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Das jüdische Echo · 1927-02-11 · 6 (11.2.1927) · p. Seite 88

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
6 (11.2.1927)
Date
1927-02-11
Page
Seite 88 (sequence 8)
Language
German
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■88 Das Jüdische Echo; Nr. 6 das Komitee erfolgt sind, und beschloß folgende Erklärung: „Das Deutsche Komitee Pro Palästina hat die Überzeugung, daß der Aufbau der im Palästinamandat vorgesehenen vom Völkerbund garantierten Heimstätte für das jüdische Volk aus politischen und wirtschaftlichen Erwägungen und als ein Werk menschlicher Wohlfahrt und Gesittung Anspruch auf die deutschen Sympathien und die tätige Anteilnahme der deutschen Juden hat. Das Deutsche Komitee Pro Palästina tritt für ein jüdisches Werk und eine mit diesem Werk verbundene Betätigung ein, lehnt es aber selbstverständlich ab, im innerjüdischen Kampf gegen jüdische Richtungen Stellung zu nehmen. Es vermag anderseits nicht einzusehen, welches Interesse eine jüdische Gruppe daran haben kann, die Mitglieder des Deutschen Komitees Pro Palästina zu einer Stellungnahme in innerjüdischen Fragen zu veranlassen. Die Annahme, daß die Mitglieder d e s Deutschen Komitees Pro Palästina über die mit dem Aufgabenkreis zusammenhängenden grundsätzlichen Fragen nicht ausreichend informiert worden sind, entbehrt jeder Grundlage.. Die Mitarbeit am jüdischen Palästinawerk ist in keiner Weise geeignet, die Stellung der Juden im deutschen Staats- und Volksleben zu beeinträchtigen. Das in Palästina unternommene Werk trägt entscheidend dazu bei, die Stellung der Jude n h e i t in der Welt günstig zu beeinflusse n.“ MODELLHAUS SOPHIE OELDENBERGER HAUS FÜR FEINSTE DAMENMODEN MÜNCHEN THEATINERSTRASSE 40 TELEPHON 27168 Die Gefahr des Schächtverbots Miinc Ire n „ 4., Februar. Im Plemimi des Landtags stand am Freitag zur Beratung 'der Bericht des Verfassungsaiisschusses über den. Antrag der Abgeordneten Dr„ Buttmann (Nationalsozialist) und Genossen... Der Antrag verlangt, daß. der Beschluß des Landtages vom 8. Juli 1926 betreffend Betäubungszwang, für das Schlachtvieh alsbald durchzuführen, und ein entsprechender Gesetzentwurf ohne weitere Verzögerung dem Landtag vorzulegen ist. Im Ausschuß war dieser Antrag Buttmann abgelehnt und dafür ein Antrag Dr.. Scharnagl (Bayer., Volkspartei) angenommen, worden, wonach „die. Staatsregierung ersucht wird,, in Ausführung des Landtagsbeschlusses vom 8.. Juli 1926 den dort geforderten Gesetzentwurf; vorzulegen, sobald die zur Zeit im Gange befindlichen Versuche über eine den rituellen Vorschriften entsprechende: Betäubung zum Abschlüsse gekommen sind. Sie soll auf möglichst baldigem Abschluß dieser. Versuche hinwirken“. Die Abstimmung im Plenum ergab Ablehnung sowohl des. Aitrages Dr.. Buttmann wie des Antrages Dr.. Scharnagl. Für den letzteren stimmten nur die Bayerische Volkspartei und die Demokraten. Damit bleibt es bei dem: Beschluß des Landtags vom 8:, Juli 1926, der die Regierung ersuchte, alsbald gesetzliche Anordnungen zu erlassen, wonach Rinder usw., die geschlachtet werden, vor Beginn der Blutentziehung zu betäuben sind, und durch gesetzliche. Anordnung sicherzustellen, daß überall dort, wo> es möglich erscheint, die Betäubung des Schlachtviehes statt durch freien Kopfschlag durch mechanisch wirkende Geräte (Schußbolzen usw.)' erfolgt, die geeignet sind, die Betäubung oder den sofortigen Tod des Tieres herbeizuführem Eine Eingabe des Münchener Tiersehutzvereins um Beschleunigung des Gesetzes über Betäubung der Schlachttiere wurde für erledigt erklärt. Damit ist also auch die geringe Besserung, die' der Antrag Scharnagl zu bringen schien, wieder rückgängig gemacht, und zwar hauptsächlich infolge der unverständlichen Haltung der Sozialdemokraten. Die weitere Entwicklung der Angelegenheit hängt nun ganz von der Regierung ab-, die jetzt verpflichtet ist, alsbald einen dem Landtagsbeschluß vom 8. Juli 1926 entsprechenden Gesetzentwurf einzubringen. israelitischer Frauen - Verein von 1906 und Gesgml - AusschuD der Osljuden EINLADUNG zu dem am Sonntag, dem 13. Februar, abends 81/2 Uhr, in den oberen Sälen des ,,Hotels Bayerischer Hof“, Promenadeplatz, stattlindenden WOHIXATIGKEITSFESr VERBUNDEN MIT GROSSEM BALL M. Bronstein vom Berliner Theater, Berlin Rezitationen Musikalische Darbietungen * Ueberraschungen Büfett DIE VORSTÄNDSCHÄFT Spenden für das Büfett dringend erbeten und werden auf Wunsch auch abgeholt. Abzugeben bei Fr. Tuch mann, Auenstraße 13/o, Telephon 26153, und D. Horn, Karlstr. 54, Tel. 53733 / Eintrittskarten M. 2. — . Im Vorverkauf erhältlich bei: Frau Tuchmann, Auenstr, 13'o, Tel. 26 1 53; D. Horn, Karlstr. 54, Tel. 537 33; Goldfarb, Weinstr. 14, Tel. 21552; Kornhauser, Isartorplatz 8, Tel, 24 5 08; Schumer, Josefspitalstr. 13, Tel. 56 0 41; Orljansky, Neuhauser Straße 29, Tel. 54561, und an der Abendkasse.

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