Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- 21 (27.5.1927)
- Date
- 1927-05-27
- Page
- Seite 334 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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334 Das Jüdische Echo Nr. 21 TENNIS Neuau fge n omme n SPORTHAUS Schuster Rosenstraße 6 / München Katalog kostenlos Unterstützung und Förderung in bezug auf das gesetzestreue hebräische Schulwerk in Palästina. Dr. Max Michael referierte über „Fragen der misrachistischen Galuth-Politik“, Dr. Aron Barth über „Der deutsche Misrachi und der 15. Kongreß“, woraufhin eine Reihe Resolutionen gefaßt wurde, die folgendes betreffen: Kongreßfragen, Keren Kajemeth, Gemeindearbeit, Organisationsfragen, Presse, Jugendbewegung und Finanzen. Das neue Zentralbüro wird zusammengesetzt: Vorsitzender Dr. Wolfsberg, Geschäftsf. Vors. A. Adler, Finanzen Dr. P. Sulzberger, ferner Lazarus Barth, Edmund Lewy, Dr. A. Lehmann und Dr. S. Scheschewsky. Die Äkademie für die Wissenschaft des Judentums Berlin, 19. Mai. (JTA.) Am Mittwoch, dem 18. Mai, fand im Logenhaus zu Berlin die stark besuchte Jahresversammlung der Akademie für die Wissenschaft des Judentums statt. Die Versammlung leitete der Vorsitzende des Verwaltungsvorstandes der Akademie, Herr Dr. Aron Hirsch, den Bericht des Forschungsinstituts erstattete dessen Leiter, Herr Professor Julius Guttmann, den Geschäftsbericht der erste Schriftführer, Herr Sanitätsrat Dr. Gustav B r a d t, und der Generalsekretär, Herr Dr. Israel Auerbach. Dem Vorstande wurde einstimmig Entlastung erteilt und der abtretende Ehrenausschuß in corpore wiedergewählt. Die Referate gaben einen Überblick über die günstige Entwicklung der Akademie im Jahre 1926. Das Forschungsinstitut schritt in der Realisierung des großen, ihm von Professor Eugen T ä u b 1 e r gegebenen Grundplanes erfolgreich fort. In einer Reihe von wissenschaftlichen Einzelsektionen (eine talmudische, historische, literarhistorische, sprachwissenschaftliche und philosophische) sind 25 meist jugendliche Gelehrte rüstig an der Arbeit. Eine sechste Abteilung wurde mit der unter Vorsitz von Professor Heinrich S i 1 b e r g 1 e i t stehenden Sektion für Statistik und Wirtschaftskunde der Juden im März d. J. gegründet. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten erscheinen in der Reihe der „Veröffentlichungen der Akademie“. Jährliche Berichte über die Entwicklung der Akademie und gemeinverständliche Aufsätze der Forscher bringt das „Korrespondenzblatt“ der Akademie. Der Akademie lose angegliedert ist die Hermann-Cohen- Stiftung, Edition der jüdischen Werke dieses Denkers, dem die Akademie ihre Gründung verdankt. Drei Bände „Jüdische Schriften“ sind bereits erschienen, zwei weitere „kleine philosophische Schriften“ kommen in wenigen Wochen heraus. Mit der „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums“ gemeinsam arbeitet die Akademie an der Schaffung der großen Jubiläums- Ausgabe der „Schriften Moses Mendelssohns“, die in 12—15 Bänden im Jahre 1929 erscheinen wird. Die Finanzlage der Akademie hat sich soweit entwickelt, daß im letzten Jahre zum Wiederaufbau eines Grundfonds das erste Fundament gelegt werden konnte, und daß für 1927 die Fertigstellung einer ganzen Reihe wichtiger Werke, vorauszusehen ist. An der Förderung der Akademie beteiligen sich der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden, die Großgemeinde Berlin und eine Reihe Organisationen, vornehmlich der Orden „Bnei Brith“ und seine Logen. Im Rahmen der Jahresversammlung hielt Rabbiner Dr. Max Wiener (Berlin) einen außerordentlich interessanten Vortrag über „Judentum und Mystik“. Aus der jüdischen Welt Deutschland bewirbt sich um eine Vertretung in der Mandatskommission London, 20. Mai. (JTA.) Wie die Jüdische Telegraphen-Agentur erfährt, hat der deutsche Außenminister, Herr Dr. Stresemann, der britischen Regierung mitgeteilt, er beabsichtige, die Frage der Vertretung Deutschlands bei der Mandatskommission des Völkerbundes aufzuwerfen; er ersuche die britische Regierung, Deutschlands Anspruch zu unterstützen. In der heutigen Sitzung des Unterhauses wurde an den britischen Außenminister Chamberlain die Anfrage gerichtet, ob er von dem deutschen Minister des Auswärtigen den Wunsch übermittelt erhalten habe, daß einer Person deutscher Nationalität in der Mandatskommission des Völkerbundes ein Sitz zugeteilt werde, und wenn dies der Fall sei, in welcher Weise er geantwortet habe oder zu antworten beabsichtige. Mr. Chamberlain erwiderte: Ich bin unterrichtet worden, daß die deutsche Regierung die Absicht hat, diese Angelegenheit in der Junitagung des Völkerbundsrates vorzubringen. Eine direkte Antwort meinerseits kommt dabei nicht in Frage. Ich kann auch nicht vorher über die Stellungnahme des Rats etwas sagen, von dem die Frage freimütig erörtert werden muß, falls sie ihm vorgelegt werden sollte. Wie der „Daily Telegraph“ meldet, ruft das Ersuchen der deutschen Regierung um Gewährung eines Sitzes in der Ständigen Mandatskommission keine Begeisterung in Paris, Brüssel, London oder Tokio hervor. Der Halberstädter Verband für eine orthodoxjüdische Akademie F r a n k f u r t a. M„ 20. Mai. (JTA.) Der Landesverband gesetzestreuer Synagogengemeinden in Halberstadt hat sich vor kurzem mit der in Frankfurt begründeten Simultanakademie befaßt und diese Akademie als Bildungsstätte für gesetzestreue jüdische Lehrer grundsätzlich abgelehnt. Wie der „Israelit“ mitteilt, sind für diese Entschließung ähnliche Motive maßgebend gewesen, wie sie auch die kirchlichen Behörden der preußischen Katholiken bestimmt haben. „Wir halten“, schreibt der „Israelit“, „die geistige Atmosphäre der simultanen Akademie nicht für geeignet, die