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Das jüdische Echo · 1927-04-29 · 17 (29.4.1927) · p. Seite 271

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
17 (29.4.1927)
Date
1927-04-29
Page
Seite 271 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 17 Das Jüdische Echo 271 Ein Werk über die Vorgeschichte des Zionimus Wien, 22. April. (JTA.) In diesen Tagen erscheint hier der erste Band eines großangelegten historischen Werkes des bekannten Gelehrten Dr. N. M. Gelber über die Vorgeschichte des Zionismus. Das Werk ist auf drei Bände berechnet. Der erste Band behandelt die verschiedenen Judenstaats- Projekte von 1745—1845 und bringt bisher völlig unbekannt gewesenes Material aus mehreren europäischen Staatsarchiven. Der zweite Band umfaßt die Epoche von 1845 bis Moses Heß, der dritte Band die Epoche von Moses Heß bis Theodor Herzl. Die Herausgabe geschieht im Aufträge der zionistischen Exekutive in London. Max Brods „Reubeni“ in Englisch und Russisch Prag, 19. April. (JTA.) Max Brods Roman „Reubeni“ wurde vom Verlag Alfred A. Knopf, New York, für die Buchausgabe in England und Amerika erworben. Ferner ist „Reubeni“ russisch im Moskauer Staatsverlag erschienen. Auch eine jiddische Ausgabe liegt bereits vor. Antijüdische Ausschreitungen in Warschau Warschau, 22. April. (JTA.) Im Warschauer „Sächsischen Park“ wurden jüdische Spaziergänger von Huligans überfallen und schwer mißhandelt. Nur wenige der Exzedenten konnten von der Polizei gefaßt und festgestellt werden. Man zählt 10 mehr oder minder schwer verletzte Juden. Fortdauernde antisemitische Unruhen in Jassy Jassy, 15. April. (JTA.) Die letzten Tage vor dem Passahfest war die Stadt Jassy Schauplatz schwerer antisemitischer Ausschreitungen der Studentenschaft. Im Hotel „Europa“, in zahlreichen jüdischen Geschäftsläden und Wohnungen in der Mirzescugasse wurden die Fensterscheiben eingeschlagen. Jüdische Passanten, die sich auf die Gasse wagten, wurden schwer mißhandelt. Der jüdische Dichter Jizchak Manger erlitt erhebliche Verletzungen. Die letzte jüdische Studentin aus der Klausenburger medizinischen Fakultät vertrieben Bukarest, 19. April. (JTA.) Die Klausenburger Zeitungen melden, daß die einzige jüdische Studentin, die noch an der Klausenburger medizinischen Fakultät studiert hat, infolge des Terrors der Cuzisten die Fakultät verlassen mußte. Jüdische Erfolge bei den Stadtratswahlen in Palästina Jerusalem, 19. April. (JTA.) Dem Beispiel der Juden Jerusalems folgend, hat sich auch die Judenschaft in anderen Städten Palästinas zu Wahlblocks vereinigt, wodurch die jüdische Liste ohne Wahlgang als gewählt erklärt werden konnte. So war es z. B. in Safed, wo die vier jüdischen Kandidaten ohne Wahlgang ihre Sitze erhielten, während die restlichen drei arabischen Stadträte mit Hilfe der Juden gewählt wurden und ihre Bereitschaft erklärten, freundschaftlich mit den jüdischen Stadträten zusammenzuarbeiten. Die Stadtratswahlen in Jerusalem Die nunmehr vorliegenden genauen Wahlziffern geben ein sehr interessantes Bild von der Geschlossenheit, mit der die Juden sich an den Stadtratswahlen in Jerusalem beteiligt haben. Obwohl die jüdische Liste schon durch die Nomination gewählt war, beteiligten sich 88 Prozent der wahlberechtigten Juden an der Abstimmung — von den Mohammedanern 85 Prozent und von den Christen 77 Prozent, trotz des gerade unter diesen ausgefochtenen starken Wahlkampfes —, die alle mit einer beispiellosen Geschlossenheit der herausgegebenen Parole folgten und den 6 Kandidaten der Nashashibi-Partei, 3 Mohammedanern und 3 Christen, ihre Stimme gaben. All diese Kandidaten wurden mit 2348 bis 2023 Stimmen gewählt. Wie weit jede Zersplitterung der jüdischen Stimmen vermieden werden konnte, beweist die geringe Differenz zwischen den von dem bisherigen Bürgermeister Nashashibi erhaltenen 1159 jüdischen Stimmen und den 1130 jüdischen Stimmen, die noch der letztgewählte Kandidat der Nashashibi-Liste erhielt. Die Gegenpartei der Husseiniten brachte es nur auf 33 jüdische Stimmen, wohl größtenteils Bekannte oder persönlich Abhängige. Eine viel geringere Geschlossenheit zeigte sich bei den Mohammedanern und Christen, die recht große Streichungen auf den Listen Vornahmen. So erhielt z. B. Nashashibi 645 muselmännische und 544 christliche Stimmen und der letztgewählte Kandidat seiner Liste nur 449 muselmännische und 444 christliche Stimmen. Bis auf Nashashibi selbst, der 1189 nichtjüdische und 1159 jüdische Stimmen erhielt, überwogen bei allen 5 weiteren mit Hilfe der Juden gewählten Stadträten seiner Liste die jüdischen Stimmen die nichtjüdischen. Es wurden also von den 12 Gewählten 9 mit einer jüdischen Majorität, einer mit fast gleicher Stimmenzahl und nur 2, bei Ein Paradiesbett! OSEsS M im j 'ipy \ml\T,; jl Iß1 B Oh, welch ein Genuß, am Morgen prächtig ausgeschlafen zu haben, denn es gibt kein anderes Bett, in dem man besser schlafen kann. - Es wird ununterbrochen wohltätig gelüftet, bleibt frisch, rein und sauber. N ur München ,Kaufingerstrasse,Ecke Färbergraben Paradiesbettenfabrik M. STEINER & SOHN A.-G.

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