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Das jüdische Echo · 1926-12-31 · 53 (31.12.1926) · p. Seite 846

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
13 (1926)
Issue
53 (31.12.1926)
Date
1926-12-31
Page
Seite 846 (sequence 10)
Language
German
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846 Das Jüdische Echo Nr. 53 als Prof. Waldemaras, der als Freund der Juden bekannt ist, auf Verlangen der Militärs sich an die Spitze der neuen Regierung gestellt hat. In jüdischen Arbeiterkreisen aber gibt man sich nach wie vor der Furcht hin, daß das neue Regime gegen die Arbeiterschaft strenge Vorgehen wird. Es fanden in den Wohnungen jüdischer Arbeiter zahlreiche Haussuchungen statt. Litauische wie jüdische Arbeiter wurden unter dem Verdacht der kommunistischen Betätigung in Haft genommen. Es wurden auch bekannte antikommunistische Sozialisten, wie z. B. der Führer des „Bund“, Dr. Epstein, verhaftet; ebenso die jüdische Lehrerin Jelena Chazkeles. Die jüdische Fraktion des litauischen Sejm hat zu den Ereignissen noch nicht Stellung genommen. Der im Sejm stattgefundenen Wahl von Smetona zum Präsidenten der Republik, bei der von 85 Abgeordneten 42 anwesend waren, wohnte von der jüdischen Fraktion nur deren Präsident Dr. Robinson bei. Sir Herbert Samuel tritt in die aktive Politik ein London, 18. Dezember. (JTA.) Sir Herbert Samuel, der frühere Oberkommissar für Palästina, hat sich entschlossen, in das aktive politische Leben zurückzukehren. Wie in politischen Kreisen erklärt wird, wird er bei der nächsten Gelegenheit für das Unterhaus kandidieren. Sir Herbert Samuel ist zum Nachfolger des Herrn Vivian Phillips als Präsident der Liberalen Partei ausersehen. Die erste hebräische Oper preisgekrönt Berlin, 21. Dezember. (JTA.) Wie uns vom Juwal-Verlag, Berlin, mitgeteilt wird, ist gelegentlich eines in Neuyork stattgefundenen internationalen Wettbewerbs, an dem mehr als 140 Komponisten sich beteiligten, die Oper „An evening in Palestine“ von Prof. Weinberg in Jerusalem mit dem ersten Preis von 1000 Dollar bedacht worden. Es ist dies die erste hebräische Oper. Das Werk wird demnächst im Juwal-Verlag erscheinen. Die Palästina-Anleihe vor dem britischen Oberhaus London, 15. Dezember. (JTA.) Das britische Oberhaus hat heute die Palästina-Anleihe-Bill endgültig verabschiedet. Während der zweiten Lesung entspann sich eine Debatte, in deren Verlauf der Berichterstatter Graf Clarendon mitteilte, daß der Plan der Ausgestaltung der unzulänglichen Hafenanlagen von Jaffa auch im Stadium der Erörterung und noch nicht angenommen ist. Die gegenwärtig in Jaffa vorgenommenen Hafenverbesserungen haben einzig den Zweck, der Arbeitslosigkeit zu steuern. Eure Lordschaften, setzte der Redner fort, haben gewiß Verständnis für den Wunsch, unseren Kredit der Entwicklung der Hilfsquellen des British Empire nutzbar zu machen. Es ist unsere Pflicht, den Mandatsterritorien ebenso zu helfen, wie wir unseren Kolonien geholfen haben. Wenn sie auch dem Wortsinne nach nicht Teile des britischen Reiches sind, so dürfen wir sie dennoch nicht in eine schlechte Lage bringen. Der Staatssekretär für die Kolonien hat im Unterhaus die Versicherung abgegeben, daß der Anleiheertrag nur zu notwendigen Arbeiten verwendet werden wird. Wir werden uns keineswegs in ein riskantes Unternehmen einlassen, aus dem dem britischen Steuerzahler Verluste erwachsen und ihn zu einem