Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- 20 (20.5.1927)
- Date
- 1927-05-20
- Page
- Seite 318 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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318 Nr. 20 Das Jüdische Echo 4. Aufgabe der Kommission wird es sein, das gesamte Wirtschaftssystem des zionistischen Werks, ebenso das Verwaltungssystem der Institutionen, an denen die Zionistische Organisation indirekt beteiligt ist, einer Prüfung zu unterziehen. Sie wird betreffs des gegenwärtigen Systems von Wirtschaft und Verwaltung, wie auch betreffs der Fortführung des Wiederaufbauwerks Reformvorschläge auszuarbeiten haben, die in der Form von Resolutionen dem bevorstehenden Kongreß zu unterbreiten sein werden. 5. Das Aktionskomitee gibt der Kommission die Weisung, die Verwaltungsausgaben der Zionistischen Exekutive und anderer zionistischer Institutionen, Banken und Gesellschaften in Palästina und außerhalb Palästinas zu prüfen; es soll die Möglichkeit, Ersparnisse im Beamtenstab zu machen und die Ausgaben des Verwaltungsapparats einzuschränken, ins Auge gefaßt werden. Den Ergebnissen der Untersuchung seitens, der bereits ernannten Kommission ist Aufmerksamkeit zu schenken. Es wurde ferner ein Antrag des Herrn Kaplan angenommen, daß die Exekutive die Weisung habe, den Bericht und die Vorschläge der Kommission spätestens drei Wochen vor Beginn des Kongresses allen zionistischen Föderationen und Körperschaften zu übermitteln. London, 15. Mai. (JTA.) In der letzten Sitzung des Aktionskomitees von Freitag nachmittag wurden die Vorschläge der Finanzkommission betreffend reorganisatorische Maßnahmen in den verschiedenen zionistischen und halbzionistischen wirtschaftlichen Körperschaften Palästinas angenommen; die Realisierung dieser Maßnahmen hängt von der Durchführung der 140 000-f-Anleihe ab, der gemäß dem Beschluß der Exekutive zugestimmt wurde. Das Aktionskomitee beschäftigte sich auch mit einem Bericht über die unaufhörlichen Verfolgungen der Zionisten in Sowjetrußland. Hierauf schritt das Aktionskomitee zur Ernennung der besonderen Budget- und Reorganisationskommission, die sich sofort nach Palästina zu begeben haben wird. Auf Vorschlag Dr. Weizmanns wurden die folgenden sechs Herren für die Kommission bestimmt, von denen die Exekutive fünf zu wählen haben wird; Dr. Berthold Feiwel (London), Dr. Kasteliansky (London), Sacher (Jerusalem), Newman (Neuyork), Schocken (Zwickau) und Rosensohn (Neuyork). Damit waren die Beratungen zu Ende. Präsident Dr. Motzkin hielt die Schlußansprache. Nach ihm sprachen noch Dr. Weizmann, Dr. Hantke und Nahum Sokolow, der mit den Worten schloß: „Diese Tagung war ein würdiger Auftakt zu unserem Jubiläumskongreß, dem Kongreß der 30 Jahre zionistischer Arbeit.“ Produktivierung der jüdischen Wanderung Tagung der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge Berlin, 9. Mai. (JTA.) Am Sonntag, dem 8. Mai mittags, wurde im Logenhaus, Kleiststraße, die Mitgliederversammlung der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge unter Teilnahme von Delegierten aus ganz Deutschland eröffnet. Nach der Eröffnungsansprache von Herrn Eugen Caspary wurde ein Präsidium, bestehend aus den Herren Justizrat Straus (München) und Salinger (Dresden) gewählt. Zahlreiche Vertreter öffentlicher Körperschaften und jüdischer Organisationen begrüßten die Tagung. Sodann folgten drei wichtige Referate über „Die jüdische Wanderung in Deutschland und die Probleme ihrer Produktivierung“. Den Rahmenvortrag hielt Herr Alfred Berger, der unter großer Spannung der Zuhörerschaft die politischen und sozialen Hintergründe des Problems beleuchtete. Das Problem der jüdischen Wanderfürsorge ist von besonderer Art und erfordert eine spezifische Arbeit. Eine Präzisierung des Zieles und der Wege dieser Arbeit bedeutet schon einen wesentlichen Schritt nach vorwärts. Es handelt sich nicht mehr um die alte Wanderarmenfürsorge, sondern um ein sozialfürsorgerisches Problem: Menschen wieder in den Kreis der sozialen Ordnung zu bringen. Nicht darum geht es, die Gesellschaft vor den Bettlern zu verschonen, sondern darum, Menschen vor dem Abstieg in die Bettelexistenz zu bewahren. In Deutschland fehlt fast der Typ des berufsmäßigen jüdischen Landstreichers. Es handelt sich bei den Wanderern hauptsächlich um ehrliche Arbeitsuchende, denen Arbeitsstätten beschafft werden sollen. Es ist das Verdienst der Großloge des U.O.B.B., daß sie 1894 den zukunftsträchtigen Weg: die Wanderarmut in den Kreis der Arbeitsnachweise lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll BUICK die Weltmarke in 137 Ländern vertreten Der moderne, populärste 6-Zylinder Heues Modell 1927 bereits lieferbar Vertretung: BAYERN-AUTO G.m.b.H.,Paul-Heyse-Str. 9,Tel. 58422 / llllll[lillllllllll!ll!llllll!ll!llllllllllllllilllllllll!lll^ ..