Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- 16 (22.4.1927)
- Date
- 1927-04-22
- Page
- Seite 256 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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256 Das Jüdische Echo Nr. Iß Museum 8. Mai, abends 8 Uhr OsijOdische Volkslieder Hebräische Gesinge Iemenlscber* luden Rahel Ermolnikoff (Gesang, Berlin) Heinrich Schalit (Klavier) ★ PROGRAMM: 1. Religiöse Lieder 2. Gesänge der jemenischen Juden 3. Liebeslieder 4. Wiegenlieder 5. Mädchen- und Kinderlieder ¥ Bearbeitungen von Alice Löwenson, Darius M i 1 h a u d und Heinrich Schalit Konzertflügel: Steinway & Sons aus der Niederlage Schramm, Rosenstraße 5 Sitzplätze zu 4, 3, 2 M. bei Alfred Schmid, Otto Bauer, Otto Halbreiter und Ewer- Buchhandlung. Kategorieplätze (für Studierende) zu 1 M. nur an der Abendkasse Haifa, wo er auch das Technikum besichtigen wird, und der tschechoslowakischen Kwuzah Bibracha. Jerusalem, den 13. April. Präsident Masaryk besichtigte heute die kanaanitischen Ausgrabungen in Sichern, hierauf fuhr er über Afuleh, Ein Charod und Tel Josef nach Beth Alpha, wo er von dem Generalsekretär des Keren Hajessod Leo Herrmann und namens Chefzibahs von Josef Wien empfangen wurde. Nach hebräischen und tschechischen Begrüßungen nahm Präsident Masaryk samt Gefolge inmitten der Siedler in der Eßbaracke Platz, wo eine lange Unterhaltung über die nationalen, ethischen, wirtschaftlichen, politischen und religiösen Triebkräfte und Grundlagen der Siedlung stattfand. Präsident Masaryk bezeugte sein höchstes Interesse für alle Einzelheiten und Fortschritte der Keren-Hajessod-Siedlung. Hierauf fand ein Rundgang durch die Siedlung statt mit längerem Aufenthalt im Kinderhaus, wo der Präsident sich für das Erziehungssystem sehr interessierte und äußerst zufrieden mit dem Zustand der Jugend war. Hierauf fand nochmals eine Versammlung in der Eßbaracke statt, wo die Malerin Grete Krakauer dem Präsidenten zum Andenken ein Bild von Beth Alpha überreichte. Der Präsident bemerkte in seinem Schlußwort, daß hiei überall nicht nur historischer Boden sei, sondern auch Geschichte gemacht werde. Er verabschiedete sich auf herzliche Weise und mit wärmsten Wünschen für den weiteren Fortschritt der Siedlung. Sodann trat Präsident Masaryk die Weiterfahrt nach Daganiah, Tiberias, Kapernaum und Nazareth an. (Ziko.) Verabschiedung von den zionistischen Führern in Nahalal. — Präsident Masaryk hofft auf volles Gelingen des zionistischen Werkes Jerusalem, 14. April. (J.T.A.) Präsident Masaryk besuchte gestern und heute die jüdischen Siedlungen im Emek Jesreel. In dem Hauptorte des Emek, der im Entstehen begriffenen Stadt Nahalal, veranstaltete die Zionistische Exekutive in Palästina heute für den Präsidenten ein Abschiedsessen. Ansprachen hielten der Präsident des Zionistischen Aktionskomitees Leo Motzkin, der Leiter der Zionistischen Exekutive in Palästina Colonel Kisch, der Leiter des Jüdischen Nationalfonds M. M. Ussischkin, der Präsident des Waad Leumi David Yellin und der Direktor des Keren Hajessod L. Jaffe. Zum Schluß ergriff Präsident Masaryk das Wort und erklärte: „Ich habe Ihr Werk gesehen, ich glaube an Ihr Werk. Arbeit ist eine der Bedingungen des Glücks, ich habe gesehen, daß Sie zu arbeiten verstehen. Von ganzem Herzen hoffe und wünsche ich, daß die Juden ihr Ziel in Palästina erreichen. Möge Ihnen Ihre Arbeit Glück und Freiheit bringen!“ Jerusalem, 15. April. (J.T.A.) Präsident Masaryk weilte heute in Haifa. Er verließ von hier mit Schiff Palästina, um sich über Kairo nach Athen zu begeben. Von dort wird er die Rückreise nach der Tschechoslowakei antreten. Die Regierung Transjordaniens überläßt 6000 Dunam Boden der Palestine Electric Corporation Jerusalem, 13. April. (JTA.) Der Ministerpräsident von Transjordanien teilt offiziel mit, daß die Regierung Transjordaniens eine Fläche von 6000 Dunam auf der transjordanischen Seite des Jordanflusses an die Palestine Electric Corporation zwecks Verwirklichung ihrer Konzession zur Versorgung von Palästina und Transjordanien mit Elektrizität verkauft habe. Der Kaufpreis beträgt 14 000 Pfund. Der Ministerpräsident erklärt, die Regierung habe in den Verkauf einwilligen müssen, da sonst gemäß den Bestimmungen der Konzession der Boden enteignet worden wäre. Der Verkauf des Bodens geschah in freundschaftlichem Einvernehmen beider Teile. Soziale Wohlfahrtsrente Bekanntlich hat die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden als Spitzenorganisation der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland für die jüdischen Anstalten, Einrichtungen, Vereine und Stiftungen die Bearbeitung der Angelegenheiten der sozialen Wohlfahrtsrente übernommen und sich bereit erklärt, die an sie gelangenden ausgefüllten Antragsformulare an die zuständigen Ausschüsse für die soziale Wohlfahrtsrente in den einzelnen Ländern und Provinzen weiter zu leiten. Die Frist für die Einreichung der Anträge bei den Ausschüssen läuft am 3 0. April ab. Es liegt im eigensten Interesse der Wohlfahrtseinrichtungen, durch die Zentralwohlfahrtsstelle die Anträge schleunigst, spätestens bis 20. April, einzureichen. Antragsformulare und Anleitungen sind durch das Büro der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin N, Oranienburger Straße 13/14, zu haben, desgleichen werden auf Wunsch Auskünfte erteilt.