die der Schüler 2350. Es wird auch eine Übersicht über die vom Keren Kajemeth finanzierten Betriebe gegeben und der Text des Jewish-Agency-Abkommens zwischen Weizmann und Marschall vom Januar 1927 angeschlossen. * Es ist eine für das Ansehen des Völkerbundes betrübliche Tatsache, daß es der permanenten Mandatskommission noch nicht .gelungen ist, den Umfang ihrer Kompetenzen endgültig zu klären. Auf der Tagesordnung der augenblicklichen Session steht zwar die Frage der direkten Anhörung von Petitionären aus den Mandatsgebieten; es ist aber nicht zu erwarten, daß sich die Mandatskommission tatsächlich von den Mandataren in dieser Beziehung unabhängig machen wird und es wird nach wie vor dabei bleiben, daß Petitionen zunächst der Verwaltung des Mandatslandes, dann den Mandatsregierungen und zuletzt der Mandatskommission des Völkerbundes zugeleitet werden. Das Memorandum der Exekutive geht also von London nach Jerusalem, von Jerusalem zurück nach London und von London erst nach Genf. Dieses Verfahren ist gewiß sehr umständlich; trotzdem bringt es vielleicht auch manches Gute mit sich; so ist es durchaus imstande, den Konnex zwischen der Zionistischen Exekutive mit der Palästinaregierung enger und besser zu gestalten. Mann kann sich sehr gut vorstellen, daß einerseits die Exekutive dadurch gezwungen wird, in der Aufstellung von Behauptungen z. B. besonders vorsichtig zu sein und daß anderseits die Palästinaregierung bemüht sein wird, begründeten Beschwerden durch rasche Abhilfe möglichst zuvorzukommen. Der Begleitbrief, mit dem Weizmann im Namen der Exekutive das Memorandum der Mandatskommision übermittelt, scheint diese Auffassung Bayerische Gegründet Vereinsbank 1869 Niederlassungen an allen größeren Plätzen des rechtsrheinischen Bayern Ausgabe von 6 u.7°/0 mündelsicheren Goldpfandbriefen Verzinsung von Bareinlagen zu günstigen Sätzen

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