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Das jüdische Echo · 1927-04-08 · 14 (8.4.1927) · p. Seite 215

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
14 (8.4.1927)
Date
1927-04-08
Page
Seite 215 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 14 Das Jüdische Echo 215 kurzen ersten Beratung zusammengetreten war, vereinigten sich die auswärtigen und die Berliner Teilnehmer an den Verhandlungen am Abend zu einem geselligen Zusammensein in den Räumen des Logenhauses. Hier wurden die Gäste durch eine Ansprache von Herrn Dr. Meier Hildesheimer (Berlin) begrüßt: namens der Auswärtigen dankte Herr Justizrat Dr. Eli Straus (München). Wieder eine FriedhoSsschändung Berlin, 31. März (JTA.) Vor wenigen Wochen stellte das „Israelitische Familienblatt“ im Anschluß an die Friedhofsschändung in Kuppenheim fest, daß in den letzten zwei Jahren fast 20 Verwüstungen jüdischer Friedhöfe verzeichnet wurden. Nun meldet die Zeitung über die Verwüstung des israelitischen Friedhofs auf dem Zwingenberg bei Neviges (Rhld.), wo seit Jahrhunderten die Ruhestätte der jüdischen Toten, ist. Die Kriminaldienststelle leitet die Untersuchung. Wie die Vandalen dort gehaust haben, geht daraus hervor, daß elf, zum Teil zwei Meter hohe bis zu 20 Zentner schwere Grabsteine umgestürzt und zertrümmert worden sind. Teilweise haben die Rohlinge auch die Gräber selbst durch Niedertreten schwer beschädigt. Die Israelitische Gemeinde Neviges hat eine Belohnung von 300 Mark für die Ergreifung der Frevler ausgesetzt. V. Landeskonferenz der Poale Zion in Deutschland Berlin, 30. März. (JTA.) Am 20. und 21. März d. J. tagte im großen Saale der Berliner Jüdischen Gemeinde die V. Landeskonferenz der jüdischen sozialdemokratischen Arbeiterorganisation „Poale Zion“. Die Teilnahme der Delegierten und Mitglieder der Poale Zion aus allen Teilen des Reiches war recht zahlreich; so waren Vertreter sämtlicher Ortsgruppen erschienen. Die Eröffnung fand am 20. März, vormittags 10 Uhr, durch Chawer Alfred Berger statt, der in kurzen Worten auf die Lage der Poale-Zion-Organisation in Deutschland einging und auf die ihr angesichts der schweren Lage der palästinischen Arbeiterschaft erwachsenden Aufgaben hinwies. Es wurden Begrüßungen der Bruderparteien, verschiedener Organisationen und einzelner Chawerim verlesen. Im Anschluß hieran begrüßte Chawer Berl Locker als Vertreter des Verbandsbüros des Weltverbandes Poale Zion die Konferenz und gab in einem mehrstündigen Referat einen Bericht über die Lage der Bewegung in allen Ländern der Welt. Die Hauptabschnitte der Tagung waren: Jugend und Hechaluz (Ref. Pr. Georg Lubinski), Die politische Lage (Ref. Alfred Berger), Die finanzielle und organisatorische Lage unserer Organisation (Ref. Joseph Wahl), Basis der Poale-Zion-Arbeit in Deutschland (Ref. S. Rudel). Die Frage der Palästinaarbeit und die Möglichkeiten der deutschen Poale Zion auf diesem Gebiet wurden sehr eingehend erörtert und als eine der wichtigsten Aufgaben die intensivste Tätigkeit für das arbeitende Palästina, Stärkung der Chaluzbewegung und der palästinischen Fonds, insbesondere des Palästina-Arbeiter-Fonds, bezeichnet. Die Konferenz hat weiter beschlossen, „die jüdische Öffentlichkeit in Deutschland, insbesondere die zionistische Öffentlichkeit, über die wahre Lage in Palästina und im Zionismus unermüdlich aufzuklären, die wahren Verhältnisse in aller Schärfe und Energie darzustellen, die berühmte „arbeiterfreundliche Haltung“ gewisser bürgerlicher zionistischer Parteien in ihrem wahren Wert zu beleuchten und den Wahlkampf mit aller Entschlossenheit zu führen. Nach der Annahme verschiedener Resolutionen und der Wahl eines Zentralrats, bestehend aus den Chawerim: Alfred Berger, S. Rudel, S. Lifschitz und eines Zentralkomitees, bestehend aus: Saul Kaleko, Dr. Boruch Lewit, Dr. Georg Lubinski, Feiwel Rabinowitsch und Joseph Wahl wurde die Konferenz am Montag, dem 21. März, abends 10 Uhr, durch ein Schlußwort Alfred Bergers und das Singen der „Schewuah“ beendet. Frau Ludendorff kämpft gegen Alljuda Berlin, 30. März. (JTA.) In der Aula einer Berliner Schule sprach die jetzige Gattin des Generals Ludendorff, Frau Mathilde, geb. v. Kemnitz, bei einer Versammlung des Tannenberg-Bundes über „Das Rasse-Erbgut“. Sie sprach, wie die Zeitungen berichten, mit männlicher Energie und rollendem Pathos, während ihr Gatte, der völkische „Schirmherr“, steinernen Gesichts in der ersten Reihe saß. Sie setzte auseinander, warum der Weltkrieg 1914 begann. Alljuda hatte seit langem mit aller Kraft gerade auf dieses Jahr hingearbeitet, das den Beginn seiner Weltherrschaft bringen sollte. Beweis: das Wort „Weltkrieg“ ergibt in hebräischen Buchstaben die Zahl 1914, deren Quersumme wiederum 15 ist, was nach alttestamentarischem Geheimzeichen den Gottesnamen „Jehova“ bedeutet. Nun ist das nächste Jahr mit der Quersumme 15 das Jahr 1932 und deshalb versuchen die dunklen Mächte, zu denen auch das eingeweihte Freimaurertum und die Jesuiten gehören mit allen Mitteln (auch der Völkerbund ist ein solches Mittel) die Weltherrschaft wenigstens zu diesem Zeitpunkt zu erreichen. Es ist kein Zufall, sagte Frau Ludendorff, daß die Amerikaner Bayerische Gegründet Vereinsbank 1869 Niederlassungen an allen größeren Plätzen des rechtsrheinischen Bayern Individuelle Beratung in allenVermögensangelegenheiten Verzinsung von Bareinlagen zu günstigen Sätzen

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