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Das jüdische Echo · 1927-04-29 · 17 (29.4.1927) · p. Seite 277

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
17 (29.4.1927)
Date
1927-04-29
Page
Seite 277 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 17 Das Jüdische Echo 277 das ostjüdische Lied soll neben dem gewaltigen Schatz der Volksgesänge anderer Völker seinen Ehrenplatz finden und durch das Medium der Kunst in Reinheit und Schönheit seine Vitalität und Eigenart voll und ganz offenbaren. H. Sch. Ober Rahel Ermolnikoff, die als Interpretin ostjüdischer Lieder einen ausgezeichneten Ruf genießt, bringen wir nachstehend einige Urteile der Berliner Presse: „Jüdische Rundschau“ (Arno Nadel): Rahel Ermolnikoff singt die ostjüdischen Lieder mit vollendeter Kultur. Sie versteht es durch Kunst und feines inneres Erfassen die Gesänge, die sie vorträgt, anschaulich und wirkungsvoll darzubieten. Sie schafft Miniaturbilder von ganz entzückender Art, etwa wie „Ba man Mames Hasele“. Mit den rechten Mitteln und solchen Kräften könnte man viele Schätze jüdischer Kunst aufdecken. — 4. Februar 1927. R. E. singt „Hamawdil“ und jemenitische Volkslieder, so völlig den Kern hergebend, mit inniger Stimme, wie selten eine Sängerin . „Deutsche Allgemeine Zeitung“: 11. Februar 1927. Mit religiöser Inbrunst sang, nein, zelebrierte Rahel E. Gesänge jemenischer Juden und ostjüdische Volkslieder in ausgezeichneten Bearbeitungen von Löwenson, Milhaud, Wolpe, Schabt usw. „Der Kritiker“: Die innerlich aufgeschlossene Art, mit der die Sängerin R. E. diese Lieder sang, gewann sofort alle Zuhörer für sich. „Allgemeine Musikerzeitung“: 4. Februar 1927. R. E. ist eine so intelligente und passionierte Interpretin, daß sie ihre Zuhörer fesselt. Jüdischer Jugendverein, München. Mittwoch, den 27. April, führte die Spielgruppe des J.J.V. „Liebelei“ von Arthur Schnitzler auf. Sicherlich keine leichte Aufgabe für eine Dilettantengruppe! Das Herausbilden der sehr scharf umrissenen und differenzierten Charaktere der Personen des Schauspiels verlangt entschieden ein hohes Maß von Einfühlungsgabe und schauspielerischem Können, wie es von einer Dilettantengruppe im allgemeinen nicht verlangt werden kann. Zieht man diesen Umstand in Betracht, so muß man die Leistungen der Darsteller als sehr gut bezeichnen. Das Spiel hatte, obwohl es an manchen Stellen den Eindruck von Gezwungenheit machte (1. Akt!), Leben und Tempo und vermochte das Publikum die ganze Zeit über in Spannung zu erhalten. Die Auswahl der Darsteller ist im großen ganzen als glücklich zu bezeichnen. Ob aber die Rolle der Christine richtig besetzt war, wage ich zu bezweifeln. Frl. Camnitzer, sicherlich hoch talentiert, fühlte sich in ihrer Rolle nicht recht wohl. Das Naiv-Sentimentale ist nicht ihre Stärke und wäre nicht der dritte Akt, der ihr Talent zum Tragischen zum Vorschein bringt, das Publikum hätte keine Gelegenheit gehabt, ihre undurchschnittliche Begabung kennenzul'ernen. Unter den weiblichen Rollen trat die etwas episodische von Fräulein Spinner (Frau Binder) als beste hervor. Das anmutige und frische Spiel von Fräulein Knoblauch erhielt ihr fast die ganze Zeit über die wärmsten Sympathien des Publikums. Auch die männlichen Rollen waren von den Herren Louis (Fritz) und Hermann Knoblauch (Ein Herr) sowie Herrn Nußbaum (Weiring) und Waldner (Theodor) gut besetzt. Besonders hervorzuheben ist Herr Louis Knoblauch als Fritz und Herr Nußbaum als Weiring. Das Spiel hat den Beifall des Publikums redlich verdient. Eine Frage an die Vorstandschaft: wäre es nicht einmal Zeit, auch mit einem jüdischen Programm vor die Öffentlichkeit zu treten, wenn man sich jüdischer Jugendverein nennt? Dr. J. S. Jüdischer Gesangverein, München. Unser Konzert im großen üdeonsaal heute, Samstag, abends beginnt pünktlich 8.45 Uhr. Für Schüler und Schülerinnen sind billige Karten zu 50 Pfennig an der Abendkasse erhältlich. — Für den erkrankten Herrn Ossenbrunner wird Herr Professor Hermann Sagerer die Orgelpartie übernehmen. — Wir werden einer Einladung nach Frankfurt Folge leisten und bitten dringend sämtliche Aktiven, die nächste Probe am kommenden Dienstag zu besuchen. Bar-Kochba München. Montag, den 2. Mai, beginnt wieder der Turnbetrieb. Damen I turnen Montag von 7—8 Uhr, Damen II von 8—9 Uhr. Mädchen von 6—7 Uhr. Knaben Dienstag von 6 bis halb 8 Uhr, Herrenturnen von halb 8—9 Uhr. Tennisabteilung Bar-Kochba München: Ab Dienstag, den 3. Mai, beginnt für die Tennisabteilung die Spielsaison. Anmeldungen nimmt entgegen Frl. Ida Orljansky, Rosental 9. Tel. 54561. Die Leitung. Bar-Kochba. Leichathletik-Abteilung Ab Sonntag, den 1. Mai, findet jeden Sonntag vormittags von halb 10 Uhr ab das Handballtraining am Sportplatz an der Säbenerstraße (Linie 25, Haltestelle Krüppelheim) statt. Wir fordern alle aktiven Sportsleute des Bar-Kochba auf, sich an demselben zu beteiligen. Die Leitung. Jung-jüdischer Wanderbund. Samstag, den 30. April 1927: Kleine Mädel 3.30 Uhr Heimnachmittag, kleine Jungen 5 Uhr Heimabend, Älterenschaft 9 Uhr Sichah al odot rischon le mai. Schachklub „Lasker“, München. Ab nächsten Montag wird wieder regelmäßig Montag ab 8 Uhr abends gespielt. Es ist beabsichtigt, in nächster Zeit ein Sommerturnier zu veranstalten, weshalb auch Interessenten ersucht werden, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. S p i e 11 o k a 1 : Restaurant Herzog Heinrich, Ecke Landwehr- und Mathildenstraße. Die Vorstandschaft. Jüdisches Kammerorchester München. Nächster Übungsabend: Mittwoch, 4. Mai 1927, abends punkt 8 Uhr, im Bibliotheksaal für Streicher. Für Bläser: abends 9.30 Uhr. Spielfolge: Händel, Concerto grosso; Haydn Sinfonie D-moll, Finale; kleinere Stücke (lose Blätter). Man vergesse nicht ein Pult mitzunehmen und pünktlich zu erscheinen. Cylinder 12/60 PS Modernster deutscher Tourenwagen Laufend lieferbar. Generalvertretung: GEBR. BEISSBARTH Älteste Autofirma Bayerns

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