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Das jüdische Echo · 1927-05-27 · 21 (27.5.1927) · p. Seite 333

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
21 (27.5.1927)
Date
1927-05-27
Page
Seite 333 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 21 Das Jüdische Echo 333 Lübeck weist 629 Israeliten im Jahre 1925 auf, gegen 623 im Jahre 1910, also eine Vermehrung um 6 Personen oder 0,96 Prozent bei einer allgemeinen Bevölkerungszunahme von 9,75 Prozent. In Bayern sind die Israeliten von 55 065 'auf 49 145, also um 5920 Personen oder um 10,8 Prozent zurückgegangen, während die Gesamtbevölkerung sich um 7,1 Prozent vermehrt hat. In Württemberg haben wir statt 11 982 Israeliten nur noch 10 827, also eine Minderung von 1155 Personen oder 9,6 Prozent bei gleichzeitiger allgemeiner Bevölkerungs Zunahme von 5,8 Prozent. In Baden haben sich die Israeliten von 25 896 auf 23 909, also um 1987 oder 7,67 Prozent vermindert bei gleichzeitiger allgemeiner Bevölkerungs Zunahme von 7,92 Prozent. In Hessen ist die Zahl der Israeliten von 24 063 auf 20 401 zurückgegangen, also um 3662 Personen oder 15,2 Prozent bei allgemeiner Bevölkerungszunahme um 5,1 Prozent. Thüringen hat heute 3603 Israeliten gegen 3820 im Jahre 1910. Die Abnahme beträgt 217 Personen oder 5,68 Prozent. Allgemeine Bevölkerungszunahme 6,54 Prozent. In Anhalt haben sich die Israeliten von 1383 auf 1140, also um 243 oder 17,57 Prozent vermindert bei gleichzeitiger allgemeiner Bevölkerungszunahme von 6,01 Prozent. Schaumburg-Lippe zählt jetzt 180 Israeliten gegen 230 im Jahre 1910; die Abnahme macht 50 Personen aus oder 21,7 Prozent; allgemeine Bevölkerungszunahme 3,0 Prozent. In Lippe sind noch 607 Israeliten gegen 780 früher. Die Abnahme beträgt 173 Personen oder 22,18 Prozent; allgemeine Bevölkerungszunahme 8,42 Prozent. In Oldenburg sind die Israeliten von 1525 auf 1513 zurückgegangen. Die Verminderung beträgt 0,79 bei allgemeinem Bevölkerungszuwachs von 12,86 Prozent. Mecklenburg-Schwer i n zählte früher 1413 Israeliten, jetzt noch 1202, also Verminderung um 211 (14,93 Prozent) bei allgemeinem Bevölkerungszuwachs von 5,33 Prozent. Mecklenburg-Strelitz weist den größten relativen Rückgang der Israeliten in allen deutschen Ländern auf. Statt 254 Israeliten im Jahre 1910 haben wir 1925 noch 184, also Abnahme von 72 Personen oder 28,35 Prozent bei allgemeinem Bevölkerungszuwachs von 3,60 Prozent. Der prozentuale Anteil der Israeliten an der allgemeinen Bevölkerungszahl in diesen Ländern ist heute: Württemberg 0,4; Schaumburg-Lippe 0,4; Bayern 0,7; Mecklenburg-Strelitz 0,16; Mecklenburg-Schwerin 0,18; Thüringen 0,22; Oldenburg 0,28; Anhalt 0,32; Lippe 0,37; Lübeck 0,49; Baden 0,85; Hessen 1,5; Hamburg 1,73. In dieser Statistik fehlt das wichtigste Gebiet, nämlich Preußen und Berlin. Delegiertentag des deutschen Misrachi Berlin, 19. Mai. (JTA.) Am 15. und 16. Mai fand in Berlin der diesjährige Delegiertentag des Misrachi statt. An der Tagung nahmen 36 Delegierte teil. Der Vorsitzende des Zentralbüros, Dr. Oskar Wolfsberg (Berlin), eröffnete die Tagung und wies auf deren Wichtigkeit kurz vor dem Kongreß hin. Dr. Martin Rosenblüth begrüßte die Tagung namens der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. In das Präsidium wurden gewählt: Dr. A. Loeb (Berlin), Dr. Rabin (Breslau), Alexander Adler (Hamburg). Dr. Wolfsberg erstattete den Bericht des Zentralbüros über die Arbeit des verflossenen Jahres. Als wichtigste Aufgabe hatte sich das Zentralbüro die Schaffung eines Generalsekretariats vorgenommen: dieses hat auf dem Gebiet der Propaganda, der Organisation und der Erweiterung des Arbeitsfeldes zufriedenstellende Resultate gezeitigt. Im Anschluß an die Antwerpener Tagung des Welt- Misrachi, auf der Deutschland mit fünf Delegierten vertreten war, wurde die Arbeitsgemeinschaft misrachistischer Verbände gegründet, die gemeinsame intensive Propaganda für die Misrachi-Idee und geschlossenes Vorgehen in allen für den Misrachi lebenswichtigen Fragen bezweckt. Anläßlich des 25jährigen Misrachijubiläums wurde in Deutschland eine eindrucksvolle Jubiläumsaktion durchgeführt. Der Bericht wurde vom Delegiertentag beifällig aufgenommen. Dr. A. Lehmann erstattete den Kassenbericht, Dr. Schereschewsky den Bericht über die Hachscharaharbeit, Dr. Sulzberger über die finanzielle Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Misrachiarbeit. Es wurde durch Akklamation dem Zentralbüro das Vertrauen ausgesprochen. Dr. Rabin hielt ein großangelegtes Referat über das Erziehungswerk des Misrachi und forderte, die Verwaltung des Palästinaschulwerks solle auf neuzubildende Schulorganisationen übergehen. Die Mittel sollen durch Schulgelder, Gemeindebeiträge und Sammlungen im Auslande aufgebracht werden. Der Keren Hajessod soll die Schulen subventionieren. Dr. Rabin legte eine Resolution vor, daß der deutsche Misrachi bei der Zionistischen Weltorganisation auf eine Verständigung mit der Agudah hinwirken solle unter gegenseitiger ' L. KIELLEUTHNER Besichtigen Sie unverbindlich unsere erlesenen Neuheiten Hauptpreislage: Mk. 180. bis Mk. 250- Kein Anzug über Mk. 280- V_y

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