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Das jüdische Echo · 1927-02-18 · 7 (18.2.1927) · p. Seite 104

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
7 (18.2.1927)
Date
1927-02-18
Page
Seite 104 (sequence 8)
Language
German
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104 Das Jüdische Echo Nr. 7 Die Simultan-Akademie in Frankfurt a. M. abgelehnt Berlin, 10. Februar. (JTA.) Bei der Etatberatung im Preußischen Landtag wurde die Simultan- Akademie in Frankfurt a. M. mit den Stimmen der Deutschnationalen abgelehnt. Somit scheint es bei der konfessionellen Lehrerbildung in Preußen bleiben zu wollen. Wie bekannt, wurde der Plan erwogen, der Simultan-Akademie in Frankfurt a. M. eine Abteilung für jüdische Lehrerbildung anzugliedern. Da nun die Simultan-Akademie abgelehnt worden ist, ist die Frage der Errichtung einer jüdischen Lehrer-Akademie durch den Staat, die von den maßgebenden jüdischen Kreisen gefordert wird, wieder aktuell geworden. Ein „Klub radikaler Zionisten“ in Berlin begründet Berlin, 9. Februar. (JTA.) ln Berlin ist ein „Klub radikaler Zionisten“ begründet worden, der, ähnlich wie die gleichen Klubs in zahlreichen anderen Städten, zur Sammlung aller Anhänger der Vereinigung radikaler Zionisten dienen soll. Der Klub wird wöchentliche Sitzungen abhalten und auch öffentliche Versammlungen veranstalten. Den Vorsitz hat Herr Dr. Max Soloweitschik übernommen. Palästinareise Kurt Blumenfelds Berlin, 10. Februar. (JTA.) Wie wir erfahren, begibt sich der Präsident der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Herr Kurt Blumenfeld, Ende dieses Monats zu einem mehrwöchigen Aufenthalt nach Palästina. Einstein und Michelson Mitglieder der russischen Akademie der Wissenschaften Moskau, 12. Februar. (JTA.) Die allrußländische Akademie der Wissenschaften in Moskau hat die beiden weltberühmten Physiker Prof. Albert Einstein in Berlin und Prof. Michelson in Neuyork zu ihren Mitgliedern gewählt. Öffentliche Kontrolle für das Schächten in Schweden Berlin, 10. Februar. (JTA.) Aus Stockholm meldet eine deutsche Presse-Agentur: Das schwedische Justizministerium hat den Entwurf eines neuen Schlachtgesetzes vorgelegt, nach dem bei allen öffentlichen Schlachtungen die zu schlachtenden Haustiere vorher betäubt werden müssen. Nur bei der Schlachtung von Federvieh und Kaninchen soll die Betäubung unterbleiben und diese durch schnelles Abtrennen des Kopfes erfolgen dürfen. Für die Schächtung nach jüdischem Ritus sollen von der Regierung bestimmte Kontrollvorschriften erlassen werden, die die Ausübung des Schächtens unter Formen garantieren, die ein unnötiges Quälen der Tiere ausschließen. Befreiung von der vorherigen Betäubung soll jedoch für das Schächten nur gewährt werden dürfen, wenn diese Schlachtmethode in öffentlichen Schlachthäusern bzw. unter öffentlicher Kontrolle zur Anwendung gelangt. Amerika schickt 60 000 Pfund für das Aufbauwerk Jerusalem, 10. Februar. (JTA.) Die Palästinisch-Zionistische Exekutive erhielt ein Telegramm von Dr. Weizmann, in dem angekündigt wird, daß noch in dieser Woche die Summe von 60 000 Pfund nach Palästina übersandt werden würde. Entwicklung des Keren Hajessod. — Januareinnahme 57 708 Pfund Jerusalem, 14. Februar. (JTA.) Im Verlauf des Monats Januar 1927 sind im Hauptbüro des Keren Hajessod an Spenden 57 708 Pfund eingelaufen. Das bedeutet ein immenses Steigen der Einnahmen gegenüber Januar 1926, in welchem Monat 33 000 Pfund eingelaufen waren. Jerusalem im Schnee Jerusalem, 11. Februar. (JTA.) In der Nacht und während des heutigen Vormittags fiel dichter Schnee über Jerusalem und einem großen Teil des Landes. Es ist dies seit 1921 der erste Schneefall in Palästina. Die Einbürgerung in Palästina Jerusalem, 11. Februar. (Ziko.) In der letzten Zeit finden in Palästina viel zahlreichere Einbürgerungen statt als bisher. So beträgt die Zahl der in Jerusalem im Januar Eingebürgerten 660 gegenüber nur 350 im Monat Dezember. Im Mai beginnt die Verwirklichung des großen Ruthenberg-Plans Jerusalem, 12. Februar. (JTA.) In den nächsten Tagen wird hier der Unterstaatssekretär im Britischen Kolonialamt, Sir John Shuckburgh, eintreffen, um alle mit dem großen Ruthenberg-Plan der Elektrifizierung Palästinas durch Ausnutzung der Wasserfälle des Jordan und des Yarmuk zusammenhängenden politischen und wirtschaftlichen Fragen einer Erledigung zuzuführen. Anfang Mai d. J. soll mit den Hauptarbeiten zur Verwirklichung des Planes des Ingenieurs Pincas Ruthenberg begonnen werden. Die altberühmten Heilquellen von Tiberias gefährdet — Ein Gespräch mit dem Baineologen Dr. Lachmann Berlin, 13. Februar. (JTA.) Der bekannte führende Baineologe, Sanitätsrat Dr. Lachmann aus Landeck, der sich an Ort und Stelle eingehend mit dem Studium der Quellen von Tiberias beschäftigt hat, teilt der Jüdischen Telegraphen-Agentur mit: Seit Jahren tauchen unaufhörlich neue Projekte für die Fassung und Ausgestaltung der altberühmten Heilquellen von Tiberias auf.. Dabei ist der ganze Bestand der Quelle nicht nur durch den gegenwärtigen primitiven Betrieb, sondern ganz besonders durch die bevorstehende vollständige Veränderung der Grundwasserverhältnisse bei der Durchführung des Ruthenbergprojekts, aufs höchste gefährdet. Jetzt hat man ohne Rücksicht auf die heute noch gar nicht zu übersehenden späteren Verhältnisse einem Privatunternehmer erlaubt, sich eine Zuleitung des Thermalwassers aus dem Quellgebiet in sein Grundstück hersteilen zu lassen. Es ist unbegreiflich, daß die Exekutive einer Private kaufmännischeKurse Telephon 55781 1~~) 1 Gegründet 1879 Rudolf OLirCrt München Inhaber und Leiter Diplom-Kaufmann R. Bürck Jeden Monat beginnen neue Kurse. Erste Referenzen. Auskunft und Anmeldung Neuhauserstraße9 (Pauson-Haus)

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