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Das jüdische Echo · 1927-01-28 · 4 (28.1.1927) · p. Seite 55

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
4 (28.1.1927)
Date
1927-01-28
Page
Seite 55 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 4 Das Jüdische Echo 55 Aus der jüdischen Welt Vor der Entscheidung in der Frage der Berliner Repräsentanten wählen Berlin, 24. Januar. (JTA.) Die Entscheidung in der Frage der Berliner Repräsentantenwahlen vom 16. Mai 1926 steht — wie die Jüdische Telegraphen-Agentur erfährt — jetzt bevor. Diese Wahlen, die bekanntlich von liberaler Seite angefochten worden waren, hatten das Resultat ergeben, daß vom Wahlkommissar als rechtmäßig gewählt 10 liberale Repräsentanten und 11 Repräsentanten der Jüdischen Volkspartei, der Religiösen Mittelpartei und der Konservativen festgestellt worden waren. Von den vielen in den Wahlprotesten vorgetragenen Momenten scheint lediglich als noch nicht völlig aufgeklärt der Umstand angesehen zu werden, daß Mitglieder der Berliner, nicht zur Hauptgemeinde gehörenden, Synagogengemeinde „Adaß Jisroel“ mitgewählt haben sollen, daß bei Berichtigung der Listen auch Personen, die das wahlfähige Alter noch nicht gehabt haben sollen, in die Listen eingetragen wurden und schließlich, daß etwa 20 Wähler aus einem nördlichen Vorort, der nicht zum Bezirk Berlin, sondern zur Synagogengemeinde Oranienburg gehört, mitgewählt hätten.. Wie verlautet, sind dies die einzigen Monita, die, vorausgesetzt, daß ihre Richtigkeit bewiesen wird, Berücksichtigung finden müssen. Es müßte nun zunächst festgestellt werden, ob wirklich den bezeichneten Kategorien angehörende Personen gewählt haben. Beweispflichtig sind die Gruppen, die Protest eingelegt haben. Sollte der Beweis geführt werden, so würden voraussichtlich die Stimmen proportional den einzelnen Parteien in Abzug gebracht werden müssen. Es kommt also eine Aufhebung der Wahl oder eine Ungültigkeitserklärung derselben, gutem Vernehmen nach, unter keinen Umständen in Frage, sondern lediglich eventuell eine proportionelle Reduktion von Stimmen, die voraussichtlich an dem Wahlergebnis keinerlei Änderung herbeiführt. Im übrigen aber ist, wie der JTA-Vertreter erfährt, eine offizielle Mitteilung der staatlichen Behörde an den Berliner Gemeindevorstand noch nicht gelangt. Lucien Wolfs 70. Geburtstag London, 20. Januar. (JTA.) Herr Lucien Wolf, der Präsident der Jüdischen Historischen Gesellschaft und Sekretär des Joint Foreign Committee, beging heute seinen 70. Geburtstag. Herr Lucien Wolf war bei den Pariser Friedenskonferenzen im Jahre 1919 der Führer der jüdischen Delegation. Als der Sekretär der Joint Foreign Committee, das der Lage der Juden in allen Teilen Europas seine Aufmerksamkeit widmet, veröffentlichte er viele aufschlußreiche Abhandlungen über die Lage der Juden in Europa. Seine letzte Publikation ist dem Leben der Marranen in Portugal gewidmet. Die Jüdische Historische Gesellschaft (Jewish Historical Society) veranstaltet aus Anlaß des 70* Geburtstags ihres Präsidenten, am Dienstag, dem 1. Februar, ein Festdiner, bei welchem Sir Herbert Samuel den Vorsitz führen wird. Palästina-Drive und Jewish Agency N e u y o r k , 18. Januar. (JTA.) Die von der amerikanischen Zionistischen Organisation beschlossene Kampagne zur Aufbringung von llh> Millionen Dollar für die Institutionen des Palästina-Aufbaues im Jahre 1927 hat bereits begonnen. In Neuyork begann die Kampagne mit einer großartigen Kundgebung, die unter der Leitung des Richters Rosalski stand und in der der Präsident der zionistischen Weltorganisiton Dr. Chaim Weizmann und der Vizepräsident des Joint Distribution Committee und Präsident des American Jeswish Committees, Louis Marshall, bedeutungsvolle Ansprachen hielten. Dr.. Weizmann, mit großem Enthusiasmus bebegrüßt, teilte im Eingang seiner Rede mit. daß endlich Friede und Eintracht zwischen Zionisten und Nichtzionisten in den Vereinigten Staaten hergestellt sei. Er verlas den Briefwechsel, den er mit Louis Marshall geführt hat. Weizmann drückt in einem Schreiben an Marshall das Bedauern darüber aus, daß infolge gegenseitigen Mißverstehens eine unglückliche Kontroverse ausgebrochen war und erklärt, daß infolge dieses Mangels an Harmonie die Sache des Zionismus und auch die Sache der anderen Partei gelitten habe. Die Zionisten sollten mit den Nichtzionisten, die die Priorität des Palästinawerkes nicht anerkennep, Zusammenarbeiten. Weizmann zollte im weiteren Verlauf seiner Ansprache der Arbeit des Joint Distribution Committee in Palästina großes Lob und erinnerte an die seinerzeit in Paris zwischen ihm und dem Leiter des Joint-Drives, Herrn David A. Brown, gepflogene Unterhaltung, in der eine Übereinstimmung der Ansichten darüber erzielt worden ist, daß weder das Palästinawerk, noch das russische Kolonisationswerk unter der gegenseitigen Propaganda zu leiden haben müßten.. Herr Louis Marshall erwiderte auf Weizmanns Rede. Auch er, so sagte er, reiche den Ölzweig des Friedens dar. Die Differenzen der Vergangenheit sinken, die Zukunft gehört der Arbeit. BUICK die Weltmarke in 127 Ländern vertreten Der moderne, populärste 6-Zylinder Heues Modell 1927 bereits lieferbar Vertretung:BAYERN-AUTO G.m.b.H.,Paul-Heyse-8tr.9,Tel 58422/ toittsir^äuSSni

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