Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- 14 (8.4.1927)
- Date
- 1927-04-08
- Page
- Seite 214 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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214 Das Jüdische Echo Nr. 14 Ihren Rückhalt soll die Vereinigung an den schon bestehenden konservativen Vereinen Berlin, Breslau, Frankfurt a. M. und Köln finden, die bereits ihren Beitritt vollzogen haben. Ebenso ist in der Satzung den konservativen Mitgliedern des preußischen Landesverbandes eine Mitwirkung an hervorragender Stelle gesichert. Als letzter in der Reihe der Referenten sprach Herr Dr. Jakob Segall (Berlin) über das ebenfalls im Entwurf vorliegende Programm der Jüdisch- Konservativen Vereinigung, das in geschichtlicher Gliederung alle Hauptpunkte der Gemeindetätigkeit umfaßt. Herr Dr. Segall trat in warmer Weise für die Aufrechterhaltung des religiösen Charakters der jüdischen Gemeinde ein und behandelte dann die Aufgaben, deren Erfüllung aus der Notlage der Gegenwart heraus in erster Linie geboten zu sein scheint. Reicher Beifall lohnte alle Redner. Die sofort einsetzende Generaldebatte zeigte, mit welch lebhafter Teilnahme die anwesenden Delegierten, deren Zahl sich gegen 100 belief, den Ausführungen der Referenten gefolgt waren. Es ergab sich sofort, daß in den Grundzügen vollkommene Übereinstimmung vorhanden war. Lediglich in taktischen Fragen, in dem Verhalten zu anderen Organisationen, gingen die Meinungen auseinander. Nach einer kurzen Mittagspause wurden die Verhandlungen fortgesetzt und zunächst ein provisorischer Arbeitsausschuß eingesetzt, der sich aus folgenden Herren zusammensetzt: Dr. Isi Kahn, Siegbert Seckeisohn, Bruno Galewski, Max Bauer, Dr. N. Rachmilewitz, Maurice Glogau, Dr. Jakob Segall, Moritz A. Loeb, alle aus Berlin; Rechtsanwalt Horowitz (Köln), Emanuel Pinczower (Beuthen), Direktor Hermann Marx (Königsberg i. Pr.), Dr. J. Möller (Altona), Rabbiner Dr. Neuhaus (Mülheim-Ruhr), Felix Struck (Berlin). Die Konstituierung der Jüdisch - Konservativen Vereinigung erfolgte einstimmig, ebenso die Annahme der Entwürfe für Satzungen und Programm, mit der Einschränkung, daß die in der Debatte zutage getretenen Wünsche betreffs Zusätze und Abänderungen von dem Ausschuß bei der endgültigen Redigierung nach Möglichkeit zu berücksichtigen seien. Nach einem die Resultate der Arbeit zusammenfassenden Schlußworte war die Tagung gegen 4 Uhr zu Ende. Durch Delegierte vertreten waren folgende Orte: Köln, Frankfurt a. M., Kiel, Hamburg, Altona, Trier, Hannover, Mülheim, Beuthen, Gleiwitz, Schwedt, Liegnitz, Frankfurt a. d. O., Königsberg i. Pr., Osterode i. Ostpr., Prenzlau, Mannheim, Oppeln. Dortmund. Aus der jüdischen Welt Der XV. Zionistenkongreß wird wahrscheinlich in Basel stattfinden Berlin, 1. April. (JTA.) Aus Kreisen, die der Exekutive der Zionistischen Weltorganisation nahe stehen, verlautet, daß der XV. Zionistenkongreß, dessen Abhaltung, wie schon mitgeteilt, für Anfang September 1927 in einer Stadt Mitteleuropas in Aussicht genommen ist, wahrscheinlich in der alten Kongreßstadt Basel (Schweiz) abgehalten werden wird. Mitgliederversammlung der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden Berlin, 4. April. (JTA.) Am Sonntag, dem 3. April, fand im Repräsentantensitzungssaal der Jüdischen Gemeinde zu Berlin die Mitgliederversammlung der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden statt, die aus allen Teilen des Reichs zahlreich besucht war. Erschienen waren insbesondere Vertreter von Landesverbänden jüdischer Gemeinden, Landes- und Provinzialwohlfahrtsstellen, Großorganisationen, Gemeinden, Vereinen und Anstalten. Die Verhandlungen wurden am Vormittag .von Herrn Sanitätsrat Dr. Seeligsohn (Berlin), am Nachmittag von Herrn Professor Dr. Seligmann (Berlin) und Herrn Rabbiner Dr. Eschelbacher (Düsseldorf) geleitet und wurden durch eine Begrüßungsansprache des Vorsitzenden des Vorstands der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Herrn Kammergerichtsrat Wolff, eingeleitet. Der Geschäftsführer Herr Dr. Ollendorff erstattete den Tätigkeitsbericht; den Rechnungsabschluß legte für den Vorstand Herr Otto Eskales (Berlin) vor. Dem bisherigen geschäftsführenden Vorstand wurde Entlastung erteilt. Die neue'Satzung der Zentralwohlfahrtsstelle — für die die eingegangenen Abänderungsvorschläge verwertet waren, und deren Beratung durch eine Vorbesprechung am Vormittag vorbereitet war — wurde einstimmig angenommen. Zum Vorsitzenden der Zentralwohlfahrtsstelle wurde Herr Rabbiner Dr. Leo Baeck (Berlin) gewählt. Die Wahl einer Anzahl Sachverständiger zu Mitgliedern des Gesamtvorstandes folgte. An die Mitgliederversammlung schloß sich eine ebenfalls zahlreich besuchte Sitzung des neuen Gesamtvorstandes an,' der sich konstituierte und einen geschäftsführenden Vorstand von zunächst 13 Mitgliedern bestimmte. Nachdem auch dieser engere Vorstand zu einer ..1.1.1.IIIIIIHI BUICK die Weltmarke in 137 Ländern vertreten Der moderne, populärste 6-Zylinder Neues Modell 1927 bereits lieferbar Vertretung: BAYERN-AUTO G.m.b.H., Paul-Heyse-Str. 9,Tel 58422 /