Schuldner machen würde. Die von der britischen Regierung garantierten Anleihen sind durch die Einkünfte der betreffenden Länder (der Berichterstatter sprach auch von den ostafrikanischen Anleihen) vollständig gedeckt. Lord Arnold, der in der Arbeiterregierung Unterstaatssekretär für die Kolonien gewesen war, erklärte im Namen der Arbeiterpartei, diese wolle der Anleihe zustimmen. Die Zionistische Bewegung genießt die warme Zustimmung und Unterstützung der Arbeiterpartei, die sich der großen Fortschritte des neuen Palästina freut. Für den Grafen Balfour, dessen Rolle in der Entwicklung des neuen Palästina von Beginn an von geschichtlicher Bedeutung ist, muß diese Wendung sehr erfreulich sein. Die finanzielle Lage Palästinas habe sich in den letzten drei oder vier Jahren in ungewöhnlicher Weise verbessert, so daß der Überschuß jetzt 700000 Pfund beträgt. Bezüglich der Löhne in Verbindung mit dem Hafenbau in Haifa wurde im Unterhaus die Sicherung anständiger Löhne und Arbeitsbedingungen angeregt, und der Staatssekretär hat Sicherungen gegeben, daß die Löhne jedenfalls nicht so niedrig sein werden, daß weiße Arbeiter sie nicht akzeptieren können. Der Kolonialminister hat auch sonst Garantien für anständige und nicht versklavende Arbeitsbedingungen gegeben. Graf Buxton sagte, die Anleihe-Bill könne alle befriedigen. Große Ameliorationsarbeiten des KKL in der oberen Kischon-Ebene Jerusalem, 15. Dezember 1926. (P.C.) Der KKL hat die Vornahme der Ameliorationsarbeiten in Angriff genommen, die auf seinen Böden in der oberen Kischon-Ebene erforderlich sind. Es handelt sich um die Böden von Kneifes, Jebatta, Vrakany, Tel-Tora und Tel-Schamam, rund 43 000 Dunam am Oberlauf des Kischon südlich und südöstlich von Nahalal. Die Arbeiten dürften etwa 80—100 Arbeiter etwa 8 Monate lang beschäftigen. Sie erreichen einen Gesamtwert von rund 14 500 LE; davon 7000 LE für Materialien und 5000 LE für Arbeiten und den Rest für Ausarbeitung der Pläne und Kostenvorschläge, technische Beaufsichtigung, provisorische Anlagen zum Schutze der Gesundheit der beschäftigten Arbeiter usw. Die Arbeiten werden nach einem neuen System durchgeführt. Die Regulierung des oberen Kischonbettes wird durch Ansammlung des überschüssigen Wassers in Sammelbecken erzielt, aus denen das Wasser durch Syphonleitungen abgeleitet und zum größten Teil für den Bedarf der umliegenden Wirtschaften verwendet werden wird. Für die Vergebung der Arbeit wurde eine Ausschreibung unter einer beschränkten Anzahl qualifizierter Unternehmer durchgeführt. Den Zuschlag erhielt der Solel-Boneh, dessen Offert mit 4870 LE das günstigste war. Die Freilegung der Jerusalemer dritten Mauer beendet Jerusalem, 18. Dezember. (JTA.) Die von der Hebräischen Universität und der jüdisch-palästinischen Forschungsgesellschaft unternommene Freilegung der historischen dritten Mauer von Jerusalem, die unter der Leitung von Dr. Sukenik vor sich ging, ist nun zu Ende geführt worden. Dabei wurde eine Fortsetzung der dritten Mauer gegen Süden entdeckt. Zwischen zwei Türmen gegenüber dem Grabe der Königin Helena ist ein Tor- Heutsche Nenwäsch*-rei Cr. in.T». H. FKI>1X l{RAXI>\KR . MÜNCHEN" Wittelsbacherplatz 21 o, Eing. Finkenstraße Telefon Nr. 23708 Spezial-Dampfwaschanstalt für Herren-Plättwäsche nur Kragen, Manschetten, Vorhemden und Oberhemden. Lieferzeit ca. 8Tage

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