Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- 17 (29.4.1927)
- Date
- 1927-04-29
- Page
- Seite 272 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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272 Das Jüdische Echo Nr. 17 Museum 8. Mai, abends 8 Uhr OsijUdische Volkslieder Mische Gesänge jemenischer Juden Rahel Ermolnikoff (Gesang, Berlin) Heinrich Schalit (Klavier) ★ PROGRAMM: 1. Religiöse Lieder 2 Gesänge der jemenischen Juden 3. Liebeslieder 4. Wiegenlieder 5. Mädchen- und Kinderlieder ★ Bearbeitungen von Alice Löwenson, Darius Milhaud und Heinrich Schalit Konzertflügel: Sttinway & Sons aus der Niederlage Schramm, Rosenslraße 5 Sitzplätze zu 4, 3, 2 M. bei Alfred Schmid, Otto Bauer, Otto Halbreiter und Ewer- Buchhandlung. Kategorieplätze (für Studierende) zu 1 M. nur an der Abendkasse denen die Juden Stimmenthaltung proklamiert hatten, mit nichtjüdischen Stimmen gewählt. Die beiden von der Liste Husseinis Gewählten erhielten 741 mohammedanische, 294 christliche und 33 jüdische Stimmen, also zusammen 1038 resp. 742 mohammedanische, 248 christliche und 38 jüdische Stimmen, also zusammen 1028. Die nicht mehr gewählten Kandidaten der Nashashibi-Partei — für diese hatten die Juden nicht mehr gestimmt — erhielten 957 Stimmen (509 mohammedanische, 414 christliche und 32 jüdische). Im allgemeinen stimmte die Majorität der Christen für die Nashashibi- und die Majorität der Mohammedaner für die Husseini- Liste. Es sind somit neben den 4 von uns bereits mehrfach angeführten jüdischen Stadträten gewählt 3 christliche und 3 mohammedanische, die der Nashashibi-Partei angehören, und 2 mohammedanische von der Husseini-Partei. — Auch in Sichern (Nablus), in dem es bekanntlich keine jüdischen Wähler gibt, erlitt die Partei der arabischen Exekutive eine Niederlage, indem sie nur 1 Mandat gegen 5 Mandate der Gegenpartei errang. Die Palästina-Anleihe wird aufgelegt London, 22. April. (JTA.) Das offizielle Organ der Zionistischen Organisation „New Judea“ dementiert auf Grund autoritativer Information die Mitteilung des „Haarez“, wonach die Absicht bestehen sollte, die vom englischen Parlament bereits genehmigte Auflegung der 41/2-Millionen-Pfund-Anleihe der Palästina-Regierung zu verschieben. Die Anleihe, die auch schon vom König unterzeichnet ist, wird schon in naher Zukunft auf den Markt kommen. 1925/26, teilt „New Judea“ mit, betrug der Einnahmeüberschuß des palästinischen Finanzamtes rund 700 000 Pfund. Es sei absurd, anzunehmen, daß die geringe Abnahme in den Einkünften der Palästina-Regierung die Auflegung der Anleihe beeinflussen könnte. Ein Palais für die Palästina-Regierung wird aufgeführt Jerusalem, 19. April. (JTA.) Die Regierung Palästinas hat soeben von der Binyan Hayishuv Company ein Grundstück auf der Höhe Mizpab erworben, auf welchem ein zentrales Gebäude für die palästinische Regierung aufgeführt werden soll. Mit dem Bau soll schon in ganz kurzer Zeit begonnen werden. Der Palästina-Export vergrößert sich Jerusalem, 15. April. (JTA.) Eine neue Erscheinung im Handelsleben Palästinas ist die Verminderung der Einfuhr und die Vergrößerung der Ausfuhr, die sich in den letzten Monaten bemerkbar macht. Genaue Ziffern liegen für Dezember 1926 vor. Damals betrug der Import 522 000 Pfund (59 000 Pfund weniger als Dezember 1925), während der Export 172 500 Pfund (88 000 Pfund mehr als Dezember 1925) ausmachte. Nashashibi zum Bürgermeister von Jerusalem wiedergewählt — Haym Salamon Vizebürgermeister Jerusalem, 25. April. (JTA.) Der neugewählte Stadtrat von Jerusalem hielt heute seine erste Sitzung ab, deren Hauptgegenstand die Wahl des Bürgermeisters und der Vizebürgermeister war. Zum Bürgermeister wurde der gemäßigte arabische Führer Nahashibi wiedergewählt, zu Vizebürgermeistern wurden gewählt der jüdische Stadtverordnete Haym Salamon und der christliche Araber Faraj. Nathan Strauß über seine Eindrücke in Palästina New York, 22. April. (JTA.) Der bekannte Philantrop Nathan Strauß ist in diesen Tagen aus Palästina in New York wieder eingetroffen. Dem Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur gegenüber sprach er sich begeistert über seine Erlebnisse in Erez Israel aus und sagte: „Ich bin überzeugt, daß Jerusalem in Zukunft das Zentrum der Friedensbestrebungen in der Welt werden wird. Trotz der Krisis sind die palästinischen Juden in hoffnungsvoller Stimmung. Die Palästina-Regierung ergreift mit Hilfe Englands endlich Maßnahmen zur Lösung des Problems der Arbeitslosigkeit. Die Beziehungen zwischen Juden und Arabern bessern sich von Woche zu Woche. Ein Beweis dafür ist die jüdisch-arabische Einigung bei den Stadtratswahlen. Wirtschaftlich können die beiden Elemente ohne gegenseitige Unterstützung nicht auskommen. Lord Plumer zeigt sich seinem hohen und schweren Amt in jeder Weise gewachsen. Lord Plumer sagte mir: Der Aufbau Palästinas setzt zweierlei voraus: Frieden im Innern und gesteigertes Opfer seitens der Juden der ganzen Welt.“ AdelSber^er München, Klenzestr. 12/I | Weisswaren. Inlett °A“„egr 1